Fussball Kreisliga A

Die Jesinger und ihre schlechten Erinnerungen

A2 Gegen Grafenberg endete vergangene Saison schon mal eine Serie des TSVJ.

Jesingens Trainer Danell Stumpe will den Aufwärstrend gegen Grafenberg bestätigen. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Dieser Zwischenspurt spornt an: Mit vier Siegen in Serie hat der TSV Jesingen in der Fußball-Kreisliga A in den vergangenen Wochen einen Wandel vom Mittelmaßkandidaten zum Spitzenteam vollzogen. Der Trend soll kommenden Sonntag gegen den TSV Grafenberg bestätigt werden. Der holprig gestartete Vizemeister aus der Reutlinger Ecke war zuletzt spielfrei, lieferte sich zuvor gegen Bezirksliga-Absteiger FV 09 Nürtingen ein 5:5-Spektakel.

Ein Warnzeichen für die Jesinger ist zudem, dass Grafenbergs Torjäger Frieder Geiger nach zähem Rundenstart immer häufiger trifft. Zwölf Treffer bedeuten Platz zwei zusammen mit Biran Darboe (Türkspor Nürtingen) hinter dem dominierenden Oberboihinger Marc Brändle (20).

Jesinger wie Grafenberger haben zwei Partien weniger absolviert als Spitzenreiter TSV Oberboihingen, der vermeintlich große Punkteabstand täuscht deshalb ein wenig. Die Grafenberger haben noch keines ihrer bisherigen vier Auswärtsspiele verloren, siegten ein Mal und remisierten drei Mal.

Keine guten Erinnerungen hat Coach Stumpe an das letzte Aufeinandertreffen der beiden Klubs in den Lehenäckern. Die Jesinger verloren gegen Grafenberg nicht nur 3:5, sondern auch zwei Spieler per Gelb-Rot. Pikant: Es war damals die erste Jesinger Pleite nach acht erfolgreichen Wochen.

SVN: Vorsicht vor dem Letzten

Ein Mix aus Freude und Erleichterung herrscht beim SV Nabern nach dem 2:1 gegen Oberboihingen vor. Spielleiter Axel Maier fühlt sich nach dem Coup gegen den Primus in seinem Standardsatz („Wenn wir gut drauf sind, können wir jeden Gegner in dieser Liga schlagen“) bestätigt.

Dass es am Sonntag gegen den Tabellenletzten TB Neckarhausen geht, sieht Maier nicht als Vorteil. „Solche Spiele können schwierig werden“, weiß er um die Unberechenbarkeit von Außenseitern. Gegner Neckarhausen weist in der Tat eine Horror-Zwischenbilanz auf: neun sieglose Partien, den einzigen Zähler gab es Mitte September beim 1:1 gegen den TSV Weilheim II. „Wenn wir Tore erzielen, bekommen wir zu schnell wieder einfache Gegentreffer“, klagt TBN-Trainer Martin Geister.

Dicke Luft in Dettingen

Wenig Freude haben derzeit auch die Dettinger Sportfreunde. Das 5:6 gegen Linsenhofen bereitet Sorgen. „Der Gegner muss momentan nicht mal gut sein, um gegen uns Tore zu schießen“, zeigt sich SFD-Abteilungsleiter Christian Renz verärgert über das Auftreten gegen den Aufsteiger. Im Duell mit dem TSV Grötzingen geht es für die SFD am Sonntag darum, nicht in Richtung Tabellenkeller abzurutschen.

Auch die Schwankungen des TSV Weilheim II waren zuletzt extrem. Wähnte sich das Team nach dem 4:3 über die SF Dettingen im Aufwind, setzte es in Bempflingen eine 1:6-Klatsche. Der kommenden Gegner TSV Altdorf steht als Tabellendrittletzter mit fünf Zählern nur einen Tick besser da als der Vorletzte von der Limburg, der auf vier Punkte kommt. „Wir wollen den Schwung aus den vergangenen beiden Partien mitnehmen und auch in Weilheim punkten“, betont Altdorfs Trainer Sascha Strähle. Der Reiz für die Weilheimer: Per Sieg könnten sie den TSVA überholen. Reimund Elbe

Die Kiste kommt

Versprechen gehalten: „Die Jesinger könnten mal eine Kiste Bier rüberwachsen lassen“, hatte Naberns Trainer Marcel Geismann am vergangenen Spieltag schelmisch nach dem 2:1-Coup des SVN über Spitzenreiter TSV Oberboihingen verlauten lassen. Jene Schützenhilfe, durch die die Jesinger dem Tabellenführer näherrückten, soll nun in der Tat belohnt werden. „Klar bekommen die Naberner eine Kiste von uns spendiert, wir werden zudem ein gutes Bier springen lassen“, kündigt Jesingens Trainer Danell Stumpe an. Von den Nabernern hält der TSVJ-Coach übrigens nicht nur wegen des Triumphs gegen Oberboihingen viel. „Ein eingespieltes Team, das noch für manche Überraschung sorgen wird“, lautet Stumpes Einschätzung. rei

Anzeige