Fussball Bezirksliga

Der gemütliche Teil muss noch warten

Bezirksligafußball Das Kopfrechnen geht bei der SGEH und dem TV Neidlingen weiter

Aufatmen bei der SGEH: Das rettende Ufer ist fast in Sicht. Foto: Carsten Riedl
Aufatmen bei der SGEH: Das rettende Ufer ist fast in Sicht. Foto: Carsten Riedl

Erkenbrechtsweiler. Mit dem Zittern ist noch nicht Schluss. Nach dem gestrigen Bezirksliga-Spieltag können weder die Kicker der SG Erkenbrechtsweiler Hochwang noch die des TV Neidlingen zum gemütlichen Teil in dieser Punktspielrunde übergehen.

Die Sportgemeinschaft erfüllte dabei ihre Aufgabe gestern Nachmittag per 6:2-Heimsieg, mit dem der Direktabstieg definitiv abgewendet wurde, wie erhofft. Obwohl der Start gegen den bereits feststehenden Absteiger TSV RSK Esslingen alles andere als prickelnd war. Tilman Weißenborn brachte mit die Gäste mit dem 1:0 in Stimmung sowie die SGEH-Kicker auf Trab. „Trotz des hohen Resultats haben wir kein gutes Spiel abgeliefert“, lieferte SG-Kapitän Marc Weger eine ehrliche Einschätzung. Es habe zu viele Fehlpässe und zu wenig spielerisch überzeugende Phasen gegeben.

„Die SGEH steht zurecht dort, wo sie tabellarisch steht“, stellte RSK-Sprecher Thomas Schuler über den Tabellenzwölften fest und relativierte die hohe Niederlage. Sein Team sei lediglich mit einem Kader von zwölf Kickern im Hardtwaldstadion angetreten, dabei hätten drei Anleihen aus der „Zweiten“ mitgemischt. SGEH-Kapitän Weger richtete derweil den Blick voraus. „Durch diesen Erfolg behalten wir den Vier-Punkte-Vorsprung auf Kuchen“, merkte er an. Der FTSV gewann nämlich gestern das Kellerduell in Denkendorf, was für die Gastgeber verheerende Konsequenzen haben könnte - der Direktabstieg rückt näher.

Rüttinger als Spielverderber

Ein Ex-Kirchheimer nervte gestern Nachmittag die Neidlinger. Michael Rüttinger schoss mit seinem Treffer zum 1:0 den TSV Köngen vor der Pause auf die Siegesstraße. Damit hat der Landesliga-Absteiger auf jeden Fall den Aufstiegsrelegationsplatz sicher. In Sachen Titel wird es freilich für das Team aus der Fuchsgrube eng. Siegt kommenden Sonntag Tabellenführer FC Frickenhausen in Kuchen, steht der Wiederaufstieg des FCF vorzeitig fest.

Neidlingens Spielertrainer Patrick Kölle muss sich derweil mit anderen Sorgen herumschlagen. Durch die Niederlage und den zweitgleichen Siegen der SGEH und des FTSV Kuchen wurde es nichts mit dem vorzeitig gesicherten Klassenerhalt. „Wir hatten in Köngen einen schlechten Start“, rekapitulierte Kölle, doch vor allen Dingen in der Schlussphase hätten man mit etwas mehr Glück noch den Ausgleich machen können. Der Spielertrainer selbst fand in Köngens parierenden Keeper Tom Hohlfeld seinen Meister (85.), Sekunden vor dem Abpfiff klärte des Weiteren ein Köngener Kicker den Ball nach einem Schuss von Patrick Class. „Für diesen Gegner hätten wir einfach eine überdurchschnittliche Leistung zeigen müssen“, bilanzierte Kölle zerknirscht.

Aus 0:2 mach 5:2

Händeschütteln an der Jesinger Allee: Donzdorfs Trainer Michael Schöffel kehrte gestern an jene Stätte zurück, an der er in jungen Jahren (s)ein sportliches Karriere-Highlight erlebte. Der einstige Keeper stand 2003 beim Kirchheimer DFB-Pokalauftritt gegen Hannover 96 im VfL-Tor. „Es ist immer wieder schön hierher nach Kirchheim zurückzukommen“, sagte der 36-Jährige, auch wenn der FC Donzdorf mittlerweile „im persönlichen wie sportlichen Bereich meine Heimat ist“. Der VfL habe eine sehr gute erste Halbzeit hingelegt, lobte Schöffel das Gastgeberwirken vor der Pause. Mit dem 0:2 sei sein Team noch gut bedient gewesen.

Nach dem Seitenwechsel regierte allerdings fast ausschließlich der FC Donzdorf - mit durchschlagendem Erfolg. „Bin sehr stolz auf meine Mannschaft, wie sie hier aus einem 0:2 noch ein 5:2 gemacht hat“, sagte Schöffel. VfL-Fußball-Abteilungsleiter Marc Butenuth zeigte derweil etwas Verständnis für die nach unten zeigende Formkurve. „Wir kommen personell auf dem Zahnfleisch daher“, merkte der neue Fußball-Boss an. Reimund Elbe

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