Fussball Bezirksliga

„A g’mäht’s Wiesle“ für den VfL?

Fußball-Bezirksliga Die Kirchheimer können am Sonntag einen großen Schritt in Richtung Herbstmeisterschaft machen. Aus dem letzten Loch pfeift derweil die SGEH. Von Klaus Schlütter

Nicht aufzuhalten: Der VfL um Meksud Colic (Zweiter von links) ist seit zwölf Spielen ungeschlagen. Foto: Markus Brändli
Nicht aufzuhalten: Der VfL um Meksud Colic (Zweiter von links) ist seit zwölf Spielen ungeschlagen. Foto: Markus Brändli

Besser könnten die Vorzeichen für den VfL Kirchheim vor dem 14. Spieltag der Fußball-Bezirksliga kaum stehen: Gegner FC Rechberghausen ist in den 13 bisherigen Saisonspielen noch ohne Sieg, die „Blauen“ dagegen sind seit zwölf Partien ungeschlagen. Außerdem steht der punktgleiche Konkurrent TSV Deizisau (beide 28 Zähler) vor der schweren Aufgabe in Donzdorf und Spitzenreiter FC Eislingen (29) ist spielfrei. Eigentlich „a g‘mäht‘s Wiesle“ für den VfL, Herbstmeister zu werden.

Dieser „Titel“ ist für VfL-Trainer Michel Forzano jedoch ein Muster ohne Wert. „Davon kann man sich nichts kaufen. Anschließend beispielsweise zwei Niederlagen und man ist wieder weg vom Fenster.“ Der 31-Jährige denkt lieber von Spiel zu Spiel. Nach der vermeintlich leichten Aufgabe in Rechberghausen kommt in zwei Wochen Mitkonkurrent TSV Deizisau an die Jesinger Allee - zwischendurch ist der VfL spielfrei.

13 - 12 - 11 - 11 - 9 - 5: Die Tabellenplätze in den vergangenen sechs Wochen unterstreichen den Aufwärtstrend des TSV Weilheim. Nach sieben Spielen ohne Niederlage steht die Geiger-Elf auch nach Toren erstmals im Plus. „Eine logische Entwicklung“, meint Abteilungsleiter Paul Schrievers. „Die Trainer geben sich Mühe, die Jungs geben Gas, alle machen ruhig weiter.“ Ausnahme: Marvin Heth, der nach seinem Platzverweis in Neuhausen eine zweiwöchige Zwangspause einlegen muss. Den Abstand nach hinten weiter zu vergrößern ist das Ziel des TSVW. „In der Rückrunde wollen wir dann schauen, ob nach oben noch was geht. Aber wir machen uns deshalb keinen Druck.“

Ganz ohne Druck wird Schrievers auch künftig im Verein weitermachen, eventuell als Jugendkoordinator. Weil er bald seinen Bachelor schreibt und beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim die U14 trainiert, wird er in Weilheim im März 2020 als Fußball-Abteilungsleiter zurücktreten. Bis dahin arbeitet er in Ruhe Ridvan Halimi ein, der als sein Nachfolger vorgesehen ist.

Unterm Reußenstein treffen sich mit dem TV Neidlingen und dem SPV 05 Nürtingen zwei Rivalen aus dem Mittelfeld. Es ist eine Premiere, denn noch nie standen sich die beiden Mannschaften in einem Punktspiel gegenüber. Mit einem Heimsieg kann Neidlingen die Gäste in der Tabelle überholen. Aber haben die Platzherren die 0:5-Schlappe in Deizisau schon verdaut? Spielertrainer Patrick Kölle ist zuversichtlich: „Unsere Leistung war nicht so schlecht, wie es das Ergebnis aussagt. Wir hätten auch ein paar Tore schießen müssen. Jetzt wollen wir mindestens einen, besser aber alle drei Punkte.“

Arg verletzungsgebeutelt und zuletzt wie die Neidlinger ebenfalls dreimal sieglos, fährt die SGEH zum FV Faurndau. Auch die Gastgeber, für die es in den vergangenen fünf Spielen vier Niederlagen setzte, sind alles andere als gut in Form. „Wir pfeifen aus dem letzten Loch, ich muss die Mannschaft ständig umbauen. Deshalb passen auch die Ergebnisse nicht“, stöhnt SGEH-Trainer Dieter Hiller. Aus der Stammelf muss er diesmal Hakan Demir, Sascha Gökeler, Markus Kronewitter und Tim Kammerer ersetzen. Nicht die besten Voraussetzungen für eine Trendwende.

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