Fussball Bezirksliga

Die Hoffnung auf ein „Happy End“ geht so langsam verloren

Fußball-Bezirksliga Die SF Dettingen sind trotz der jüngsten Siege pessimistisch und blicken dem Abstieg entgegen. Auch für Neidlingen kann es noch knapp werden. Von Klaus-Dieter Leib

Trotz der Derby-Niederlage ist der TV Neidlingen (Steffen Kuch, vorne) den Dettingern tabellarisch noch einen Schritt voraus.Fot
Trotz der Derby-Niederlage ist der TV Neidlingen (Steffen Kuch, vorne) den Dettingern tabellarisch noch einen Schritt voraus. Foto: Mirko Lehnen

Die Hoffnungen auf den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga sind bei den Verantwortlichen der SF Dettingen nicht mehr allzu groß. „Um überhaupt noch eine Chance zu haben, müsste es schon wie am Schnürchen laufen. Wir müssen schweren Herzens mit dem Abstieg rechnen“, sagt Dettingens Trainer Robin Jaksche. Wenn noch eine kleine Chance besteht, dann nur noch über die Relegation - und dies wäre nur dann möglich, wenn aus der Landesliga kein Verein in die Bezirksliga Neckar-Fils absteigen würde. Gefährdet sind jedoch die beiden Landesligisten TSV Weilheim und TSV Bad Boll. „Ich glaube nicht daran, dass wir so viel Glück haben, dass keine Mannschaft absteigen wird“, sagt der Dettinger Trainer.

Trotz der schlechten Platzierung könnte die Stimmung innerhalb der Mannschaft kaum besser sein. „In unserer jetzigen Situation ist es nicht selbstverständlich, dass wir so eine gute Kameradschaft haben“, freut sich Jaksche. Beim Tabellenzweiten TSV Köngen rechnet sich der Dettinger Übungsleiter trotzdem nicht viel aus: „In Köngen wird nichts zu holen sein. Die Favoritenrolle ist klar verteilt.“ Des Weiteren sieht der Dettinger Coach einen großen Vorteil für die Gastgeber, weil seine Spieler bisher nur auf Kunstrasen gespielt haben. „Das ist unser erstes Spiel in diesem Jahr auf Naturrasen“, sagt der SFD-Trainer.

SGEH hat sich gefangen

Nach anfänglichen Schwierigkeiten zu Beginn der Saison, stand die SGEH nach elf Spieltagen mit nur sieben Punkten auf dem drittletzten Tabellenplatz. Mittlerweile hat sich die Mannschaft von Trainer Dieter Hiller gefestigt und verlor nur eines der vergangenen neun Spiele (0:2 gegen den TSV Neckartailfingen). Dennoch stecken die Älbler mit 25 Zählern auf dem Abstiegsrelegationsplatz immer noch mitten im Abstiegskampf.

„Unsere jungen Spieler haben sich gut entwickelt und sind an das hohe Tempo in der Bezirksliga mittlerweile gewöhnt“, sieht der der SGEH-Coach zuversichtlich den kommenden Aufgaben entgegen. Auch am Sonntag beim Spitzenreiter 1. FC Frickenhausen sieht Dieter Hiller seine Jungs nicht chancenlos: „Wir fahren dort bestimmt nicht hin, um zu verlieren. Ein Punkt ist das Minimalziel.“ Ein wenig zu denken gibt dem SGEH-Übungsleiter die hohe Frickenhausener Niederlage (1:5) beim VfL Kirchheim. „Die haben gegen uns sicherlich wieder etwas gut zu machen“, befürchtet Hiller. Dennoch ist der 59-Jährige überzeugt davon, dass eine Überraschung möglich ist. Nicht mit dabei sind urlaubsbedingt die beiden Leistungsträger Gökhan Demir und Nico Kuhn.

Neidlingen unter Zugzwang

Nach der unglücklichen 1:2-Niederlage bei den SF Dettingen waren der Neidlinger Spielertrainer Patrick Kölle und seine Spieler mächtig enttäuscht: „Nach sechzig Minuten hätten wir eigentlich klar in Führung liegen müssen. Wenn die Niederlage etwas Positives hat, dann, dass meine Spieler jetzt wissen, in welche Richtung sie in der Tabelle schauen müssen.“ Der TV Neidlingen steht mit 28 Punkten nur drei Punkte vom Abstiegsrelegationsplatz entfernt. Aus den letzten sechs Begegnungen wurden lediglich vier Punkte geholt. „Nun ist ein gewisser Druck da, dass wir nicht noch weiter nach hinten rutschen“, sagt der Neidlinger Übungsleiter.

Im anstehenden Heimspiel gegen den 1. FC Rechberghausen muss die kleine Negativserie von zwei verlorenen Spielen in Folge gestoppt werden. „Ich habe volles Vertrauen in meine Mannschaft, dass sie mit dieser Situation umgehen kann“, sagt Kölle. Bis auf die beiden langzeitverletzten Felix Kaiser und Martin Kirschmann steht dem Neidlinger Spielertrainer der komplette Kader zur Verfügung.

Der vierte Teckverein, der VfL Kirchheim, ist an diesem Wochenende spielfrei.

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