Basketball

Ritter verpassen den großen Coup

Basketball Beim 83:94 gegen den Tabellendritten der 2. Liga aus Jena halten die Kirchheim Knights lange gut mit, lassen in den entscheidenden Phasen vor allem in der Offensive die Durchschlagskraft vermissen.

Wohin mit dem Ball? Mitch Hahn und die Knights haben in Jena nicht immer die richtigen Antwort gefunden. Foto: Christoph Worsch
Wohin mit dem Ball? Mitch Hahn und die Knights haben in Jena nicht immer die richtigen Antwort gefunden. Foto: Christoph Worsch

Die Niederlage ist nicht überraschend, das Zustandekommen schon: Kirchheims Zweitligabasketballer haben sich bei Science City Jena mit 83:94 knapper geschlagen geben müssen, als erwartet. Bis kurz vor Ende der Partie waren die Knights in Schlagdistanz zum Tabellendritten gewesen, ehe ihnen in den Schlussminuten die Luft ausging. „Wir haben großen Kampfgeist bewiesen, aber besonders in der Schlussphase im Angriff nicht effektiv genug gespielt“, analysierte Knights-Trainer David Rösch die Pleite, durch die die Kirchheimer aus den Playoff-Rängen gepurzelt sind und nun als Neunter in die zweiwöchige Spielpause gehen.

Koch und Graf ausgefallen

Bis zum nächsten Einsatz, dem Heimspiel am 29. Februar gegen Leverkusen, dürften auch Dajuan Graf und Tim Koch wieder dabei sein. Während Koch wegen Fiebers die Reise nach Thüringen gar nicht erst angetreten hatte, fiel Graf nach einer Sprunggelenksverletzung, die er sich am Donnerstag im Training zugezogen hatte, nach dem Aufwärmen in Jena kurzfristig aus. Mitch Hahn und Nico Brauner ersetzten die beiden in der Starting Five.

In einer von beiden Seiten intensiv geführten Partie gehörte den Hausherren die Anfangsphase. Schnell übernahm Jena das Kommando, führte nach den ersten zehn Minuten mit 24:14. Ausschlaggebend dafür war die Aggressivität der Hausherren. Zwölf Freiwürfen und zwei Fouls auf Jenaer Seite, standen acht Fouls und zwei Freiwürfe der Kirchheimer gegenüber. Doch die Ritter fingen sich schnell und fanden zurück ins Spiel. Angetrieben vom emsigen Nico Brauner und dem treffsicheren Jalan McCloud, arbeiteten sich die Teckstädter in die Partie. Fünf Minuten vor der Pause erzielte Kevin Wohlrath den 29:29-Ausgleich, ehe die Gastgeber erneut einen Lauf starteten. In die Kabinen ging es beim Zwischenstand von 46:38 für Jena.

Der Verlauf des dritten Viertels gestaltete sich zunächst ausgeglichen, ehe Ritter-Coach David Rösch in der Defensive auf Zonenverteidigung umstellte. Jena hatte darauf zunächst keine Antwort und die nun bissigen Kirchheimer kämpften sich Punkt für Punkt zurück ins Spiel.

Zu Beginn des vierten Viertels waren die Kirchheimer auf zwei Zähler an den Favoriten herangerückt. Ein Dreier von Till Pape sorgte knapp neuneinhalb Minuten vor dem Ende für die erste Kirchheimer Führung nach langer Zeit (65:64).

Es blieb eng, mit leichten Vorteilen für Jena. Mitch Hahn verkürzte fünf Minuten vor der Schlusssirene zwar auf 73:69, aber anschließend nutzten die Jenaer ihre Vorteile gnadenlos aus, gingen über 78:69, 82:71 und 89:67 deutlich in Führung und sicherten sich die beiden Zähler. tb/cs

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