Fussball Kreisliga A

Ab jetzt beginnt die Akklimatisierung

Kreisliga A Absteiger SF Dettingen startet bei einem heimstarken Liga-Einsteiger in die Runde.

Coskun Isci trifft auf einen alten Weggefährten. Foto: Markus Brändli
Coskun Isci trifft auf einen alten Weggefährten. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Da waren‘s nur noch vier: Morgen startet die Teckregion mit einem Kreisliga-A-Team weniger in die Runde als noch in der Spielzeit zuvor. Siesta- statt Stressmodus heißt es dabei gleich für eine Mannschaft: Aufsteiger TSV Weilheim II ist spielfrei. Während das Team von Robert Walter die Liga-Rückkehr erst in neun Tagen per Heimpartie gegen den TSV Jesingen offiziell einleitet, dürfen Bezirksliga-Absteiger SF Dettingen und die aus der Vorsaison in der Liga verbliebenen SV Nabern und TSV Jesingen sofort ran.

Die SFD haben dabei das einzige Auswärtsmatch des Trios. Der Zielort allerdings ist ein „neuer“: Der TSV Harthausen, Vizemeister der A1 und anschließend in der Relegation gescheitert, wechselte in die A2. „Wir wollen trotz des Staffelwechsels vorne mitspielen“, gibt Alexander „Sascha“ Gavranovic unverblümt die Marschroute aus. Womöglich benötige sein Team allerdings etwas Zeit, um sich im neuen Umfeld zu akklimatisieren.

Akklimatisieren - ein gutes Stichwort auch für die Sportfreunde: Der Fall in die Kreisliga war zunächst ein Stimmungskiller. Doch der Abstieg führte zu nicht allzu größerem Schaden: Fast alle Akteure des Kaders blieben an Bord. „Wir wünschen uns vor allem weniger Verletzungspech“, sagt SFD-Spielertrainer Robin Jaksche. Der einstige Oberligakicker weiß, wovon er spricht. Nach einem Kreuzbandriss machte der 31-Jährige beim Teckbotenpokal-Turnier in Neidlingen wieder erste Schritte auf dem Rasen. Die Harthausener stellen gleich zu Beginn ein Gegner auf Augenhöhe dar. Zusätzliche Warnung: Der TSV gewann in der vergangenen Runde alle 14 Heimpartien.

Der SV Nabern empfängt zum Auftakt den TV Bempflingen. Dass die Gäste mit breiter Brust nach Nabern kommen, unterstreichen die selbstbewusste Töne von TV-Spielleiter Vladimir Plesa: „Letzte Saison haben wir den Start verkorkst und deshalb unser Ziel nicht erreicht.“ Naberns Trainer Marcel Geismann steht vor dem Duell lediglich ein stark dezimierter Kader zur Verfügung. „Rund zehn Spieler sind im Urlaub“, sagte er. Den Urlaubern habe das Trainerteam im Übrigen kein spezielles Fitnessprogramm verordnet. „Alle wissen, dass sie nur spielen, wenn sie fit sind, von daher mache ich mir keine Sorgen, dass die Spieler im Urlaub etwas für die Fitness tun.“ Kraft ziehen die Naberner aus dem erfolgreichen Teckbotenpokal-Turnier. „Wir haben viel Schwung und Positives mitgenommen“, sagt Geismann.

Der TSV Jesingen eröffnet die Spielzeit zu Hause gegen den TB Neckarhausen. „Unser Kader wurde punktuell verstärkt“, bilanziert TSV-Trainer Danell Stumpe die Transferphase. Nun wollen die „Gerstenklopfer“ die „nächste Stufe erreichen und zwischen Platz drei und sechs mitspielen“. Reimund Elbe

Wiedersehen mit Gavranovic

Der 31. August 2003 war sowohl für Trainer Alexander „Sascha“ Gavranovic als auch für den damaligen Jung­spund Coskun Isci einer der größten Tage ihrer fußballerischen Laufbahn: Damals trafen sie mit dem VfL Kirchheim als frischgebackener WFV-Pokalsieger in der ersten Runde des DFB-Pokals auf Hannover 96. „Es war eine sehr schöne Zeit. Vor allem freute mich, dass mir ‚Sascha‘ damals das Vertrauen in diesem Spiel gab“, erinnert sich Isci an den Sommertag, der mit einer 0:3-Niederlage plus guter VfL-Vorstellung in die lokalen Sportgeschichtsbücher einging.

Morgen kommt es zum Wiedersehen der beiden. Coach Gavranovic trifft mit dem TSV Harthausen auf die SFD. Ob Spielertrainer Isci dabei auf oder neben dem Platz steht, bleibt wegen Oberschenkelproblemen aber noch offen. „Ich freue mich auf das Wiedersehen, zumal wir uns in den vergangenen Jahren nicht mehr gesehen haben“, so der einstige Mittelfeldakteur des VfL.rei

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