Fussball Bezirksliga

Der Absteiger nimmt die Spitze ins Visier

Fußball-Bezirksliga Nach dem schlechten Saisonstart ist der TSV Weilheim auf Platz vier geklettert und im Derby gegen die SGEH in der Favoritenrolle. Von Klaus-Dieter Leib

Das Duell der rot-weißen Weilheimer gegen die blaugewandete SGEH steht am Sonntag im Fokus der Fußball-Bezirksliga. Foto: Carste
Das Duell der rot-weißen Weilheimer gegen die blaugewandete SGEH steht am Sonntag im Fokus der Fußball-Bezirksliga. Foto: Carsten Riedl

Zum Rückrundenauftakt in der Fußball-Bezirksliga kommt es am Sonntag ab 14 Uhr zwischen dem TSV Weilheim und der SGEH zu einem interessanten Nachbarschaftsduell. Nach sechs Spieltagen hatten die Weilheimer mit drei Punkten und 22 Gegentoren auf dem drittletzten Tabellenplatz gestanden. „Wir waren die Schießbude der Liga. Für den schlechten Saisonstart waren wir selbst verantwortlich“, sagt Trainer Benjamin Geiger. „Ich wusste, dass es drei bis vier Wochen dauern wird, bis meine Spieler soweit sein würden wie ich mir das vorstellte.“.

Seine Geduld hat sich ausgezahlt: Mittlerweile ist der TSVW in die Erfolgsspur zurückgekehrt und seit acht Spielen ungeschlagen. Die letzte Niederlage gab es am 29. September beim 4:6 gegen den TV Nellingen. Was den Weilheimer Übungsleiter am meisten freut: Seine Mannschaft hat in fünf der acht Spielen kein Gegentor bekommen: „Das war der Schlüssel zum Erfolg.“

Durch die Erfolgsserie verbesserte sich der Landesligaabsteiger auf den vierten Tabellenplatz und hat nur noch sechs Punkte Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz. Acht Zähler fehlen auf Spitzenreiter VfL Kirchheim. Weil die Teckstädter am Wochenende spielfrei sind, könnten die Weilheimer mit einem Sieg den Abstand verkürzen. „Wenn wir die letzten beiden Spiele in diesem Jahr gewinnen, können wir den Blick nach oben richten“, sagt Benjamin Geiger.

SGEH in Abwärtsspirale

Der Weilheimer Gegner wartet seit eineinhalb Monaten auf einen dreifachen Punktgewinn. Den letzten Sieg feierte die SGEH am 13. Oktober beim 1:0 in Plochingen. Aus den letzten fünf Spielen konnten nur zwei Zähler geholt werden. Die Elf von der Berghalbinsel ist dadurch der Abstiegszone bedrohlich nahe gekommen: Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt nur vier Punkte. „Wir haben unsere Probleme in der Umschaltbewegung nach hinten und mit Gökhan Demir, Sascha Gökeler und Dennis Oswald mussten wir wochenlang auf drei wichtige Stammkräfte verzichten“, erklärt SGEH-Routinier Ingo Schäfer.

Um am Sonntag in Weilheim erfolgreich sein, muss die Abwehr stabiler werden. In den letzten fünf Begegnungen kassierte die Elf von Trainer Dieter Hiller immer mindestens zwei Gegentore.

TVN setzt auf Heimstärke

Mit 21 Punkten steht der TV Neidlingen auf dem sechsten Tabellenplatz - für Spielertrainer Patrick Kölle eine zufriedenstellende Zwischenbilanz: „Mit dem Kader, der mir zur Verfügung steht, ist das eine großartige Leistung.“ Aufgrund einiger langzeitverletzter Spieler musste der Neidlinger Übungsleiter in der bisherigen Vorrunde mit nur 14 Feldspielern auskommen. Am Sonntag im Heimspiel gegen den FV Neuhausen fallen mit Stefan Hepperle (Urlaub) und Luca Friess (privat verhindert) zwei weitere Spieler aus. Dennoch ist dem TVN-Coach vor der kommenden Aufgabe nicht bange: „Ich erwarte ein Match auf Augenhöhe und in den Heimspielen zeigen wir gerade ziemlich stabile Leistungen.“ Die letzte Heimniederlage datiert vom 3. Oktober, als der TVN 0:1 gegen den TSV Weilheim verlor. Zudem zählen die Gäste nicht zu den besten Auswärtsteams. In sieben Auswärtsbegegnungen konnten die Neuhausener gerade einmal sieben Punkte holen.

Bereits am heutigen Abend könnte der TSV Deizisau mit einem Auswärtssieg beim 1. FC Rechberghausen die Tabellenführung übernehmen. Auch der 1. FC Eislingen könnte mit einem dreifachen Punktgewinn beim FTSV Kuchen den VfL Kirchheim überholen.

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