Fussball Bezirksliga

„Das wird eine ganz harte Nuss“

Fußball-Bezirksliga Der VfL empfängt am morgigen Donnerstag Spitzenreiter FC Eislingen. In Neidlingen steigt zeitverzögert das Derby gegen Weilheim. Von Klaus Schlütter

Tim Sternemann (rechts) und der VfL werden sich gehörig strecken müssen, wenn sie Eislingen schlagen wollen. Foto: Carsten Riedl
Tim Sternemann (rechts) und der VfL werden sich gehörig strecken müssen, wenn sie Eislingen schlagen wollen. Foto: Carsten Riedl

Großkampfstimmung in der Fußball-Bezirksliga. Zwei Traditionsvereine, die an bessere Zeiten anknüpfen wollen, bestreiten ab 15 Uhr im Stadion an der Jesinger Straße das Topspiel des Einheitsspieltags: VfL Kirchheim gegen FC Eislingen. Der aufstrebende Tabellenfünfte empfängt dabei den souveränen Spitzenreiter. Sechs Siege, ein Unentschieden und 19 Punkte lautet die überragende Auftakt-Bilanz des altbekannten Neulings aus dem Filstal. VfL-Abteilungsleiter Marc Butenuth zieht respektvoll den Hut: „Eislingen hat die Euphorie des Aufstiegs konserviert. Unsere Jungs sind zwar alle heiß auf diesen Gegner, aber das wird eine ganz harte Nuss.“

Dabei gibt es ein Wiedersehen mit drei ehemaligen Kirchheimern - den Spielern Timo Webinger und Waldemar Hechler sowie Trainer Thomas Scheuring. Der hat übrigens den VfL vor Saisonbeginn zum ersten Titelanwärter erklärt und für seine Mannschaft einen Platz im oberen Mittelfeld vorhergesagt. Im Moment ist es genau umgekehrt.

Nach einem Fehlstart war bei den „Blauen“ zuletzt ein Aufwärts­trend zu erkennen. Allerdings mit einem Handicap: Die schlechte Chancenverwertung zog sich wie ein roter Faden durch die bisherigen Spiele. Zehn Tore in sechs Partien ist die magere Ausbeute, während die Eislinger Angreifer bereits 26 Mal eingelocht haben. Timo Khalil steuerte sieben, Nebih Kadrija sechs Treffer dazu bei, während beim VfL Meksud Colic drei und Samuel Bosler zwei Tore erzielten. Dagegen stehen beide Abwehrreihen mit vier beziehungsweise fünf Gegentoren gleichermaßen stabil.

Bedauerlich, dass der VfL in Zukunft auf seinen zweiten talentierten Schlussmann, der sich mit Ben Brenken abwechselte, verzichten muss. Raphael Maskow bekam weder in Esslingen noch in Stuttgart einen Studienplatz und zieht deshalb nach Aachen um. „Das tut uns weh. Der frühere Heininger hat sich bei uns gut entwickelt“, bedauert Butenuth. Brenkens Backups sind künftig die Nachwuchskeeper Nico Nagel und Nick Bopp.

Lindach-Derby erst um 17 Uhr

Mit dem Hintergedanken, einige Zuschauer des Spiels in Kirchheim anschließend nach Neidlingen zu locken, wurde das dortige Derby gegen den TSV Weilheim auf 17 Uhr verlegt. „Wir sind ganz heiß auf den Gegner, der für uns lange genug unerreichbar war“, sagt TVN-Spielertrainer Patrick Kölle.

Nach neun Weilheimer Jahren in der Landesliga begegnen sich die beiden Nachbarn, nur vier Kilometer voneinander getrennt, zum ersten Mal auf Augenhöhe. Nach verpatztem Saisonstart hat sich Neidlingen in den letzten zwei Spielen gefangen und geht mit dem Heimvorteil als leichter Favorit in dieses Duell.

„Unseren Spielern muss bewusst sein, dass sie ein paar Prozent drauflegen müssen, wenn sie in Neidlingen bestehen wollen“, mahnt TSVW-Abteilungsleiter Paul Schrievers. Mit nur einem Sieg in sechs Spielen steht Weilheim auf einem Abstiegsplatz. Deshalb fordert auch Trainer Benjamin Geiger für dieses und das Heimspiel am Sonntag gegen Donzdorf: „Wir müssen den Bock umstoßen, die individuellen Fehler vor allem bei Standards abstellen. Wir brauchen mindestens vier Punkte, sonst verlieren wir den Anschluss.“

Luca Haußer kann nicht mithelfen, das Vorhaben zu verwirklichen. Der Youngster, der vom VfR Aalen kam, hat es nach ausgeheiltem Kreuzbandriss gleich wieder am Knie erwischt. Immerhin bestätigten sich die anfänglichen Befürchtungen nicht - die Verletzung entpuppte sich „nur“ als starke Prellung. Dennoch muss der Pechvogel schon wieder drei bis vier Wochen pausieren.

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