Fussball Kreisliga A

Das Spitzenspiel unter Verfolgern

Kreisliga A Der Hit zwischen Nabern und Jesingen steht im Fokus des morgigen Spieltags.

Das Duell zwischen Jesingen und Nabern elektrisiert morgen die Kreisliga-A-Szene. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. SV Nabern gegen TSV Jesingen: Dieses Match überstrahlt die morgige Feiertagsschicht der Kreisliga-A-Fußballer. Nicht nur im lokalen Charakter liegt die Brisanz begründet. Vielmehr rückt der TSV Jesingen als neuer Tabellenzweiter auf dem Oberen Wasen an, bekommt es dabei mit einem Gegner zu tun, der bislang nur eine von sechs Partien verlor.

Danell Stumpe ahnt, was sein Team erwarten könnte. „Nabern hat sich schon beim Teckbotenpokal gut präsentiert, und der bisherige Rundenverlauf zeigt, dass das Team zu den besseren der Liga gehört“, befindet der Jesinger Trainer. In der Konsequenz bedeutet dies für Stumpe, vorsichtig zu sein. „Einen Punkt würde ich schon mal unterschreiben“, sagt der ehemalige Landesligakicker, für drei Zähler müsste sein Team erst einmal die derzeitigen Abwehrprobleme in Griff bekommen. „Zwar haben wir zuletzt zweimal gewonnen, aber auch viele Gegentore kassiert“, erinnert sich Stumpe an die Partien in Schlaitdorf (4:3) und gegen Altdorf (5:3). Ärgerlich sei für ihn, dass die meisten der Gegentreffer „halbe Eigentore“ gewesen seien.

Verzichten muss der TSV Jesingen womöglich einige Wochen auf Kapitän Davor Messerschmidt, vergangenen Sonntag noch vor der Pause wegen einer Adduktorenverletzung ausgewechselt. Bei der Partie auf dem Oberen Wasen übernimmt Torjäger Sascha Foschi den Spielführer-Job.

In Nabern blieb einige Tage mehr Zeit zur Regeneration als in Jesingen. Das letzte Kreisliga-A-Spiel datiert vom 22. September, brachte auf den letzten Drücker gegen den TSV Grafenberg ein 1:1. Eine Heimmacht sind die Naberner trotz des insgesamt positiv zu wertenden Starts allerdings noch nicht. Von drei Partien gewannen sie bislang nur eine, diese freilich per 5:4 gegen den Titelanwärter TSV Harthausen spektakulär. Somit stellt Nabern (elf Punkte) versus Jesingen (15) das Spitzenspiel unter den Verfolgern dar.

Zumal dem TSV Oberboihingen beide Teams, wie auch die restlichen in der Kreisliga A, nicht das Wasser reichen können. Sieben von acht Partien hat der TSVO gewonnen, ist ungeschlagen und weist eine atemberaubende Torbilanz von 36:8 auf. Marc Brändle, derzeit 17 Treffer, könnte gar zum Rundenende einen Allzeit-Torrekord aufstellen. „Oberboihingen ist allerdings auch sehr von ihm und seinem Angriffspartner Johannes Mauthe in der Offensive abhängig“, gibt Jesingens Trainer Danell Stumpe zu bedenken. Das morgige Gastspiel beim TV Bempflingen dürfte für die Oberboihinger jedoch in der aktuellen Verfassung kein Problem darstellen.

Was der Liga-Dominator auf dem Platz abziehen kann, erlebten die Dettinger Sportfreunde vergangenen Sonntag live mit. Das 1:0 durch Robin Spranz nach rund einer Minute war nur ein unwesentlicher Störfaktor für die Oberboihinger auf dem Weg zum 6:2-Endstand. Vermutlich dürften sich die Dettinger morgen etwas leichter tun. Der noch sieglose Tabellenvorletzte aus Neckarhausen rückt an.

Grötzinger heiß auf Weilheim

Grötzingens Abteilungsleiter Olav Sieber visiert derweil gegen Schlusslicht TSV Weilheim II den dritten Saisonsieg an. Der Gegner habe zwar eine „junge und spielerisch gute Mannschaft“, aber jetzt kämen für die Grötzinger Partien, in denen man „auf jeden Fall“ punkten sollte. Drei der bisher sechs Zähler resultieren übrigens aus dem 2:0 gegen den TSV Jesingen am 12. September. Die Grötzinger bauen in der Defensive sowie bei Standards in der Offensive unter anderem auf Moritz Ocker, Timo Spannbauer sowie Daniel Schmidt. „Erfahrene Spieler, die die nötige Robustheit mitbringen“, betont Olav Sieber.

Für den TSV Weilheim II wird es ein schwieriger Job, zumal der Wiederaufsteiger mit fünf erzielten Treffern und 23 Gegentoren die jeweils schlechteste Liga­bilanz aufweist. Reimund Elbe

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