Fussball Bezirksliga

„Wir spielen auf Sieg“

Fußball Der VfL Kirchheim geht angriffslustig ins Bezirksliga-Gipfeltreffen beim TSV Deizisau, das am Sonntag rund 300 Zuschauer in die Hintere Halde locken soll. Von Klaus Schlütter

Jubel in gelb - ob der VfL auch nach dem Spitzenspiel am Sonntag in Deizisau feiern kann? Foto: Genio Silviani
Jubel in gelb - ob der VfL auch nach dem Spitzenspiel am Sonntag in Deizisau feiern kann? Foto: Genio Silviani

Mit einem dicken Ausrufezeichen endet das Fußballjahr 2019 in der Bezirksliga Neckar/Fils: TSV Deizisau (32 Punkte) gegen VfL Kirchheim (31), Erster gegen Zweiter - oder gerne auch umgekehrt. Denn bei einem Spiel weniger stehen die „Blauen“ relativ besser da und können mit einem Sieg auf der Hinteren Halde als Tabellenführer überwintern.

Der VfL geht mit viel Selbstvertrauen in diesen Hit. „Wir spielen auf Sieg“, verkündet Trainer Michel Forzano mit breiter Brust. Nachvollziehbar nach dem erfolgreichen Verlauf der Hinrunde mit 13 Spielen hintereinander ohne Niederlage. „Die Mannschaft hat sich stark entwickelt. Wir haben vieles richtig gemacht“, folgert Spielleiter Oliver Klingler.

Das gilt jedoch auch für den Gegner. „Wir sind in der Offensive nur schwer ausrechenbar und in der Defensive lassen wir wenig zu“, betont Klinglers Kollege auf Deizisauer Seite, Thomas Stiehl. Wobei das 6:0 zuletzt bei Schlusslicht Rechberghausen für ihn „kein Gradmesser“ war. Am Sonntag werde auf Kunstrasen vor erwarteten 300 Zuschauern wohl die Tagesform entscheiden.

Deizisau hat vier Trümpfe, die jederzeit in der Lage sind, zu stechen. Allen voran der Deutsch-Senegalese Alassane „Alu“ Braun, geboren in Südbaden. Mit zehn Toren und zwölf Vorlagen der effektivste Stürmer. Yannik Cerven und Marian Hafner haben je neunmal getroffen, Egemen Altidil neun Torvorlagen serviert. Übertroffen werden alle jedoch vom Kirchheimer Sturmtank Meksud Colic, der mit 15 Treffern die Torschützenliste anführt, obwohl er verletzungsbedingt vier Wochen fehlte. Für Felix Hummel stehen bisher acht Tore zu Buche, für Samuel Bosler sieben, aber auch sieben Vorlagen.

Nach langer Verletzungspause (Haarriss am Schienbein) greift Dominic Cseri erstmals wieder ins Geschehen ein. Dafür muss Forzano weiter auf Tim Sternemann (Muskelfaserriss) und den gesperrten Sasa Lukic (vier Spiele wegen Schiedsrichter-Beleidigung) verzichten.

Weilheim sortiert Kara aus

Ebenfalls um einen Sünder ging es diese Woche beim TSV Weilheim. Der Spieler Batunhan Kara war, wie berichtet, gegen die SGEH aus der Rolle gefallen. Er hatte einen Linienrichter im Streit um einen Einwurf per „Kopfnuss“ zu Boden gestreckt. Eine unentschuldbare Aktion, meinten die zuständigen Gremien im Verein und entschieden einstimmig, den 19-Jährigen vom TSV auszuschließen.

Kara fehlt schon in Neckartailfingen, wo Weilheim die 1:3-Hinspielpleite wettmachen will. „Das wird kein Selbstläufer, aber die Mannschaft ist gierig geworden. Wir wollen den Schwung mitnehmen und mit einem Sieg den Blick weiter nach oben richten“, sagt Trainer Benjamin Geiger.

TVN peilt Platz fünf an

Ebenfalls auf Wiedergutmachung aus ist der TV Neidlingen auf dem Stumpenhof in Plochingen. Hatte er doch im Hinspiel eine bittere 0:5-Klatsche kassiert. Spielertrainer Patrick Kölle träumt davon, mit einem Sieg auf Platz fünf oder sechs zu überwintern: „Im Mittelfeld der Tabelle ist es ganz eng. Jeder kann jeden schlagen.“ Erstmals steht Lukasz Majowski als Joker zur Verfügung. Er war zwar im Oktober aus Jebenhausen gekommen, musste laut Statuten aber ein halbes Jahr Wechselsperre absitzen, weil er im Juni noch für den alten Verein gespielt hatte.

SGEH: Einschwören mit Pizza

Eine rasante Talfahrt hat die SGEH hinter sich - von Rang drei am siebten Spieltag auf den elften aktuell. Abwehr- und Pressemann Florian Lenuzza führt das auf die vielen Verletzten mit der daraus resultierenden schwachen Trainingsbeteiligung und fehlendem Rhythmus zurück. Gegen Nellingen ist die Wende angesagt. Darauf hat sich die Truppe gestern beim gemeinsamen Pizzaessen nach dem letzten Training eingeschworen.

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