Fussball Bezirksliga

Die „Blauen“ klettern nach ganz oben

Fußball-Bezirksliga Der VfL Kirchheim stürmt mit einem sehenswerten 9:2 gegen Faurndau die Tabellenspitze, während die SGEH und der TSV Weilheim ebenso fleißig drei Punkte einsammeln. Von Reimund Elbe

„Blau“ hat allen Grund zum Jubeln: Der VfL erobert die Tabellenspitze. Foto: Markus Brändli
„Blau“ hat allen Grund zum Jubeln: Der VfL erobert die Tabellenspitze. Foto: Markus Brändli

Jetzt sind die Kirchheimer dort angekommen, wo sie hinwollten: Der VfL steht seit gestern Nachmittag um 16.50 Uhr ganz oben in der Tabelle der Fußball-Bezirksliga. Die vermeintlich knifflige Aufgabe gegen Aufsteiger Vorwärts Faurndau arbeitete das Team von Michel Forzano überragend mit 9:2 ab. Nach elf Minuten traf Meksud Colic zum 1:0, rund drei Minuten nachdem Samuel Bosler noch vom Elfmeterpunkt an Faurndaus Keeper Tim Friedrich gescheitert war. Was dann folgte, ließ die Herzen der einheimischen Anhänger höher schlagen. „Ich möchte dieses 9:2 nicht zu hoch hängen, aber die Mannschaft hat gezeigt, was sie kann und an das starke 7:0 gegen Eislingen angeknüpft“, freute sich VfL-Abteilungsleiter Marc Butenuth.

Der neue Tabellenführer ist nun seit acht Partien unbesiegt und kletterte in den vergangenen Wochen vom zweistelligen Tabellenbereich an die Ligaspitze. 19 Tore in drei Partien sind zudem ein Wort. Überschattet wurde der Kantersieg jedoch von einer womöglich schweren Verletzung. Gestützt von zwei Helfern und mit heftigen Knieschmerzen musste Abwehrchef Nick Strohmaier Mitte der zweiten Halbzeit vom Kunstrasenplatz geführt werden. „Wir hoffen sehr, dass es nichts Schwerwiegendes ist“, sagte Butenuth.

Das Kirchheimer Offensivfeuerwerk blieb nicht die einzige beeindruckende Angelegenheit des zehnten Spieltags. Der VfL-Sprung von drei auf eins wurde gar erst durch zwei andere Resultate ermöglicht. Am Donnerstagabend hatte der TSV Deizisau noch per 2:0 über den TSV Neckartailfingen die Liga-Spitze übernommen, gestern erlaubte sich der TSV dann aber einen dicken Patzer. Der Tabellenvorletzte Kuchen gewann auf der Hinteren Halde überraschend mit 3:2. „Das Ergebnis kommt unerwartet“, kommentierte Marc Butenuth den Deizisauer Schnitzer. Und auch der FC Eislingen spielte im Kirchheimer Sinne mit. Der Aufsteiger bekam die zunehmende Stärke des SpV 05 Nürtingen zu spüren (0:4).

Und plötzlich taucht dann auch wieder die Sportgemeinschaft Erkenbrechtsweiler-Hochwang ganz weit vorne auf. Per 1:0 in Plochingen sorgte das Team von Dieter Hiller für einen positiven Ausklang der Englischen Woche, die mental wie physisch anstrengenden Charakter hatte. Umjubelter Siegtorschütze auf dem Pfostenberg: Sascha Gökeler. In der 85. Minute stand der nach rund einer Stunde Eingewechselte goldrichtig und netzte ein. „Dieser Sieg hilft uns auf dem Weg zu einer stressfreien Runde“, zeigte sich SGEH-Sprecher Florian Lenuzza erleichtert. Die Bilanz der SGEH aus den drei Spielen binnen sieben Tagen: Vier Punkte. Mitentscheidend für das Schlussresultat war wohl die Gelb-Rote Karte für Plochingens Daniel Trick. Neben dem Bewegungsapparat nutzt der Plochinger in der 55. Minute nämlich auch seinen Sprachapparat - zum eigenen Nachteil. Schiedsrichter Max Deininger konnte sich für die Aussagen nicht begeistern und schickte Trick per Ampelkarte vom Feld.

Weilheim lässt Dampf ab

Das Match in Rechberghausen schien für den TSV Weilheim das wohl bislang wichtigste Spiel in dieser Runde. Die Auswärtspartie beim Tabellenletzten FC Rechberghausen sollte zur Absetzbewegung aus dem tiefsten Ligakeller führen. Und die Limburgstädter ließen mit einem deutlichen 6:0 Taten folgen. Weilheims Trainer Benjamin Geiger fühlte sich bestätigt. Seit unter anderem Toni Carfagna nach längerer Verletzungspause wieder mitmischt, ist die Weilheimer Offensive deutlich gefährlicher, und die eigene Defensive hat somit auch weniger Kniffliges zu erledigen. Carfagna tat am Rande des östlichen Schurwalds das, was er sportlich gesehen am liebsten tut: Tore schießen. Diesmal drei an der Zahl. Für den Rest sorgten Simon Kottmann, Batunhan Kara sowie Korcan Sari. „Wir hatten vor dem Spiel wirklich Druck auf dem Kessel“, gab TSVW-Trainer Benjamin Geiger nach der Partie zu, die Mannschaft sei damit jedoch gut klargekommen. Der jüngste Aufschwung der Weilheimer kommt genau richtig. Kommenden Sonntag steigt im Lindachstadion der Hit gegen den VfL Kirchheim. Zuvor muss der Landesliga-Absteiger allerdings noch am Donnerstag im Bezirkspokal in Nellingen ran. „Die nächsten Begegnungen werden zeigen, wie stabil wir nach drei Spielen ohne Niederlage sind“, bleibt Geiger vorsichtig.

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