Basketball

Überraschung in Urspring?

Basketball Der VfL gastiert im drittletzten Vorrundenspiel der Oberliga am morgigen Samstag beim bislang ungeschlagenen Tabellenführer im Alb-Donau-Kreis.

Um beim Spitzenreiter zu bestehen, müssen sich die Kirchheimer gehörig strecken. Foto: Markus Brändli
Um beim Spitzenreiter zu bestehen, müssen sich die Kirchheimer gehörig strecken. Foto: Markus Brändli

Auch im nächsten Spiel sind die Oberliga-Basketballer des VfL Kirchheim Außenseiter: Am morgigen Samstag ab 15 Uhr gastiert der Aufsteiger bei Tabellenführer Team Urspring. Beim Duell Erster gegen Fünfter sind die Rollen in jeder Beziehung klar verteilt: Acht Urspring-Siegen insgesamt stehen nur zwei des VfL aus den letzten fünf Spielen gegenüber.

Was den Kirchheimern bleibt, ist „die Chance auf eine Überraschung“, wie Aufbauspieler und Abteilungsleiter Marco Wanzke es formuliert. Einerseits haben die jüngsten Niederlagen gegen Ulm, Nürtingen und Elchingen ein wenig am Selbstvertrauen genagt. Andererseits sah man bei all diesen Duellen, dass der VfL auch in der Spitze der Liga durchaus mithalten kann.

Was also braucht es für die Überraschung? Wanzke: „Wir müssen auf jeden Fall besser verteidigen als zuletzt. Wir haben zweimal über 90 Punkte zugelassen, das darf uns nicht mehr passieren.“ Tatsächlich hat der VfL von allen Spitzenteams die meisten Punkte kassiert (655), nur die beiden Letzten Derendingen (711) und Konstanz (694) sind da schlechter. Gleichzeitig trifft niemand in der Oberliga so gut wie Kirchheim (724), hier ist Elchingen erst mit Abstand Zweiter (687). Der VfL begeht aber auch die meisten Fouls in der Liga (190), was nahelegt, dass die Spieler die Balance zwischen guter und schlechter Aggressivität noch nicht gefunden haben.

Am Samstag muss das besser werden, sonst wird es nichts mit der Überraschung. Fehlen werden Chris Schmidt (Urlaub) und eventuell Erik Weßelborg (Angina). Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz des beruflich eingespannten Kiri Engonidis.

Gegner mit Top-Abwehr

Und der Tabellenführer? Der bietet ein junges, extrem ausgeglichenes Team auf, das vor allem in der Abwehr überzeugt: Keiner hat weniger Punkte als die Urspringer zugelassen (527). Es wird also ein Duell beste Abwehr gegen besten Angriff. Auf der anderen Seite sind die Internatsschüler sehr schwer auszurechnen. Keiner ihrer Akteure steht unter den Top-ten der Oberliga-Scorerliste, sieben Spieler machen aber im Schnitt mehr als acht Punkte. Am erfolgreichsten bisher: Tim Martinez Befan (17) mit knapp 15 Punkten pro Spiel, Bruno Albrecht (18) mit 13 und Kevin Strangmeyer (19) mit zwölf. Auf keinen Fall sollte man den Gegner an die Freiwurflinie schicken, da ist dieses Team mit 73 Prozent Trefferquote das mit Abstand beste der Oberliga. Beim foulträchtigen Defense-Verhalten der Kirchheimer kann so etwas durchaus ein Schlüssel sein.

Die letzten beiden Vorrundenspiele dürften dann etwas einfacher werden: Für den VfL geht es noch gegen die TSG Heilbronn (Sechster) und die BSG Vaihingen-Sachsenheim (Zehnter). ut

Anzeige