Fussball Kreisliga A

Dem Jesinger Hoch drohen Fallwinde

Kreisliga A Der Tabellenführer bekommt es mit dem starken Neuling Linsenhofen zu tun.

Der nächste Stolperstein? Schlusslicht TSV Weilheim II (rot) muss am Sonntag gegen Neuling Türkspor Nürtingen ran. Foto: Genio S
Der nächste Stolperstein? Schlusslicht TSV Weilheim II (rot) muss am Sonntag gegen Neuling Türkspor Nürtingen ran. Foto: Genio Silviani

Kirchheim. Die Wetterdienste prognostizieren für die Teckregion ab Sonntag reichlich Regen. Das fußballerische Hoch des TSV Jesingen könnte dadurch nicht nur wegen eines womöglich rutschigen Geläufs in Gefahr geraten. Der Kreisliga-A-Tabellenführer ist nämlich bei Aufsteiger TSV Linsenhofen zu Gast, der gleich im ersten Spiel mit dem 3:1 in Grafenberg ein Ausrufezeichen gesetzt hatte.

Das vergangene Wochenende verbrachten die spielfreien Liga-Neulinge derweil im Regenerationsmodus. „Ich habe meine Quellen in der Nürtinger Ecke und mir Infos über unseren Gegner eingeholt“, sagt Jesingens Spielertrainer Gaetano Caruana. Die Insider warnten den einstigen Oberligaspieler vor der guten Raumaufteilung und dem schnellen Umschaltspiel des Teams von Carlo Greco. Caruanas Gefühlswelt kommt trotz dieser Einschätzungen nicht ins Wanken. Zum einen sorgen die bisherigen zwei Siege für positive Gedanken, zum anderen erhofft er sich am Sonntag eine weitere Leistungssteigerung. „Wir brachten in den ersten beiden Partien nur jeweils eine Halbzeit lang eine Topleistung“, bemängelt der 39-Jährige. In Linsenhofen zeigt man sich hingegen zurückhaltend. „Wir sollten die Kirche im Dorf lassen“, betont Coach Greco.

Lediglich der TSV Harthausen legte einen ebenso blitzsauberen Start hin wie das Team aus den Lehenäckern. Der TSVH bekommt es am Sonntag an der Esslinger Straße mit dem TSV Altdorf zu tun. Just von den Harthausenern bekamen die Dettinger Sportfreunde am ersten Spieltag Komplimente. „Ein Titelkandidat“ sei der Klub, betonte TSVH-Abteilungsleiter Wolfram Bunz nach dem Heimsieg gegen die SFD. Das Punktesammeln begann für die Dettinger erst eine Woche später per 3:0 über Germania Schlaitdorf. „Dieser Sieg war äußerst wichtig für unseren Teamspirit“, ordnet Dettingens Spielleiter Robin Spranz den jüngsten Erfolg ein. Dass der kommende Gegner TSV Grafenberg als einer der Titelkandidaten nur mittelmäßig startete, entging Spranz nicht. Besonders warnt er vor Goalgetter Frieder Geiger: „Das ist ein starker Kicker.“

Der SVN hat Appetit auf mehr

Das Wohlgefühl steigerte sich vergangenen Sonntag auch bei den Kickern des SV Nabern. Das 2:1 in Altdorf brachte Saisonsieg Nummer eins. Das macht SVN-Coach Marcel Geismann Appetit auf mehr. „Wenn wir beim FV Nürtingen das erste Tor schießen, bin ich zuversichtlich, dass wir die nächsten Zähler holen.“ Der Bezirksliga-Absteiger aus Nürtingen, seit zwei Jahren von massiven personellen Umwälzungen im Kader betroffen, patzte vergangenen Sonntag heftig beim 1:6 in Oberboihingen. Trotz zahlreicher Urlaubsrückkehrer (Hüseyin Kisa, Diaz Oelkrug, Max Schrievers) macht Geismann eine Angelegenheit Sorge: Abwehrchef Ismail Kisa plagen seit dem Teckbotenpokal-Turnier heftige Knieschmerzen, er fällt womöglich länger aus. Reimund Elbe

Schlusslicht unter Druck

Für den TSV Weilheim II läuft es nach dem Wiederaufstieg noch nicht rund. Nach dem spielfreien Wochenende zum Auftakt, setzte es eine Woche später gegen den TSV Jesingen ein 0:4. Somit geht das Team von Robert Walter torlos und als Tabellenletzter in die erste Auswärtspartie. Gegner ist ein anderer Neuling. Türkspor Nürtingen 1973 stieg einst unter dem Namen FC Nürtingen 73 bis in die Landesliga auf. Zuletzt siegten die Kicker aus der Hölderlinstadt souverän bei Stadtrivale TB Neckarhausen mit 3:1. Die Heimspiele trägt der FC auf dem Kunstrasenplatz am Hölderlin-Gymnasium aus, an dem einst unter anderem Entertainer Harald Schmidt und Sky-Topmoderator Wolff-Christoph Fuss fürs Abitur paukten.rei

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