Fussball Bezirksliga

Trainersturz - und Cseri sieht rot

Bezirksliga Der VfL siegt in Unterzahl. Die SF Dettingen plagt Verletzungspech.

Die Spieler des VfL waren gegenüber den Denkendorfern immer einen Schritt schneller.
Die Spieler des VfL waren gegenüber den Denkendorfern immer einen Schritt schneller.

Kirchheim. Vier Teckvereine in der Bezirksliga, nur ein Sieger. Aber der sorgte für gute Laune. Der VfL Kirchheim war, trotz 48 Minuten in Unterzahl, gegen Denkendorf in allen Belangen überlegen und nagelte den Aufsteiger mit 3:0 an die Wand. Der ersatzgeschwächte TV Neidlingen erkämpfte sich in Neuhausen einen verdienten Punkt. Dagegen schwächelt die SG Erkenbrechtsweiler/Hochwang weiter, während dem nach wie vor punktlosen Neuling SF Dettingen das Pech haufenweise an den Kickstiefeln klebt.

Anzeige

Im Heimspiel gegen Nellingen rückten schon in der ersten Halbzeit Notarzt und Krankenwagen an. In der 13. Minute verletzte sich der 19-jährige Nico Turzo an der Schulter - Schlüsselbein gebrochen. Der für ihn eingewechselte Tom Kern, ebenfalls gerade der Jugend entwachsen, bekam einen Schlag gegen den Kopf. Er blieb liegen, berappelte sich, taumelte ein paar Schritte und schied endgültig aus. Ärztliche Diagnose: Gehirnerschütterung. Beide wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Die beiden Youngster - nach den Dauerverletzten Robin Jaksche, Joachim Weber und Felice Galeota die nächsten Ausfälle auf Zeit. Unter diesen Umständen war die Leistung des Tabellenletzten gegen einen Gegner aus dem ersten Drittel noch äußerst bemerkenswert. Die Rothemden drehten bis zur Pause einen 1:2-Rückstand in eine 3:2-Führung. „Schade, in den letzten zehn Minuten ist uns das Spiel entglitten“, befand Spielleiter Thomas Beller. Fügte aber hinzu: „Die Tendenz geht nach oben. Wenn wir so weitermachen, ist nächsten Sonntag gegen Neidlingen etwas drin.“

Der kommende Gegner war in Neuhausen ebenfalls ersatzgeschwächt. Sie spielten ohne sieben - vier Verletzte, drei Urlauber. Dennoch reichte es zu einem leistungsgerechten Unentschieden auf den Fildern. „Wir haben unsere defensive Stabilität wiedergefunden“, freute sich Spielertrainer Patrick Kölle. Die Abwehr hielt die 1:0-Führung durch seinen Bruder Heiko 40 Minuten lang, ehe Marlon Schnabl den Ausgleichstreffer markierte.

In den letzten zehn Minuten lieferten sich die beiden Mannschaften einen Schlagabtausch, ohne Ergebnisänderung. Patrick Kölle: „Unter den Voraussetzungen bin ich mit dem Spiel und dem Resultat sehr zufrieden.“

Nur Strahlemänner gab’s diesmal an der Jesinger Straße in Kirchheim. Der VfL dominierte über seinen Gegner in allen Belangen. Aufsteiger TSV Denkendorf konnte von Glück sagen, nicht höher verloren zu haben. Und das obwohl er fast die gesamte zweite Halbzeit mit einem Mann mehr bestritt. Wegen dieses Vorfalls: Dominik Cseri und TSV-Trainer Thorsten Schöllkopf rangelten an der Seitenlinie um den Ball. Dabei flog Schöllkopf über eine Sprudelkiste. Der Schiri zückte für den VfL-Spieler sofort die Rote Karte. Bis dahin führten die Blauen schon mit 2:0. Das erste Tor besorgte der spätere Sünder in der 27. Minute. Zehn Minuten danach traf Tekin Sidal die Latte und Samuel Bosler staubte ab. Ungeachtet des personellen Handicaps stürmte Kirchheim nach der Pause munter weiter, begnügte sich jedoch trotz drückender Überlegenheit mit einem dritten Treffer. Abteilungsleiter Oliver Klingler: „Das Ergebnis hätte viel höher ausfallen können. Es war ein wichtiger Sieg, um wieder in die Spur zu kommen.“

Ins letzte Tabellenviertel abgerutscht ist die SGEH durch die 0:3-Heimpleite gegen SGM T/T Göppingen. Dennoch war ein leichter Aufwärtstrend gegenüber der 0:3-Schlappe vor einer Woche in Köngen zu erkennen. Die Älbler hielten lange mit. Erst als ein Sonntagsschuss, ein 35-Meter-Freistoß, zum 0:2 in den Torwinkel einschlug, war die Luft aus dem SGEH-Spiel. Die Abwehr stand auch ohne den gelb-rot gesperrten Ingo Schäfer stabil. Was fehlte, war die Durchschlagskraft im Angriff. „Wir hatten bisher lauter dicke Brocken. Wir wussten, dass die ersten Wochen hart werden. Aber wir lassen uns deswegen nicht verrückt machen“, so Abwehrspieler und Pressesprecher Florian Lanuzza.ks