Fussball Bezirksliga

Ein Spieltag gegen den Frust

Fußball-Bezirksliga Der VfL Kirchheim kämpft im Heimspiel am Sonntag gegen Kuchen um die Trendwende. Der TSV Weilheim entgeht nur mit Glück der Quarantäne. Von Reimund Elbe

Benjamin Geiger kann aufatmen: Dem TSV Weilheim bleibt trotz eines positiven Corona-Tests eine Quarantäne erspart.Foto: Markus B
Benjamin Geiger kann aufatmen: Dem TSV Weilheim bleibt trotz eines positiven Corona-Tests eine Quarantäne erspart.Foto: Markus Brändli

Fußball-Bezirksligist VfL Kirchheim kommt nach durchlaufener Corona-Quarantäne auf keinen grünen Zweig. Am Donnerstagabend verlor der VfL in Nellingen mit 1:2. Die leise Hoffnung, nach dem 2:2 gegen den FC Esslingen und der 1:3-Niederlage beim Spitzenreiter FV Neuhausen, endlich wieder einen Erfolg verbuchen zu können und damit tabellarisch Fahrt aufzunehmen, endet im Frust.

Bei Schmuddelwetter, mit Temperaturen im einstelligen Plusbereich, schockten die Nellinger den Gast bis Mitte der ersten Halbzeit gleich doppelt. Nico Riccio traf nach neun Minuten zum 1:0, in der 22. Minute erhöhte Hannes Scheuer auf 2:0. Für den VfL, der unter anderem auf die Gelb-Rot-Gesperrten Tim Sternemann, ­Michael Fischer und Felix ­Hummel verzichten musste, blieb nur noch der Anschlusstreffer durch Angreifer Meksud Colic acht Minuten nach dem Seitenwechsel. Morgen müssen die Kirchheimer wieder ran. In der Heimpartie gegen den FTSV Kuchen geht es nun allerdings darum, Distanz zur Abstiegszone zu schaffen.

Das Eis wird wegen der Corona-Auswirkungen auch für viele andere Klubs dünner. Bezirksligist TSV Weilheim hat dabei gerade noch festen Grund unter den Füßen. Vergangenen Sonntag wurde die Partie gegen die SGEH kurzfristig wegen eines Corona-Verdachtsfalls bei den Weilheimern vorsorglich abgesagt. Nun steht fest: Der betroffene Akteur ist tatsächlich infiziert. „Wir haben mit der Spielabsage alles richtig gemacht“, zeigt sich Benjamin ­Geiger erleichtert.

Ersatztermin steht fest

Die Weilheimer hatten doppelt Glück. Weil der Infizierte am Donnerstag vergangener Woche wegen Oberschenkelproblemen im Training mit der Mannschaft pausierte, hat der Fall intern keine weiteren Auswirkungen. „Mittlerweile sind die meisten unserer Spieler getestet“, berichtet ­Geiger, alle Resultate - inklusive seines ­eigenen - seien negativ. Das Spiel gegen die SGEH wurde gestern neu angesetzt. Es soll nun am Mittwoch, 28. Oktober, ab 19.30 Uhr im Lindachstadion ausgetragen werden.

In der Partie am Sonntag beim FC Rechberghausen würden ausschließlich getestete Akteure antreten, betont die Weilheimer Seite. Kapitän Fabio Brandner, vor rund zwei Wochen beim Derby in Neidlingen wegen Leistenproblemen ausgewechselt, scheint wieder eine Option zu sein. Aus sportlicher Sicht hat das Aufeinandertreffen des Tabellenviertletzten (FC) gegen den Drittletzten (TSV) einen hohen Stellenwert. „Für uns zählt nur ein Sieg“, unterstreicht Weilheims Trainer. Für Geiger hat das Duell noch einen anderen Aspekt: Der gegnerische Coach heißt Benedikt Petzet, kickte einst zusammen mit ihm beim SC Geislingen. Beide spielten zudem früher in derselben Tennismannschaft und sind auch außerhalb des Sports eng befreundet.

Derweil kehrt die SGEH nach 22 punktspielfreien Tagen mit der Heimpartie gegen den FC Eislingen am Sonntag ins Geschehen zurück. „Zumindest konnten in dieser langen Zeit einige Spieler Blessuren auskurieren“, schildert Christian Mirbauer die Vorteile. Am Donnerstag tummelten sich folglich 20 Kicker im Training. „Wir wollen gallig sein“, kündigt der neue Übungsleiter der Sportgemeinschaft für die Heimpartie gegen Eislingen an. Sein Team werde auf Sieg spielen, auch wenn der FC zweifellos eine „sehr gute“ Bezirksligamannschaft sei.

Punktesammeln kam bei der SGEH nicht nur wegen der längeren Pause aus der Mode, sondern weil es nach zwei Siegen zum Rundenauftakt gleich drei Niederlagen setzte. Markus Kronewitter kann das fußballerische Treiben auf der Berghalbinsel am Sonntag­nachmittag nur mit Distanz betrachten: Der SGEH-Kapitän sitzt eine Gelb-Rot-Sperre ab.

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