Fussball Bezirksliga

„Wir haben aus dem Fauxpas gelernt“

Fußball In Weilheim und Eislingen üben sich die Verantwortlichen nach dem Punkt-Flop in Selbstkritik.

Blau-rotes Fehlerfestival: Eislinger und Weilheimer haben sich in ihrem Bezirksligaduell jeweils einen großen Lapsus erlaubt. Fo
Blau-rotes Fehlerfestival: Eislinger und Weilheimer haben sich in ihrem Bezirksligaduell jeweils einen großen Lapsus erlaubt. Foto: Riedl

Weilheim. Die mit null Zählern sowie 0:3-Toren für beide Teams gewertete Bezirksliga-Partie zwischen dem TSV Weilheim und dem FC Eislingen (wir berichteteten) sorgt weiter für Gesprächsstoff. Eine Verkettung unglücklicher Umstände verschaffte den Teams das Negativerlebnis.

So hatte der TSV Weilheim am 13. September zunächst in der vorgeschalteten Kreisligapartie der „Zweiten“ A-Junior Haris Seferovic eingewechselt, der beim 2:1-Sieg sogar die entscheidenden Treffer erzielte. Im darauffolgenden Match gegen Eislingen wurde der Torjäger in der 75. Minute eingewechselt, um ihm laut Klub- angaben „weitere Spielpraxis“ zu verschaffen - ein fataler Fehler: Jugendspieler dürfen im Aktivenbereich am selben Tag nicht mehrfach eingesetzt werden. Auch weil der in der Spielordnung bestens bewanderte TSVW-Spielleiter Armin Sigler im Urlaub weilte, fiel den anderen Weilheimern der Verstoß nicht auf. „Das müssen wir eingestehen“, zeigt sich TSVW-Chefcoach Benjamin Geiger selbstkritisch.

Zu warm für Regelkunde?

Selbst den Eislingern fiel der gegnerische Fauxpas zunächst nicht auf. Sie leisteten sich wenige Minuten später ihren eigenen Fehler, als sie zum fünften Mal wechselten, obwohl nur vier Mal erlaubt sind. „Es war warm, so etwas passiert dann im Eifer des Gefechts“, lässt FCE-Sprecher Thomas Rupp die Ereignisse mit einem Schuss Humor Revue passieren.

Bereits kurz nach Spielende sei den Eislingern ihr Wechselfehler bewusst geworden, auch weil der Schiedsrichter das Fünffachauswechseln im Spielbericht korrekt vermerkt hatte. Bezirksliga-Staffelleiter Günther Friess leitete folglich die Schiedsrichter-Information ordnungsgemäß ans Bezirkssportgericht weiter.

Unterdessen hatten die Eislinger Wind vom zunächst unbemerkten Weilheimer Flop bekommen und legten deshalb gegen die Wertung der Partie Einspruch ein. „Wir hofften auf ein Wiederholungsspiel“, sagt Thomas Rupp offen. Doch für ein selbiges bestand zu keiner Zeit eine Grundlage. „Die Fakten sind klar“, unterstreicht Günther Friess, Wiederholungsspiele seien in Fällen wie dem doppelten Einsatz eines A-Juniorenspielers nicht vorgesehen.

Einigkeit herrscht in Weilheim und Eislingen nach dem kleinen Desaster in einem Punkt. „Wir haben aus dem Fauxpas gelernt“, heißt es unter der Limburg wie an der Fils. Reimund Elbe

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