Fussball Bezirksliga

Ein Duo jagt Frickenhausen

Bezirksliga Die Verfolger aus Köngen und Deizisau haben ihre Hoffnungen im Titelrennen noch nicht begraben.

Kirchheim. Ralf Helmer traut sich was. Während alle anderen Bezirksliga-Vereinsvertreter bei ihrem Meisterschaftstipp auf Spitzenreiter FC Frickenhausen setzen, tritt das Vorstandsmitglied des Tabellenvierten FC Donzdorf auf die Bremse. „Frickenhausen steht im Moment zwar souverän an der Spitze, trotzdem glaube ich nicht, dass das Rennen entschieden ist“, meint der 32-Jährige. Köngen und Deizisau könnten ihm zufolge noch „ein Wörtchen mitreden“. Auch deshalb, weil der Titelkampf durch das umstrittene Sportgerichtsurteil zur Abbruch-Partie zwischen dem FC Frickenhausen und dem TSV Köngen (Spielwertung 0:3) spannender geworden ist. Die Köngener rückten dadurch auf Platz zwei vor, der Rückstand auf Frickenhausen reduzierte sich auf sieben Punkte.

Beim FCF regiert dagegen Zuversicht. „Erfolgsgier und konzentriertes Arbeiten müssen weiterhin Priorität haben“, fordert Frickenhausens Vorstandsmitglied Gerhard Bauer. Beim Verfolger TSV Köngen - wie der FC im vergangenen Sommer aus der Landesliga abgestiegen - fällt die Saison-Zwischenbilanz besser aus als befürchtet. „Nach dem Abstieg aus der Landesliga, den vielen Abgängen und dem dadurch notwendigen Umbruch hat das Team eine nicht für möglich gehaltene Entwicklung genommen“, freut sich Joachim Dienelt, Sportlicher Leiter in der Fuchsgrube. Die Mischung aus Erfahrung und Erfolgshunger im Kader passe. Oben dran bleiben, laute Dienelts Ziel.

Der Köngener Wunsch könnte auch ein Deizisauer sein. Die Sätze aus dem Nachbarort klingen ähnlich. „Nicht locker lassen“, fordert Thomas Stiehl, Spielleiter beim Tabellendritten. Der Klubfunktionär des Tabellendritten gibt sich zuversichtlich, dass dies gelingt. „Im Auftreten der Mannschaft ist ein weiterer Schritt nach vorne erkennbar“, freut er sich. Im Tabellenkeller droht derweil Schlusslicht FV 09 Nürtingen (sieben Punkte) der Absturz von der Landes- in die Kreisliga.

Der TSV RSK Esslingen - neben dem TSV Neckartailfingen der Bezirksliga-„Dino“ - steht mit zwei Zählern mehr als die Nürtinger kaum besser da. Sportchef Thomas Schuler hadert mit dem bisherigen Saisonverlauf:„Wenn wir die Ursachen für das enttäuschende Abschneiden in der Vorrunde kennen würden, hätten wir das abgestellt und korrigiert“, sagt er. Eine „ordentliche Serie“ müsse nun her, um den Klassenverbleib mit dem vorhandenen Personal zu schaffen. Zu- oder Abgänge gab es keine. Der TSV Denkendorf kämpft als Tabellenviertletzter, damit einen Platz vor den Sportfreunden aus Dettingen, ebenso ums Überleben in der Bezirksliga. Der einstige Kirchheimer Oberligakicker Thorsten Schöllkopf - in der legendären DFB-Pokalmannschaft des VfL Kirchheim im Jahr 2003 (0:3 gegen Hannover 96) dabei - ahnt, dass es eng wird. „Grundsätzlich müssen wir uns in jedem Bereich und in jeder Phase des Spiels verbessern“, betont der Trainer. „Zudem unterlaufen uns zu viele individuelle Fehler, die in dieser sehr ausgeglichenen und gut besetzten Liga sofort bestraft werden“. Falls ein Großteil der Probleme abgestellt werde, sei der Nichtabstieg noch drin, meint Schöllkopf.Reimund Elbe

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