Fussball Bezirksliga

Der Neuling ist ein harter Brocken

Fußball-Bezirksliga Mit dem TV Neidlingen, dem VfL Kirchheim und dem TSV Weilheim haben gleich drei Teckteams am zweiten Spieltag etwas gutzumachen. Von Klaus Schlütter

Die Gejagten zu Gast am Waldheim: Der VfL Kirchheim (blau) trifft auf Aufsteiger SPV Nürtingen 05. Foto: Genio Silviani
Die Gejagten zu Gast am Waldheim: Der VfL Kirchheim (blau) trifft auf Aufsteiger SPV Nürtingen 05. Foto: Genio Silviani

Für die vier Teckvereine in der Fußball-Bezirksliga ist Wunden lecken angesagt. Der dritte Spieltag steht im Zeichen der Wiedergutmachung für die kollektiven Pannen am vergangenen Sonntag.

Das betrifft in erster Linie den TV Neidlingen, der seine treuen Fans mit einer 0:5-Heimschlappe gegen Aufsteiger TV Plochingen schockte. Spielertrainer Patrick Kölle ist noch immer fassungslos, wie das zustande kam: „Wir waren anfangs die bessere Mannschaft, haben dann innerhalb von drei Minuten drei Tore kassiert. Das darf einfach nicht passieren.“

Im Derby auf der Alb kehrt mit den Urlaubern Steffen Kuch und Nils Faustmann wieder mehr Qualität in die Anfangself zurück. Dagegen fallen Moritz Hepperle nach einer Meniskus-OP und Felix Kaiser, der ebenfalls Knieprobleme hat, länger aus. Bei der SGEH fehlen urlaubsbedingt Dennis Weger und Hakan Demir. Offen ist hingegen, ob‘s mit einer Überraschung aufseiten des TVN klappt. Kölle verrät nur so viel: „Wir verhandeln mit einem neuen Offensivspieler. Wenn er kommt, spielt er gleich mit.“ Für die SGEH aber kein Grund, nervös zu werden. „Wir haben beim 0:1 in Nellingen nicht viel falsch gemacht und werden zu Hause auf Sieg spielen. Wir dürfen uns vom 0:5 der Neidlinger nur nicht blenden lassen“, meint Abwehr- und Pressemann Florian Lenuzza.

VfL zu Gast beim Aufsteiger

Einen Fehlstart hat der VfL Kirchheim mit dem 1:2 gegen Deizisau schon hingelegt. Nun droht dem erklärten Aufstiegskandidaten beim SPV 05 Nürtingen weiterer Verdruss. „Das wird ein ganz harter Brocken. Da müssen wir uns warm anziehen“, sagt Spielleiter Oliver Klingler vor dem Gang zum Aufsteiger. Aus gutem Grund: „Alle wissen, was wir vorhaben. Deshalb sind wir in jedem Spiel die Gejagten. Jetzt muss die Mannschaft auf die schwache zweite Halbzeit gegen Deizisau eine Reaktion zeigen.“

Das ist dringend erforderlich auf dem Sportgelände am Waldheim. Die Didavi-Elf ist zwar Neuling in der Bezirksliga, aufgrund ihrer Spielstärke aber ein Geheimfavorit. Obwohl SPV-Abteilungsleiter Armin Rieger tiefstapelt: „Wir lassen die Kirche im Dorf. Bei uns geht es in erster Linie darum, die Klasse zu halten.“ Zwei Leistungsträger fehlen - Kapitän Daniz Turan ist im Urlaub, Sana Jatta sitzt eine Sperre ab. Ein besonderes Augenmerk muss der VfL auf Stürmerstar Nazifou Mamanzougou legen: Wie gut dieser „in Schuss“ ist, bewies er zuletzt als vierfacher Torschütze beim 6:1-Erfolg in Rechberghausen.

Nach zwei Auftakt-Pleiten muss Landesliga-Absteiger TSV Weilheim zum 1. FC Eislingen, der als torhungriger Aufsteiger gleich an die Spitze gesprungen ist. Um einen dritten Tiefschlag zu vermeiden, fordert Trainer Benny Geiger die Mannschaft auf, ihre Spielweise zu verändern und zu den Grundtugenden zurückzukehren: einfacher spielen, mehr Laufbereitschaft zeigen und aggressiver werden.

Im Team steckt mehr, als es bisher gezeigt hat. Davon ist Abteilungsleiter Paul Schrievers überzeugt: „Klar, wir hatten uns einen besseren Start erhofft. Aber die Liga ist ausgeglichen, da ist keine Übermannschaft drin. Wir können gegen jeden gewinnen - aber an schlechten Tagen leider auch gegen jeden verlieren.“ Verletzungsbedingt fehlt dem TSVW Marvin Heth.

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