Fussball Kreisliga A

Die Liga blickt nach Oberboihingen

Kreisliga A Verfolger TSVO fordert im Topspiel Spitzenreiter TSV Jesingen heraus.

Geht optimistisch ins Topspiel: Jesingens Trainer Danell Stumpe.Foto: J. Bächle
Geht optimistisch ins Topspiel: Jesingens Trainer Danell Stumpe. Foto: Jörg Bächle

Kirchheim. Der Kracher steht vor der Tür: Am Sonntag duellieren sich die beiden Spitzenteams der Fußball-Kreisliga A2. Sowohl in Oberboihingen als auch in Jesingen übt man sich vor dem Topspiel aber in Zurückhaltung. „Die Tagesform wird entscheiden“, sagt TSVJ-Coach Danell Stumpe vorsichtig, ein Remis am Neckarufer würde den Jesingern bereits zur Verteidigung des ersten Platzes genügen. Doch Stumpe ahnt, dass die Aufgabe unangenehm werden könnte. „Der TSVO hat mit Torjäger Marc Brändle eine gute Offensive - wir aber auch“, betont der einstige Stürmer.

Beim Gastgeber rechnen die Verantwortlichen mit bis zu 200 Zuschauern. „Alle sind heiß auf das Spiel“, gibt TSVO-Spielleiter Stefan Hein den Einpeitscher. Den Besuchern prophezeit der Oberboihinger Funktionär einen fußballerischen Leckerbissen: „Beide Teams sind sehr spielstark.“ Bei den Jesingern dürfte sich übrigens in der Winterpause einiges tun. Wie zu hören ist, wollen die Verantwortlichen demnächst gleich drei Neuzugänge präsentieren. Nachdem die Kaderplaner aber noch keine Namen durchsickern lassen, brodelt die Gerüchteküche. Es soll sich angeblich um durchaus bekannte Kicker aus der Region handeln. „Wir wollen schließlich oben dabei blieben“, so Danell Stumpe.

SVN sucht spielerische Lösungen

Alles andere als ein Spitzenspiel stellt das Match zwischen dem Tabellenzehnten SF Dettingen und dem Achten SV Nabern dar. „Wir haben unser Vorrundenziel von 20 Punkten bereits erreicht, nochmals zu punkten wäre somit ein Bonus“, frohlockt Naberns Spielertrainer Marcel Geismann. Dabei kämpfen er und seine Mitstreiter nach wie vor mit Freud und Leid. In den vergangenen sechs Partien wechselten sich Woche für Woche Sieg und Niederlage ab. In Dettingen wollen die Naberner spielerisch glänzen. „Wir haben kaum Spieler, die größer als 1,80 Meter sind“, erklärt der kickende Coach, deshalb suche das Team Lösungen im flachen Kombinationsspiel nach vorne. Im Angriff leben die Naberner derzeit nicht im Überfluss. Tony Kuke (Meniskusverletzung) fällt laut Geismann für den Rest des Jahres aus. Benjamin Schubert studiert in Mannheim und kommt nur im Drei-Monats-Takt nach Kirchheim. „Mit Diaz Oelkrug und Tim Gall haben wir nun eher wuselige Spielertypen im Angriff“, betont der Coach.

Beim Gegner SF Dettingen gehen die Verantwortlichen derweil davon aus, dass das beim Stand von 3:0 für die Dettinger abgebrochene Spiel in Altdorf für das Team von Robin Jaksche gewertet wird. „Alles andere würde mich überraschen“, betont SFD-Abteilungsleiter Christian Renz. An das Spiel gegen Nabern knüpft Renz auf jeden Fall Hoffnungen: „Wenn wir so überzeugend auftreten wie in Altdorf, kann das Derby kommen.“

Ein bescheidenes Ziel setzt unterdessen der Tabellenletzte TSV Weilheim II. Gelingt gegen den Tabellenvierten TSV Grafenberg wieder Erwarten ein Coup, könnte dies das Verlassen des letzten Tabellenplatzes bedeuten - der punktgleiche Vorletzte TB Neckarhausen pausiert. Reimund Elbe

Georgischer Gambier kommt zum TSVO

Der Tabellenzweite TSV Oberboihingen meldet einen Neuzugang - einen mit interessanter Fußball-Vita. Saiko-Omar Joof kickte laut Vereinsangaben drei Jahre lang in der ersten georgischen Liga, und wohnt seit kurzem in Hochdorf. „Er ist über einen gambischen Bekannten, der bei uns in der zweiten Mannschaft spielt, zu uns gekommen“, berichtet TSVO-Spielleiter Stefan Hein. Beim Spitzenspiel gegen den TSV Jesingen darf der 29-Jährige aber noch nicht ran, er ist erst ab dem 1. Januar 2020 spielberechtigt. rei

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