Fussball Kreisliga A

Bei Catania fehlt es an der Einstellung und am Können

Fußball-Kreisliga A Pressewart Köhler kritisiert die Spieler des Vorletzten und nimmt sie in die Pflicht.

Fußball
Symbolbild

Kirchheim. Für die Teckvereine lief es am gestrigen Spieltag in der Kreisliga A durchwachsen. Besonders Catania Kirchheim wird nach dem 0:9 gegen den TSV Oberboihingen seine Wunden lecken müssen. Es fehlt an der Einstellung und teilweise am Können, beklagte Catanias Pressewart Thomas Köhler.

Anzeige

Der SV Nabern gewann zuhause mit 2:0 (1:0) gegen die Spvgg Germania Schlaitdorf und machte damit die 0:4-Scharte vom Sonntag gegen den Tabellendritten TSV Grötzingen wieder wett. Für die Teckteams-Teams nahe der Abstiegsränge, TSV Ötlingen, TSV Jesingen, und eben Catania Kirchheim, lief es dagegen mit Niederlagen schlecht. In der nächsten Partie wird Catania auf den TV Bempflingen mit derzeit Tabellenplatz 14 treffen, während es Jesingen und Ötlingen mit starken Teams aus Nabern und Nürtingen zu tun bekommen. Patzen sie und Catania erneut, dann würde Bempflingen vorbeiziehen und drei Teckteams auf Relegations- und Abstiegsplätze verdrängen.

 

AC Catania Kirchheim - TSV Oberboihingen 0:9 (0:2): Etwas wortkarg kommentierte Catanias Pressewart Thomas Köhler den Spielverlauf beim 0:9 mit: „In der ersten Hälfte war es noch ganz passabel.“ Nach dem Seitenwechsel brach Kirchheim jedoch vollkommen ein. Catania stand anfangs noch defensiv und tief. „Aber dann haben wir sie geknackt“, sagte Oberboihingens Coach Patrick Müller. Spätestens ab dem 3:0 gab es keine große Gegenwehr mehr von Kirchheim. „Es fehlt an der Einstellung und bei manchen am Können“, beklagte Köhler. Dass mit dem Tabellenvierten ein starker Gegner aufgelaufen war, sei da egal: „Ohne Gegenwehr wäre es auch bei einem schwächeren Gegner 0:9 ausgegangen.“ Tore: 0:1 Dennis Bosch (32.), 0:2 Alexander Ehrlich (44.), 0:3 Bosch (47.), 0:4 Simon Herthneck (48.), 0:5 Michael Luik (54.), 0:6 Ousman Saidy (58.), 0:7 Luik (63.), 0:8 Fredi Kromer (78.), 0:9 Luik (79.).

 

TSV Ötlingen - TB Neckarhausen 0:1 (0:1): „Wir haben uns ein dummes Tor selbst reingemacht“, beklagte Ötlingens Coach Benedetto Savoca. Innenverteidiger Robin Mosolf wollte an Jeeper Timo Hohensteiner zurückpassen - und spielte TBN-Spieler Thomas Lang direkt in die Füße. Der ließ sich nicht lumpen und verwandelte die Chance. „Bis dahin wollten die eigentlich gar nichts von uns“, sagte Savoca. Auch nicht danach. Die Partie blieb ohne Tempo, mit wenigen Chancen und unkreativ. Neckarhausen mauerte und Ötlingen glänzte währenddessen nicht gerade, beklagte der Trainer. „Ein 0:0 wäre angemessen gewesen. Einen Sieger hat so ein Spiel nicht verdient.“ Tor: 0:1 Thomas Lang (25.).

 

SPV 05 Nürtingen - TSV Jesingen 2:0 (0:0): Gegen den Tabellenführer hat der TSV Jesingen lange mitgehalten - und das, obwohl zu vier verletzten Stammkräften noch kurzfristig zwei erkrankte Spieler ausfielen. In der ersten Hälfte hielt Jesingen gut dagegen, lobte Trainer Danell Stumpe. „Dann ging uns irgendwann die Kraft aus.“ Folgerichtig fiel das erste Tor der Partie erst in der 56. Minute durch den Nürtinger Deniz Turan. Stumpe spekulierte, dass Jesingen mit kleinerem Lazarett ein 0:0 gehalten hätte, auch wenn er Nürtingen sehr stark einschätzt. „Die spielen noch lange vorne mit oder schaffen sogar den Aufstieg“, war sich Jesingens Coach sicher. Tore: 1:0 Deniz Turan (56.), 2:0 Amadou Minteh (66.).

