Fussball Kreisliga A

Ein Aufsteiger im Aufwind, drei bereits im Sturzflug

Fußball-Kreisliga A Unterboihingen schielt in Richtung Tabellenspitze. Ötlingen und Nabern schwächeln.

Torflaute: Der TSv Ötlingen rennt in dieser Saison noch einem Sieg hinterher.Foto: Markus Brändli
Torflaute: Der TSv Ötlingen rennt in dieser Saison noch einem Sieg hinterher.Foto: Markus Brändli

Unterboihingen. Für die meisten Aufsteiger in der Fußball-Kreisliga A weht nach nur drei Spieltagen schon ein rauer Wind. Bis auf den TV Unterboihingen und den TSV Neckartailfingen II hat keiner der anderen drei Aufsteiger bisher eine Begegnung gewinnen können. Am meisten für Furore sorgt der TV Unterboihingen. Mit sieben Punkten steht der Aufsteiger aus der Kreisliga B, Staffel 1 noch ungeschlagen auf dem zweiten Tabellenplatz und könnte mit einem Auswärtssieg beim TSV Neckartailfingen II am Sonntag sogar die Tabellenführung übernehmen, denn Spitzenreiter TSV Grötzingen ist spielfrei.

Die Verantwortlichen beim TSV Ötlingen haben sich den Saisonstart sicherlich ganz anders vorgestellt. Im Aufsteigerduell gegen den TV Tischardt stehen die Ötlinger schon mächtig unter Druck. Bei einer weiteren Niederlage droht der Absturz auf den letzten Tabellenplatz. Nach drei Spieltagen steht die Rübholzelf mit null Punkten und 15 Gegentoren auf dem vorletzten Tabellenplatz. „Es läuft gerade nichts zusammen“, ist der Ötlinger Trainer Benedetto Savoca schon ein wenig ratlos. Vor allem die vielen Gegentore geben Grund zur Sorge. Bei der 3:6-Niederlage in Bempflingen kassierte die Rübholzelf fünf Tore aus Standards. Eine Bilanz die sich schleunigst ändern muss, wenn die Ötlinger am Ende der Saison den Klassenerhalt schaffen wollen. Was in der Kreisliga B noch geklappt hat, will in der Kreisliga A einfach nicht funktionieren. „Die Automatismen greifen einfach noch nicht“, weiß der TSVÖ-Coach. Dazu musste der Ötlinger Übungsleiter in den ersten drei Begegnungen immer auf mindestens acht Spieler verzichten. Am vergangenen Sonntag verletzte sich auch Johannes Weber. Nach einem Zusammenprall musste der 21-Jährige mit einem Kiefer- und Jochbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden und fehlt für Wochen. Trotz allem will der Ötlinger Trainer wieder in die Erfolgsspur zurückkehren: „Wir brauchen ein Erfolgserlebnis.“

Große Personalprobleme hat auch der SV Nabern. In der letzten Begegnung standen dem Naberner Coach Marcel Geismann gerade einmal zwei Auswechselspieler zur Verfügung. Auch am Sonntag gegen den TSV Oberboihingen sieht es nicht viel besser aus. Obwohl die Elf vom oberen Wasen die letzten beiden Spiele verloren hat, wird noch nicht der Teufel an die Wand gemalt. „Wir müssen gerade auf wichtige Leistungsträger verzichten, deshalb fehlt es an der spielerischen Qualität“, weiß der SVN-Trainer. Bei der 0:2-Niederlage in Grafenberg (bis zur 84. Spielminute stand es noch 0:0) war Geismann vor allem mit der kämpferischen Einstellung seiner Jungs zufrieden.

Um den Anschluss an die Tabellenspitze nicht schon frühzeitig aus den Augen zu verlieren, zählt für den Aufstiegsmitfavoriten TSV Grafenberg beim TSV Altdorf nur ein dreifacher Punktgewinn. In den letzten vier Aufeinandertreffen in Altdorf konnten die Grafenberger bis auf ein Unentschieden die anderen drei Spiele immer klar gewinnen.

Die SPV 05 Nürtingen zählt auch noch zu den vier ungeschlagenen Mannschaften der Liga. Im anstehenden Heimspiel gegen den TV Bempflingen sind dementsprechend drei Zähler fest eingeplant.

In der sechsten Begegnung stehen sich die Spvgg Germania Schlaitdorf und Aufsteiger TB Neckarhausen gegenüber. Der Aufsteiger hat bisher noch kein Spiel gewinnen können. Ob diese Serie in Schlaitdorf beendet werden kann, darf bezweifelt werden. Klaus-Dieter Leib

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