Fussball Kreisliga A

Die zweite Luft im Abstiegskampf

Fußball-Kreisliga A Die Sorgenkinder aus der Teckregion sorgen auf der Zielgeraden für Furore.

Kirchheim. Während der SPV 05 Nürtingen bereits am vergangenen Spieltag sein Meisterstück in der Kreisliga A, Staffel 2, machte, spitzt sich das Rennen um den Relegationsplatz und im Abstiegskampf vier Spieltage vor Rundenende zu. Der SV Nabern landete für den Klassenerhalt einen Big Point, indem er den Nürtingern die erste Saisonniederlage beibrachte. Unterlenningen steht nach einer famosen Aufholjagd gegen Schlaitdorf zum ersten Mal nach langer Zeit über dem Strich und verdrängte die in Grafenberg sieglosen Bempflinger auf den Relegationsrang. Näher rückt dagegen der Abstieg für den TSV Ötlingen, der nach einer 2:7-Abfuhr in Altdorf bereits acht Zähler Rückstand auf Bempflingen hat. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den begehrten zweiten Platz liefern sich Unterboihingen und Grafenberg.

TV Unterlenningen - Spvgg Germania Schlaitdorf 3:2 (0:1): Als wahre Mentalitätsmonster entpuppen sich ein weiteres Mal die Müller-Schützlinge. Steffen Wollner krönte vier Minuten vor Abpfiff eine famose Aufholjagd mit dem viel umjubelten 3:2-Siegtreffer. „Die Jungs verblüffen mich immer wieder. Ich bin richtig stolz auf dieses Team. Wir haben uns das Quäntchen Glück am Ende richtig erarbeitet. Es war ein Sieg des Willens“, fiel dem heiseren TVU-Abteilungsleiter Marc Schmohl hinterher ein Stein vom Herzen. Bis zum Unterlenninger 1:2-Anschlusstreffer durch Daniel Deuschle (64.) zeigten sich die Gäste gnadenlos effektiv und führten gegen spielbestimmende Hausherren mit 2:0. Am Ende drehte der TVU die emotionsgeladene Partie noch verdientermaßen. Tore: 0:1 Fabian Ender (12.), 0:2 Tobias Bartels (50.), 1:2, 2:2 Daniel Deuschle (64., 82., Foulelfmeter), 3:2 Steffen Wollner (86.).

AC Catania Kirchheim - TSV Grötzingen 1:6 (0:3): Woche für Woche beklagt ACC-Spielertrainer Cosimo Attorre das gleiche Leid: „Wir sind nicht immer so viel schlechter wie es das Ergebnis besagt. Vorne sind wir nicht effektiv und hinten verteilen wir durch individuelle Fehler regelmäßig Geschenke.“ So auch dieses Mal. In den ersten 30 Minuten boten sich genügend Chancen zur Catania-Führung. Mit dem 0:1 fielen dann die Gegentore wie reife Früchte. Nach dem 1:3 durch Attorre fehlte dem Schlusslicht am Ende die Luft, um noch den Anschluss zu schaffen. Grötzingen hatte keine Mühe, das halbe Dutzend voll zu machen. Tore: 0:1 Waldemar Götte (28.), 0:2, 0:3 Oliver Weinmann (40., Foulelfmeter, 43.), 1:3 Cosimo Attorre (55., Foulelfmeter), 1:4, 1:5 Michael Kegler (60., 81.), 1:6 Manuel Hausser (85.).

TSV Altdorf - TSV Ötlingen 7:2 (3:0): Nach dieser deutlichen Pleite stehen die Rübholz-Kicker kurz vor dem Abgrund. Fünffach-Schütze Dennis Stutz, der mit seinen Saisontreffern 14 bis 18 einen Sahne-Tag erwischte, brach mit seinem dritten Treffer zum 4:1 nach einer starken Stunde endgültig den Ötlinger Widerstand. „Ötlingen hat lange gut gekämpft und versucht dagegen zu halten, aber Dennis war heute nicht zu bremsen“, meinte Altdorfs Sprecher Florian Jung. Tore: 1:0 Johannes Zappke (15.), 2:0, 3:0 Dennis Stutz (20., 31., Foulelfmeter), 3:1 Samba Kujabi (60.), 4:1, 5:1 Stutz (65., 75.), 5:2 Marco Münchinger (77.), 6:2 Stutz (80.), 7:2 Jochen Greschner (89.).

