Basketball

Zwei Mal gewinnen, zwei Mal beten

Basketball Die Knights wollen mit einem Sieg morgen in Quakenbrück die Chance auf den Play-off-Einzug wahren, brauchen dafür aber Schützenhilfe.

Das Rechnen ist noch nicht vorbei: Andi Kronhardt, Keith Rendleman und Tim Koch können mit den Kirchheimer Basketballern immer n
Das Rechnen ist noch nicht vorbei: Andi Kronhardt, Keith Rendleman und Tim Koch können mit den Kirchheimer Basketballern immer noch in die Play-offs kommen. Foto: Tanja Spindler

Auf manche Frage weiß selbst Mauricio Parra keine Antwort. Der redegewandte Headcoach der Kirchheim Knights konnte bis gestern Mittag nur mit den Achseln zucken, wenn man ihn in Sachen Tabellenlehre zurate zog: Wer den achten Tabellenplatz und damit das letzte Play-off-Ticket ergattert, wenn nach dem letzten Spieltag am übernächsten Wochenende vier Teams punktgleich sind, sorgte nicht nur beim Chef-Ritter für Rätselraten.

Die konjunktivlastige Rechnung sieht so aus: Die Kirchheim Knights kämen bei Siegen am morgigen Samstag bei den Artland Dragons und in acht Tagen zu Hause gegen Ehingen auf 30 Punkte. Genauso viel hätten Hagen und Karlsruhe auf dem Konto, die dafür jedoch ihre beiden letzten Partien verlieren müssten, sowie Tübingen, die wie Kirchheim zwei Mal gewinnen müssten. „Wer in dem Fall Achter wird, weiß ich nicht“, gestand Parra, der in dieser Angelegenheit eine Mail an die Ligaoberen in Köln geschickt hat.

Die Antwort: Die Ritter hätten laut Pro-A-Sprecherin Nadine Vongehr aufgrund des direkten Vergleichs mit Karlsruhe und Hagen die Nase vorn, weil sie drei Siege eingefahren haben, die Konkurrenz aus Baden und Westfalen nur zwei beziehungsweise einen. Die Tigers Tübingen, die drei Siege und drei Niederlagen gegen Kirchheim, Hagen und Karlsruhe bilanzieren, kämen erst gar nicht in diese Rechnung, „da sie in den Vergleichen am schlechtesten gestellt wären“, wie Vongehr mitteilt.

Ein Gegner auf Achterbahnfahrt

Bevor all diese Rechenspiele aber überhaupt zum Tragen kämen, steht erstmal der vorletzte Spieltag am morgigen Samstag auf dem Programm. Und der hat es aus Kirchheimer Sicht in sich. Schließlich sind die Artland Dragons, bei denen die Knights ab 19.30 Uhr gastieren, trotz des enttäuschenden zwölften Tabellenplatzes keine Laufkundschaft. Als selbst ausgemachter Play-off-Kandidat in die Saison gestartet, erlebte die Mannschaft aus dem niedersächsischen Quakenbrück eine Saison, die einer Berg- und Talfahrt glich. Fast schon exemplarisch dafür: Einem überraschenden Sieg vor zwei Wochen in Tübingen folgte vergangenen Samstag eine Pleite beim Tabellenletzten in Baunach, die gleichbedeutend mit dem Aus um die Play-off-Plätze war.

Unabhängig davon haben die Kirchheimer mit dem morgigen Gegner noch eine Rechnung offen: Ende September verloren die Knights gegen die Dragons vor heimischer Kulisse mit 60:67 - nach der Verlegung des Saisonauftakts gegen Nürnberg war das Duell mit den Artländern das erste Spiel der Ritter in der neuen Runde und das Pflichtspieldebüt von Mauricio Parra, der im morgigen Spiel auf den kompletten Kader zurückgreifen kann.pet

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