 

SV Nabern - Spvgg Germania Schlaitdorf 2:0 (1:0): Mit einem starken Auftritt hat sich Nabern gegen Schlaitdorf präsentiert. „Ich kann keinen Spieler speziell nennen, die ganze Mannschaft hat Leistung gezeigt“, betonte Co-Trainer Marcel Geismann. Zwar war der Ballbesitz laut Geismann etwa gleichmäßig auf beide Teams verteilt, der Tabellenachte dominierte die Partie aber spielerisch. „Schlaitdorf hatte keine nennenswerten Chancen“, so der Co-Trainer. Eine einzige brenzlige Situation gab es kurz vor der Pause, als Naberns Torhüter Marco Kunze einen hohen Ball fallen ließ. Am Sonntag hatte der SVN noch mit 0:4 gegen den Tabellendritten Grötzingen verloren, „nun haben wir die Wut in Energie umgewandelt. Wir wollten die verlorenen Punkte unbedingt wieder holen“. Tore: 1:0, 2:0 Tony Kuke (10., 59.).

 

TV Unterboihingen - TSV Grafenberg 1:2 (1:1): Für Unterboihingen war die Begegnung trotz der Niederlage „eines unserer besten Spiele“, lobte Spielleiter Christian Hiergeist. Doch auch der Gegner war stark und hatte hochkarätige Chancen, „es war ein Spitzenspiel von beiden Seiten“. Der Tabellenzweite hatte den besseren Anfang und legte früh vor, doch Unterboihingen glich kurz darauf wieder aus. Bis zur Halbzeit verpasste der TVU-Torschütze Jonas Pfisterer sogar noch zwei weitere Großchancen. Kurz nach dem Seitenwechsel konterte Grafenberg zum 2:1-Endstand und spielte fortan sehr defensiv. Dem Tabellenfünften fehlte etwas die Kaltschnäuzigkeit, um das Bollwerk zu knacken. „Wir hatten Chancen, aber es war schwer und wir wollten es teilweise zu schön machen“, sagte Hiergeist. Tore: 0:1 Frieder Geiger (11.), 1:1 Jonas Pfisterer (17.), 1:2 Daniel Stemmer (51.).

 

TSV Altdorf - TSV Grötzingen 6:2 (3:1): Altdorf dominierte den Tabellendritten von Anfang an. „Wir waren auf jeden Fall die klar bessere Mannschaft“, sagte der Pressewart der Hausherren, Florian Jung. Mit einem Fallrückziehertreffer in der dritten Minute eröffnete Dennis Stutz den Torreigen. Die Gäste hatten wohl nicht mit so viel Druck vom Tabellenneunten gerechnet. „Nachdem wir in der 15. Minute mit 3:0 in Führung lagen, waren die wohl ziemlich überrascht.“ Sogar der erste Gegentreffer war nicht Grötzingens Verdienst, sondern ein Eigentor von Jannik Riehle. Besonderes Lob des Pressewarts galt Luca Kleiß: „Er hat nahezu jeden Zweikampf gewonnen.“ Tore: 1:0 Dennis Stutz, 2:0 Luca Kleiß (8.), 3:0 Jannick Wenzelburger (15.), 3:1 Jannik Riehle (23./Eigentor), 4:1 Johannes Zappke (64.), 5:1 Alexander Bernhardt (70.), 6:1 Stutz (74.), 6:2 Hausser (90.+1).

 

TSV Neckartailfingen II - TV Tischardt 4:1 (2:1): Eigentlich hatte Tischardt einen vielversprechenden Start. Das 1:0 fiel durch Marc Brändle bereits in der vierten Minute. Mehr kam dann aber laut Alberto Guillen nicht. Neckartailfingens Spielleiter schätzte das Tabellenschlusslicht sogar noch als überraschend schwach ein. Für die ersten Spielminuten boten sich die Teams einen regen Schlagabtausch. „Dann beruhigte sich die Partie“, kritisierte Guillen, „eigentlich hätten wir noch drei bis vier Tore mehr schießen müssen.“ Zumindest gelang es Neckartailfingen, in einem Spiel mehr Tore zu schießen, als in allen sieben Spielen zuvor und sich auf Rang zehn vor zu kämpfen. „Das sind wichtige Punkte gegen den Abstieg.“ Tore: 0:1 Marc Brändle (4.), 1:1 Patrick Roth (12.), 2:1 Sebastian Hofbauer (38.), 3:1 Erdinc Kurt (50.), 4:1 Roth (70.). Sebastian Großhans