Fussball Bezirksliga

Auf Heimsieg programmiert

Fußball-Bezirksliga Während der VfL Kirchheim und die SGEH zur Spitze aufschließen könnten, hoffen die Neidlinger auf die ersten Zähler. Von Reimund Elbe

Zwei Wochen nach der bislang einzigen Punktspielpleite kehrt bei den Bezirksligakickern das VfL Kirchheim das Gleichgewicht zurück. „Brutal beschäftigt“ habe das Team die Niederlage beim Ligastart gegen Aufsteiger und Titelmitfavorit JC Donzdorf, wie Trainer Oliver Klingler anmerkt.

Dass es den VfL-Fußballern mittlerweile mental deutlich besser geht, hat ganz entscheidend mit den jüngsten Erfolgen zu tun. Sowohl beim 6:3 gegen den FV Plochingen als auch beim 4:2 in Neckartailfingen bewies das Team Nehmerqualitäten und ­Offensivgeist. Oliver Klingler nennt vor dem morgigen Heimspiel gegen den Tabellenvierzehnten SpV 05 ­Nürtingen allerdings eine konkrete Problemzone. „Ich bin empfindlich, was unser Defensivverhalten betrifft“, moniert der Coach, dessen Mannschaft bislang sieben Tore in drei Partien kassierte. Begegnungen wie gegen Plochingen seien „weder für die Nerven noch fürs Herz gut“. Gegen Nürtingen hat ­Klingler einen Pflichtsieg auf die Agenda geschrieben.

Wieder an Bord: Tim Mank. Ammar Memic, 3:1-Torschütze beim Triumph in Neckartailfingen, musste zwei Minuten nach dem Treffer ausgewechselt werden und plagte sich unter der Woche weiter mit Leistenbeschwerden herum. Mit Defensivakteur Nick Strohmaier kehrte derweil einer der beiden seit Längerem Verletzten diese Woche ins Training zurück. Torjäger Meksud ­Colic fällt dagegen weiter aus.

Beim Gegner SpV 05 Nürtingen hat die Klubführung bereits vorsorglich den Abstiegskampf ausgerufen. „Wir müssen uns erheblich steigern, wenn wir den Klassenerhalt schaffen wollen“, kommentierte SpV-Sprecher Armin Rieger das schwache Auftreten bei der 1:4-Heimpleite gegen den FC Donzdorf. Nach dem 3:2 in Rechberghausen wollte das Team vergangenen Sonntag ursprünglich den zweiten Sieg folgen lassen.

Neidlinger unter Zugzwang

Mit Punkten noch gar nicht in Berührung gekommen sind die Neidlinger. Der Null-Zähler-Start setzt den TVN in der Heimpartie gegen den FTSV Kuchen unter Zugzwang. Spielertrainer Patrick ­Kölle ist sich dieser Ausgangs­lage vor der vierten Saisonpartie bewusst. „Wir werden auf Sieg spielen“, kündigt der Coach an. Es wären auch deshalb drei Punkte für die Moral, weil die Neidlinger eine Woche später spielfrei sind, ehe sie am 2. Oktober unter Flutlicht zum Topderby gegen den TSV Weilheim bitten.

Kölle sieht das Spiel beim FV Neuhausen im Nachklapp trotz 1:2-Niederlage durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit durchaus positiv. „Wir haben lange ein Remis gehalten“, betont er, summa summarum sei es eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber den vorherigen Partien gewesen. „Eine weitere Niederlage dürfte wir uns jetzt allerdings nicht leisten“, warnt Kölle.

SGEH setzt auf Heimstärke

SGEH-Trainer Christian Mirbauer schaute sich vergangenen Sonntag direkt nach dem 0:1 seines Teams beim FC Esslingen den Auftritt des TV Neidlingen in der Fremde an. Aus einem ganz konkreten Grund: Die Sportgemeinschaft bekommt es morgen eben mit dem Tabellenzweiten FV ­Neuhausen zu tun. „Die Neidlinger hatten in ­Neuhausen wirklich Pech mit dem Treffer in der Nachspielzeit“, bilanziert Mirbauer, der den FV Neuhausen als „gewachsenes Team“ und sogar als Titelgeheimfavorit betrachtet.

Den SGEH-Werdegang betrachtet der neue Coach trotz der jüngsten Punkt- und Tor-Nullrunde als positiv. Damit aus bisher sechs Zählern morgen neun werden, muss gegen Neuhausen das nächs­te Erfolgserlebnis her. „Wir sind heimstark und das wollen wir auch zeigen“, signalisiert ­Mirbauer Selbstbewusstsein.

In jedem Fall gebe die morgige Partie für die Sportgemeinschaft die Richtung in der Tabelle vor. Per Sieg würden die SGEH zum Gegner aus Neuhausen aufschließen und sogar Mitglied der erweiterten Bezirksliga-Spitzengruppe werden - im Falle eines Remis oder einer Niederlage würde man tendenziell eher auf Tuchfühlung mit der unteren Tabellenhälfte gehen.

Ein großes Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von ­Kapitän Markus Kronewitter, der bereits beim Match in Esslingen angeschlagen pausiert hatte.

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