Fussball Kreisliga A

Die Angst vor „blödem Fahrwasser“

A2 Die SF Dettingen stehen unter Druck. Nabern empfängt das nächste Schlusslicht.

Der SV Nabern um Robin Beck (links) will am Sonntag gegen den TSV Weilheim II zurück in die Erfolgsspur finden. Foto: Markus Brä
Der SV Nabern um Robin Beck (links) will am Sonntag gegen den TSV Weilheim II zurück in die Erfolgsspur finden. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Sie standen kurz vor dem Herbstblues, doch der 4:3-Auswärtserfolg in Grötzingen wirkt erheiternd. Die Kreisliga-A-Fußballer der SF Dettingen ersparten sich vergangenen Sonntag mit dem fünften Saisonsieg reichlich Kummer. „Im Training waren die Jungs schon wieder guter Dinge und locker drauf“, berichtet SFD-Spielleiter Robin Spranz. Einige Tage zuvor, nach dem 5:6-Spektakel gegen Linsenhofen, war die Stimmung noch etwas verkrampfter.

Die Heimpartie gegen Mitabsteiger FV 09 Nürtingen soll die positiven Wallungen noch verstärken. „Weniger Gegentore bekommen“, lautet einer der Wünsche von Dettingens Trainer Robin Jaksche. Dies verwundert angesichts der Zahlen kaum: 28 geschossene Treffer zeugen bei den Sportfreunden zwar von einem traditionell gesunden Offensivgeist, 27 Gegentore jedoch von wiederkehrenden Problemen in der Defensive. „Wir stehen allerdings nicht zu hoch“, weist dabei Spranz den kursierenden Vorwurf zurück, das Team vernachlässige bei eigenen Angriffen zu sehr die Absicherung nach hinten. Trainer Jaksche warnt indes vor den Folgen einer Niederlage gegen Nürtingen: „Wir müssen verhindern, in ein blödes Fahrwasser zu kommen.“

Intensive Ursachenforschung bezüglich schwankender Leistungen betreiben auch Dettingens Ortsnachbarn am Oberen Wasen. Da schlägt der SV Nabern erst den bis dato ungeschlagenen Spitzenreiter TSV Oberboihingen, um kurz danach beim Tabellenletzten TB Neckarhausen 1:2 zu verlieren. Erkenntnis: Die einzige Konstante in dieser Runde bleibt die Inkonstanz.

Das kommende Match gegen den TSV Weilheim II steckt voller Brisanz. Naberns Spielertrainer Marcel Geismann wurmte die Pleite in Neckarhausen gar so gewaltig, dass der Dienstagabend für ihn und seine Mitstreiter zu einer schweißtreibenden Angelegenheit wurde. Was Geismann gegen Weilheim will? „Drei Punkte“, lautet sein unmissverständliches Statement. Die SVN-Gäste sind erstmals seit dem achten Spieltag wieder Tabellenletzter und folglich unter verstärktem Handlungsdruck. Nebenbei wirken auch weitere Weilheim-Fakten nicht furchteinflößend. Mit nur 12 Toren, aber 38 Gegentreffern führen die Weilheimer gleich zwei Listen an - beide Male im negativen Sinne. Reimund Elbe

Darboe kann‘s noch

Im Dunstkreis der Ligaspitze könnte sich am Sonntag Türkspor Nürtingen etablieren. Der Neuling und Tabellendritte gastiert beim formschwachen TSV Grafenberg. Große Stütze bei den Nürtingern: Biran Darboe. Mit seinen beiden Treffern beim 3:0 gegen Schlaitdorf schraubte der in der Teckregion bekannte Tprjäger (SGEH, Weilheim) seine Bilanz auf 14 Treffer, gleichbedeutend mit Platz zwei in der Torjägerliste hinter dem Oberboihinger Marc Brändle (21 Tore). rei

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