Fussball Bezirksliga

Die SFD wollen sich teuer verkaufen

Fußball-Bezirksliga Das Tabellenschlusslicht ist im Derby beim TV Neidlingen zu Gast. SGEH steht im Gastspiel bei Aufsteiger Denkendorf unter Zugzwang. Von Max Pradler

Die Sportfreunde Dettingen kommen bereits zu Saisonstart ordentlich ins Straucheln. Foto: Markus Brändli
Die Sportfreunde Dettingen kommen bereits zu Saisonstart ordentlich ins Straucheln. Foto: Markus Brändli

Die Bilanz von null Punkten und 17 Gegentreffern nach vier Spielen spricht Bände für die aktuelle Situation der SF Dettingen. Dabei lässt sich die 3:5-Niederlage gegen den TV Nellingen vom vergangenen Spieltag sogar noch als kleiner Lichtblick bezeichnen. Immerhin spielte der Aufsteiger lange Zeit gut mit und war dem Remis zum Greifen nah. Erst in der Schlussminute kassierten die SFD noch zwei Gegentreffer, nachdem zuvor zahlreiche eigene Torchancen ungenutzt blieben.

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Viel dramatischer als die Tabellensituation ist vor dem Derby beim TV Neidlingen jedoch der Aderlass der Dettinger: Neben den verletzten Akteuren Felice Galeota, Robin Jaksche, Nico Turco, Joachim Weber, Coskun Isci, Egzon Lokaj und Tom Kern fallen an diesem Wochenende zusätzlich Max Beller, Florian Gautsch sowie Semih Karacay aus. „So viele Ausfälle kann man dann einfach nicht mehr kompensieren, deshalb fahren wir mit einem unguten Gefühl nach Neidlingen“, gesteht SFD-Spielleiter Thomas Beller. Dass die Dettinger trotz aller Verletzungsmisere dringend punkten müssen, sei laut Beller aber jedem klar. „Vielleicht besteht genau darin ja unsere Chance. Angeschlagene Boxer sind bekanntermaßen die gefährlichsten.“

Aufseiten der Neidlinger ist die Vorfreude auf das Derby hingegen groß - erst recht nach dem leichten Aufwärtstrend der vergangenen Wochen. TVN-Spie­lertrainer Patrick Kölle warnt seine Mannschaft aber, das Schlusslicht zu unterschätzen: „Wir lassen uns von dem missglückten Start der Dettinger nicht blenden. Es gibt keine leichten Spiele für uns, denn um in der Bezirksliga zu gewinnen, müssen wir wöchentlich unsere beste Leistung abrufen.“ Ein Derby-Sieg wäre aber ein perfektes Startsignal zur Punktejagd, auch im Hinblick auf die kommenden Partien. Denn nach Dettingen warten auf den TVN mit Rechberghausen, Neckartailfingen und Esslingen gleich drei Spiele, die zumindest auf dem Papier zu den einfacheren Begegnungen in der Bezirksliga gehören. Diese Aussicht bestätigt Kölle: „Für uns geht es darum, den Abstand auf die Abstiegszone zu vergrößern. Deshalb wollen wir gerade die Spiele gegen potenzielle Mitstreiter gewinnen.“ Personell kann der Neidlinger Spielertrainer dabei aus dem Vollen schöpfen, nachdem in dieser Woche drei Urlauber ins Team zurückkehrten. „Nach der Leistung in Neuhausen gibt es aber wenig Gründe, an der Startformation etwas zu ändern“, sagt der 32-Jährige.

Der Gemütszustand der SG Erkenbrechtsweiler-Hochwang ist nach lediglich drei Zählern zum Saisonauftakt ziemlich schlecht. „Der Start war enttäuschend, spielerisch läuft es noch nicht rund. Da muss jetzt deutlich mehr kommen“, fordert SGEH-Spielmacher Ingo Schäfer. Doch trotz vermasseltem Auftakt ist die Motivation im Team weiterhin ungebremst vorhanden. Trainer Dieter Hiller hatte in dieser Woche im Training alle an Bord und kann im Gastspiel bei Aufsteiger TSV Denkendorf auf den kompletten Kader zurückgreifen. Das wird auch nötig sein gegen die robusten Gastgeber, die ihren einzigen Zähler bisher beim abwechslungsreichen 5:5 in Göppingen holten. Alles andere als ein Auswärtssieg kommt für Schäfer aber nicht infrage: „Da es spielerisch noch nicht klappt, müssen wir jetzt über den Kampf kommen. Das fordere ich von uns.“

Eine schwere Partie steht dem VfL Kirchheim bevor: Im Gastspiel beim Landesliga-Absteiger und Aufstiegsfavoriten 1. FC Frickenhausen geht die Elf um Trainer Michel Forzano als Außenseiter ins Rennen. Bei einer Niederlage droht dem VfL sogar das Abrutschen ins untere Tabellendrittel.

In sicheren Gefilden bewegt sich hingegen der Spitzenreiter 1. FC Donzdorf. Denn obwohl die Donzdorfer an diesem Wochenende spielfrei sind, werden sie die Tabellenführung dank ihres beeindruckenden Torverhältnisses von 19:1 höchstwahrscheinlich nicht hergeben müssen. Bei Siegen könnten die Verfolger aus Deizisau, Köngen und Nellingen jedoch nach Punkten mit dem Ligaprimus gleichziehen.