Basketball

Wieder das verflixte zweite Viertel

Basketball Bei der 73:85-Heimniederlage gegen Schwenningen wird für die Knights zum wiederholten Male der zweite Spielabschnitt zum Knackpunkt. Bei einer Pleite am Mittwoch gegen Ehingen droht der letzte Tabellenplatz.

Kehrte nach dreimonatiger Pause zurück: Nico Brauner absolvierte gegen Schwenningen seine ersten Saisonminuten. Foto: Tanja Spin
Kehrte nach dreimonatiger Pause zurück: Nico Brauner absolvierte gegen Schwenningen seine ersten Saisonminuten. Foto: Tanja Spindler

Die Zweitligabasketballer der Kirchheim Knights stecken weiter fest. Nach drei Auswärtsniederlagen in Folge, mussten sich die Kirchheimer auch im dritten Heimspiel der Saison geschlagen geben. Nach dem 73:85 gegen Schwenningen droht den Rittern bei einer Niederlage am Mittwoch in Ehingen der letzte Tabellenplatz.

Dabei hatte die Partie gegen Schwenningen mit einer guten Nachricht begonnen. Nach drei­monatiger Verletzungspause kehrte Nico Brauner nach auskuriertem Fußbruch in den Kader zurück und absolvierte seine ersten Saisonminuten. Wie so oft hatten die Ritter den besseren Start und gingen früh in Führung. Die Gäste jedoch konterten in Person von Shaun Willett und blieben auf Augenhöhe (24:21). Es folgte der zweite Abschnitt, also das Viertel, das in den Spielen zuvor jeweils der Knackpunkt im Ritterspiel gewesen war. Und auch diesmal sollte es nicht bedeutend besser laufen. Nach wenigen unglücklichen Aktionen verloren die Teckstädter erneut den Mut und ihre Konzentration und gerieten in Rückstand. Immerhin: Tim Koch hielt mit zwei erfolgreichen Dreiern dagegen, wodurch sich der Abstand beim 39:42-Halbzeitstand noch in Grenzen hielt. „Wir haben derzeit nicht die Stabilität und das Selbstvertrauen um Phasen, in denen es nicht gut läuft, zu überstehen. Wir müssen lernen das besser wegzustecken und nicht jedes Mal den Kopf zu verlieren und noch mehr Fehler zu machen“, analysierte Knights-Geschäftsführer Chris Schmidt. „Es ist kein Zufall, dass wir zu Beginn immer mithalten und sogar besser sind, dann aber völlig einbrechen, wenn es mal nicht so läuft.

Dies machte sich besonders im dritten Abschnitt bemerkbar. Die Gäste traten nun entschlossener und kampflustiger auf. Die Panthers waren immer einen Schritt schneller, ein Stück aggressiver und cleverer. Aufbauspieler Britt leitete souverän das Spiel, die Hausherren bekamen in der Defensive keinen Zugriff mehr.

Mit 69:55 gingen die Schwenninger in Führung - ein Spiegelbild der vorhergegangenen Partien, zumal sich die Ritter nun plötzlich gegen die drohende Niederlage stemmten und auch in der Defensive ihren Mann standen: Nur 16 Punkte wurden den Panthers in den letzten zehn Spielminuten gestattet. Die Ritter versuchten alles und kamen knapp zwei Minuten vor dem Ende auf sieben Zähler heran. Doch ein verhängnisvoller Ballverlust, gefolgt von drei Schwenninger Punkten entschieden die Partie endgültig. „Die Niederlage trifft uns hart. Die Schwenninger haben in allen Bereichen dominiert. Wir haben im zweiten Viertel ein paar einfache Punkte liegen lassen. Das hat unseren Rhythmus gebrochen und uns Selbstvertrauen gekostet. Willett und Britt haben den Unterschied ausgemacht. Wir konnten sie zu keinem Zeitpunkt stoppen“, analysierte Knights Head-Coach Igor Perovic nach Spielende.

Schlüsselspiel am Mittwoch

Auf die Ritter wartet nun ein Schlüsselduell. Am kommenden Mittwoch geht’s für die Teckstädter nach Ehingen. Sollte man auch dort verlieren, würde man auf den letzten Tabellenplatz rutschen. cs

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