Fussball Bezirksliga

Zu Erntedank gibt‘s reichlich Ernte

Fußball-Bezirksliga Zwei Siege für den VfL Kirchheim und den TV Neidlingen sowie zwei Unentschieden der SGEH und des TSV Weilheim sorgen für eine positive Bilanz der Teckvereine. Von Klaus Schlütter

Auf und davon: Kevin Rieke erzielte beim 5:5 der SGEH gegen Neuhausen alle Treffer für die Sportgemeinschaft von der Albhochfläc
Auf und davon: Kevin Rieke erzielte beim 5:5 der SGEH gegen Neuhausen alle Treffer für die Sportgemeinschaft von der Albhochfläche. Foto: Markus Brändli

Die vier Teckvereine haben am Erntedankfest eine reiche (Punkte-)Ernte in der Fußball-Bezirksliga gehalten. Zwei Siege für den neuen Tabellenzweiten VfL Kirchheim und „Wundertüte“ TV Neidlingen, zwei Unentschieden für den TSV Weilheim und die SG Erkenbrechtsweiler-Hochwang ergaben insgesamt acht von zwölf möglichen Zählern aufs Punktekonto des Lokal-Quartetts.

Das verrückteste Spiel lief auf der Berghalbinsel. 5:5 hieß es nach 90 heißen Minuten - wie vor 45 Jahren zwischen Schalke und Bayern München mit vier Toren von Gerd Müller oder Eintracht Frankfurt und VfB Stuttgart in derselben Saison. Diesmal erzielte einer sogar fünf Treffer auf einen Schlag: SGEH-Knipser Kevin Rieke. Drei davon per Elfmeter.

In der Offensive überzeugten die Älbler wie zuletzt beim 3:1 gegen Deizisau. Dagegen schlichen sich im Spiel nach hinten individuelle Fehler ein. „Zu viele“, wie Trainer Dieter Hiller meinte. Sein zweiter Kritikpunkt: „Wir müssen eine bessere Balance finden.“ Gemeint ist der eklatante Unterschied zwischen Heimstärke und Auswärtsschwäche. 13 Punkte erkämpfte die SGEH im heimischen Hardtwaldstadion, nur einen Zähler in der Fremde.

VfL zum fünften Mal „zu null“

Egal, ob zuhause oder auswärts, beim VfL Kirchheim läufts zurzeit überall wie geschmiert. Das 3:0 in Kuchen war schon das dritte „zu null“ hintereinander und das fünfte insgesamt. Trainer Michel Forzano bescheinigte seiner Mannschaft eine starke Leistung: „Die Umstellung vom Kunstrasen zuhause auf den tiefen Rasenplatz ist uns gut gelungen. Wir hätten bis zur Pause noch zwei, drei Tore mehr machen können. In der zweiten Halbzeit haben wir Tempo raus genommen.“ Geschuldet war das auch den Verletzungen von Ammar Memic (Oberschenkelzerrung) und Dominik Cseri (Knieprobleme).

Der VfL hat nun sechsmal in Folge nicht mehr verloren und sich dank der Schützenhilfe des TSV Deizisau, der Spitzenreiter FC Eislingen in dessen Stadion 3:1 düpierte, auf Rang zwei vorgearbeitet. Die „Blauen“ belohnen sich dafür am heutigen Montag mit einem Besuch des Cannstatter Volksfests.

TVN mit starkem Endspurt

In die Erfolgsspur zurückgekehrt ist der TV Neidlingen nach dem indiskutablen Auftritt am Donnerstag im Derby gegen Weilheim (0:1). In einer starken Endphase brachte die Truppe von Spielertrainer Patrick Kölle in Nellingen mit 5:2 den dritten dreifachen Punktgewinn in der zweiten Englischen Woche unter Dach und Fach. Je zweimal knipsten Nils Faustmann und Lukas Pflüger, einmal der Spielertrainer.

Die Partie begann mit einem Elfmeter-Schock für die Gäste. „Sehr fragwürdig. Für mich wars ein normaler Zweikampf“, meinte Kölle. Aber der TVN fing sich rasch und verwandelte das 0:1 bis zur Halbzeit in eine 2:1-Führung. Die Hausherren kamen mit Wut im Bauch aus der Kabine, setzten den Gegner zehn Minuten gewaltig unter Druck. Neidlingen überstand die kritische Phase, schlug zum 1:3 zurück und danach war das Spiel so gut wie gelaufen. Von den nun 19 TV-Toren gehen 16 auf die Offensiv-Abteilung und verteilen sich auf Faustmann (7), Pflüger (5), und Kölle (4).

Weilheimer „zu schlampig“

Zum letzten Mal standen sich der TSV Weilheim und der FC Donzdorf vor sieben Jahren gegenüber, damals in der Landesliga. Seinerzeit gewann Weilheim 2:0. Gestern hieß es wieder 2:0 für die Platzherren durch zwei Tore von Salih Egrlic, aber das war nur das frühe Zwischenergebnis, das am Ende keinen Bestand mehr hatte. Mit einer Doublette glich Martin Stahl für Donzdorf aus und die beiden alten Rivalen trennten sich friedlich-schiedlich unentschieden.

Zu wenig für Weilheim, um den angestrebten Marsch ins Mittelfeld fortzusetzten. „Wir haben gut angefangen, aber dann zu schlampig kombiniert. Letztlich war es ein gerechtes Unentschieden“, urteilte Trainer Benny Geiger. Abteilungsleiter Paul Schrievers nickte zustimmend: „Es war ein ordentliches, aber kein gutes Spiel. Vielleicht wäre mehr drin gewesen. Aber unsere Viererkette wurde oft allein gelassen. Das war der Knackpunkt.“

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