Fussball Bezirksliga

Ostern als Gelegenheit zur Auferstehung

Fußball-Bezirksliga Morgen und am Montag geht es für drei abstiegsbedrohte Teckvereine um wichtige Punkte. Nur der VfL geht gelassen in die Feiertage. Von Klaus-Dieter Leib

Solche Szenen sind derzeit eher selten bei den Sportfreunden aus Dettingen. Der abstiegsgefährdete Bezirksligist hat vor und nac
Solche Szenen sind derzeit eher selten bei den Sportfreunden aus Dettingen. Der abstiegsgefährdete Bezirksligist hat vor und nach Ostern mit Spitzenreiter Frickenhausen und dem VfL Kirchheim zwei schwere Gegner vor der Brust.Foto: Markus Brändli

In der Fußball-Bezirksliga gibt es über die Osterfeiertage keine Ruhepause. Am morgigen Gründonnerstag und am Ostermontag rollt an zwei Spieltagen der Ball. Für die drei abstiegsgefährdeten Teckvereine eine der letzten Chancen, dringend benötigte Punkte zu sammeln.

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Am schwersten wird es dabei für die Sportfreunde aus Dettingen, die morgen Abend um 19.30 Uhr Spitzenreiter 1. FC Frickenhausen empfangen und vier Tage später beim VfL Kirchheim antreten müssen. Für den Dettinger Spielertrainer Robin Jaksche sind das zwei Bonusspiele: „Wenn wir hier nichts holen, wäre das kein Beinbruch.“ Viel wichtiger, das weiß er, sind die Begegnungen in den darauffolgenden Wochen, wenn es gegen die direkten Kontrahenten im Abstiegskampf geht. An der Anfangsformation wird sich gegenüber der letzten Begegnung, dem 0:0 in Denkendorf, wenig ändern. Von den verletzten Spielern steht noch keiner zur Verfügung.

Auf der Berghalbinsel in Hochwang und Erkenbrechtsweiler sind die Fronten geklärt. Dieter Hiller wird ein weiteres Jahr Trainer bei der SGEH bleiben. „Wir sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden“, sagt Abteilungsleiter Sven Laderer, „deshalb stand es außer Frage, mit ihm den Vertrag zu verlängern.“ Nach einer anstrengenden englischen Woche mit drei Niederlagen hat die Pause am vergangenen Wochenende der Mannschaft gut getan. „Wir haben Kraft getankt und einige Verletzte wieder zurück im Kader“, sagt Hiller, der keines der beiden Spiele morgen in Nürtingen und zu Hause gegen den FV Neuhausen verlieren darf. „Wir brauchen gegen beide Gegner mindestens vier Punkte“, rechnet der Trainer vor. Besser mehr: Mit zwei Siegen über Ostern könnte die SGEH den Abstiegsrelegationsplatz verlassen. Hiller ist zuversichtlich: „Wir sind auf einem guten Weg.“

Auch Neidlingens Spielertrainer Patrick Kölle hat sich 2019 anders vorgestellt: „Wir wollten eigentlich Mitte April eine sorgenfreie Runde spielen.“ Stattdessen stecken er und seine Mannschaft nach nur sieben Punkten aus den letzten neun Spielen mitten im Abstiegskampf. „Wir sind selber schuld. Unsere schwankenden Leistungen haben dazu geführt, dass wir jetzt hinten drin stehen“, sagt Kölle. Dass ihm in den letzten Spielen nur zwölf Feldspieler zur Verfügung standen, war mit ein Grund. Nun muss der Neidlinger Coach mit Heiko Kölle (Muskelfaserriss) auch noch auf seinen Abwehrchef verzichten. Es hilft alles nichts: „Wir müssen Punkte holen und dürfen zumindest nicht verlieren“, sagt der Trainer. Einfach wird das nicht. Morgen Abend ist der TVN beim Tabellenfünften 1. FC Donzdorf zu Gast, am Ostermontag geht es zu Hause gegen den Tabellendritten TSV Deizisau.

VfL schielt auf Platz vier

Eitel Sonnenschein herrscht dagegen beim VfL Kirchheim vor den Partien in Neuhausen und daheim gegen Nachbar Dettingen. Noch keine Niederlage 2019 - für Trainer Michel Forzano hat die Erfolgsserie zwei Gründe: „Zum einen eine voll besetzte Bank, zum anderen setzen seine Jungs das um, was er verlangt. Dazu kommt die Verpflichtung von Sasa Lukic, der nach der Winterpause eingeschlagen hat. „Wir hatten in der Vorrunde keinen gelernten Innenverteidiger“, sagt Forzano. „Sasa gibt der Abwehr jetzt den nötigen Halt.“ Jetzt spekulieren die Kirchheimer darauf, am Ende vielleicht noch Platz vier zu erreichen.

Sportfreunde blicken auf die Landesliga

Nur mithilfe des TSV Weilheim und des TSV Bad Boll hat Dettingen noch eine realistische Chance auf den Klassenerhalt in der Bezirksliga. Sollten beide Landesliga-Teams den Klassenerhalt schaffen, könnten sich die Sportfreunde über die Relegation noch retten, denn dann würde der 14. Tabellenplatz, auf dem Dettingen momentan steht, für die Relegation berechtigen.

Der Zweitplatzierte aus der Kreisliga A, Staffel 1, spielt am 14. Juni in der Relegation gegen den Nicht-Absteiger aus der Bezirksliga. Einen Tag später stehen sich dann die Zweitplatzierten aus den Staffeln 2 und 3 gegenüber. Die Sieger beider Begegnungen spielen am 22. Juni um den letzten freien Platz in der Bezirksliga. kdl