SV Nabern - SPV 05 Nürtingen 2:0 (1:0): Gegen bereits als Meister fest stehende Nürtinger riefen die Schützlinge von Spielertrainer Marcel Geismann eine ihrer besten Saisonleistungen ab und rehabilitierten sich für die Niederlage vor einer Woche in Ötlingen. „Die Mannschaft hat ihr komplettes Potenzial abgerufen und mit einer geschlossenen Leistung hochverdient gewonnen“, war SVN-Spielleiter Axel Maier glücklich. Neben einer konzentrierten Defensivleistung spielten die Gastgeber auch stark nach vorne und landeten einen wichtigen Dreier im Abstiegskampf. „Der Gegner hat nichts hergeschenkt und war „not amused“ über die Niederlage, gratulierte uns aber fair zum Sieg. Jetzt haben wir uns etwas Luft verschafft. Der Kampf geht aber weiter“, so Maier abschließend. Tore: 1:0 Tony Kuke (35.), 2:0 Markus Glück (65.).

TSV Neckartailfingen II - TSV Jesingen 2:4 (1:4): Eine starke erste Halbzeit reichte den Gerstenklopfern, um für klare Verhältnisse zu sorgen und einen Pflichtsieg beim Vorletzten einzufahren. „Nach dem Seitenwechsel haben wir es besser gemacht und uns noch gut aus der Affäre gezogen gegen nachlassende Jesinger“, konstatierte TSVN-Coach Patrick Roth. Tore: 0:1 Nick Wongkaew (10.), 1:1 Tobias Haverkamp (25.), 1:2 Wongkaew (33.), 1:3 Sascha Foschi (40.), 1:4 Kevin Sen (42.), 2:4 Timo Bezirgianidis (54.).

TSV Grafenberg - TV Bempflingen 4:2 (2:1): „Vorne wollte der Ball nicht rein und hinten haben wir fast nur unglückliche Gegentore bekommen“, beklagte Bempflingens Abteilungsleiter Vladimir Plesa die Auswärtspleite, verbunden mit dem Sturz auf den Relegationsrang. Grafenbergs Top-Torjäger Frieder Geiger (mittlerweile 45 Saisontore) war mit zwei Treffen mitverantwortlich für den Heimsieg, der sein Team im Rennen um die Aufstiegsrelegation hält. Tore: 1:0 Frieder Geiger (13.), 2:0 Daniel Stemmer (18.), 2:1 Robin Hiller (19.), 3:1 Geiger (81.), 3:2 Felix Arendt (90.), 4:2 Pascal Richter (90.+1).

TSV Oberboihingen - TB Neckarhausen 1:0 (1:0): Ein sehenswerter Freistoß in den Winkel von Ousman Saidy nach 26 Spielminuten entschied das Duell um die Verfolgerrolle im Relegationsrennen. „Wir waren das eine Tor mindestens besser und haben verdient gewonnen“, resümierte TSVO-Pressewart Stefan Hein. Neckarhausen dürfte sich damit aus dem Kampf um Rang zwei verabschiedet haben. Tor: 1:0 Ousman Saidy (26.). Besonderes: Mohammad Tello (Neckarhausen) hält Foulelfmeter von Michael Luik (45.).

TV Unterboihingen - TV Tischardt 8:2 (3:1): „Das war ein glanzloser Arbeitssieg. Der Gegner konnte nicht mehr und wir haben lediglich unserer Pflicht erfüllt. Wir haben alles selbst in der Hand und müssen für Platz zwei einfach die restlichen Spiele gewinnen“, meint Unterboihingens Spielleiter Christian Hiergeist trocken. Tore: 0:1 Kevin Achtzehner (5.), 1:1 Denis Fahner (9., Eigentor), 2:1 Alexandros Koroutzidis (36.), 3:1 Nico Maag (38.), 4:1 Koroutzidis (46.), 5:1 Maximilian Hiergeist (47.), 6:1 Simon Lindenschmid (55.), 7:1 Nicolas Herget (59.), 7:2 Marc Brändle (70.), 8:2 Hiergeist (87.).Walter Rau

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