Fussball Bezirksliga

Zum Abschied schaut nochmals der Dino vorbei

Fußball-Bezirksliga Die Teck-Teams gehen stressfrei in den vorletzten Spieltag. Der VfL und TVN können dabei aber noch indirekt den Abstiegskampf beeinflussen. Von Reimund Elbe

Der Abstieg steht bevor: Yannick Frick (Mitte) und die SF Dettingen haben noch 180 Minuten Bezirksliga vor der Brust.Foto: Carst
Der Abstieg steht bevor: Yannick Frick (Mitte) und die SF Dettingen haben noch 180 Minuten Bezirksliga vor der Brust. Foto: Carsten Riedl

Noch zwei Spieltage in der Fußball-Bezirksliga, und langsam beginnt das erste Bilanzieren. Drei der vier Teck-Teams gehören auch kommende Runde der lokalen Fußball-Beletage an. Die SF Dettingen allerdings nicht mehr. So gut wie unausweichlich der Abstieg, das sonntägliche Spiel gegen den TSV Neckartailfingen bedeutet deshalb für das heimische Publikum mal wieder einen vorläufigen Abschied von der Bühne im Bezirks­oberhaus.

Dabei duellieren sich die Sportfreunde mit einem Kontrahenten, welcher ein Musterbeispiel für Kontinuität darstellt. Fast 15 Jahre dauerhafte Liga-Zugehörigkeit stellen ein Novum in hiesigen Gefilden dar, auch das neue Ticket für die Runde 2019/20 hat sich der TSV Neckartailfingen längst gesichert. Aktuell verstärken sich die Liga-Dinos vom Neckarstrand fleißig mit talentierten Kickern. So kommt unter anderem ein Trio mit Landesligaerfahrung vom taufrischen Bezirksligameister FC Frickenhausen: Ben Twardygrosz, Darius Stehling und Samuel Schöner. „Der überraschende Sieg der Dettinger in Rechberghausen vom vergangenen Sonntag zeigt, dass sich die Sportfreunde ehrenvoll verabschieden wollen“, mutmaßt TSVN-Sprecher Dieter Hiemer vor dem Aufeinandertreffen. „Wir wollen auf jeden Fall die Konzentration hoch halten“, ergänzt Trainer Alberto Guillen - auch, weil rechnerisch noch Tabellenplatz sechs möglich erscheint. Aus dem Hinspiel haben die Dettinger jedenfalls noch eine Rechnung offen. Da setzte es nämlich ein 2:11-Debakel für die Sportfreunde.

SGEH lässt die Runde ausklingen

Sauber ihr Problem gelöst hat in den vergangenen Wochen die SGEH. Aus Vorrunden-Frust wurde in der Rückrunde Fußball-Lust. Das überlebensnotwendige 3:2 in Donzdorf verschaffte dem Team von der Alb vergangenen Sonntag schlussendlich Planungssicherheit. „Die Mannschaft hat in Donzdorf die letzten Körner rausgehauen“, veranschaulicht SGEH-Trainer Dieter Hiller, deshalb ordnete er lediglich ein leicht dosiertes Training unter der Woche an. Gegen Deizisau soll nun daheim ein munteres Match folgen. Der TSV gehört zu jener Gruppe von Spitzenteams, die am Ende der Runde gemeinsam in die Röhre schauen. Sowohl Deizisau (4.), als auch Donzdorf (3.) und Nellingen (5.) tummelten sich monatelang am Rande des Aufstiegsrelegationsplatzes. Auf diesem jedoch liegt seit dem elften Spieltag felsenfest der TSV Köngen. Für das Fuchsgruben-Team beginnt mit dem Auswärtsmatch bei der SGM T/T Göppingen die heiße Phase vor dem Relegationseinstieg am 12. Juni.

Zweimal Zünglein an der Waage

Mehr als Tabellenplatz sechs ist für den VfL Kirchheim nicht mehr drin. Und doch tragen die Teckstädter am Sonntag große Verantwortung. Gegner FTSV Kuchen braucht Zähler, um den Relegationsplatz abzusichern. Für den FTSV würde es die zweite Relegation binnen eines Jahres bedeuten. Das 4:1 gegen den VfB Oberesslingen/Zell sorgte vergangenen Juni für den Bezirksligaverbleib. Die Vorzeichen stehen gut: Gegenüber dem TSV Denkendorf hat der FTSV Kuchen fünf Punkte Vorsprung.

Der TV Neidlingen spielt dabei ebenso wie der VfL das Zünglein an der Waage. Siegt das Team von Patrick Kölle übermorgen, schickt es Gegner TSV Denkendorf in die Kreisliga A. Für den Tabellenletzten FV 09 Nürtingen verkörpern die vergangenen zwei Jahre einen fußballerischen Super-Gau, mit einem freien Fall von der Landesliga in die Kreisliga A. „Die Jungs haben die Runde abgeschlossen“, sagt der scheidende Trainer Ioannis Tsapakidis mit einem Anflug von Resignation vor dem letzten Heimspiel.

Anzeige