Fussball Kreisliga A

Frust trifft auf Freude

Fußball-Kreisliga-A Langweiler statt Topspiel: Jesingen gewinnt mit 3:1 in Nabern und verteidigt Tabellenplatz zwei. Die Weilheimer „Zweite“ verliert trotz einer Leistungssteigerung erneut. Von Klaus Schlütter

Nicht abzuwimmeln: Der TSV Jesingen um Timo Mader (blaues Trikot) gewinnt in Nabern mit 3:1. Foto: Markus Brändli
Nicht abzuwimmeln: Der TSV Jesingen um Timo Mader (blaues Trikot) gewinnt in Nabern mit 3:1. Foto: Markus Brändli

Der vermeintliche Hit der Fußball-Kreisliga A hat nicht gehalten, was er im Vorfeld versprochen hatte: Der TSV Jesingen gewann in Nabern das Kirchheimer Stadtteilderby mit 3:1, spielerisch überzeugen konnten aber weder die „Gerstenklopfer“ noch die Hausherren vom Oberen Wasen. Da passte eine Rangelei zwischen Spielern und Zuschauer am Ende nur allzu gut ins Bild.

Wegen der hektischen Schluss-phase waren die Gemüter selbst nach dem Abpfiff noch erhitzt. Ein Jesinger Spieler warf achtlos sein Tape weg. Das ärgerte einen Zuschauer. Er hob das „corpus delicti“ auf und stopfte es dem „Übeltäter“ ins Trikot. Die Folge war ein kleines Scharmützel unter Zuschauern und Spielern, das zum Glück jedoch im Rahmen blieb. Launiger Kommentar von Jesingens Trainer Danell Stumpe dazu: „Frust traf Freude.“

Schon in den 90 Minuten zuvor war nicht alles ansehnlich, was die Akteure boten. „Kein gutes Fußballspiel und kein guter Schiedsrichter“, fand Naberns Spielleiter Axel Maier. „Die beiden Mannschaften haben sich neutralisiert. Die Partie wurde nur durch Standards entschieden.“ In der Tat: Das erste Jesinger Tor resultierte aus einem Freistoß, das zweite fiel nach Eckball. Nabern kam durch einen Elfmeter heran, musste dann jedoch mit einem fragwürdigen Strafstoß das dritte und entscheidende Tor schlucken. „Der Elfer war ein Witz. Alle haben gelacht“, so Maier spöttisch.

Stumpes Bewertung des Spiels fiel etwas positiver aus: „Unterm Strich haben wir verdient gewonnen, weil wir mehr investiert haben. Unsere Abwehr stand sicher. Wir waren nur etwas schlampig in der Chancenverwertung.“ Mit dem dreifachen Punktgewinn verteidigten die „Gerstenklopfer“ ihren zweiten Tabellenplatz hinter Spitzenreiter TSV Oberboihingen.

Die Torjäger schlagen wieder zu

Die Sportfreunde Dettingen rücken durch einen 2:1-Sieg gegen Neckarhausen ins Mittelfeld vor. Aber wie: Abteilungsleiter Christian Renz ließ kein gutes Haar an der Leistung der Mannschaft: „Spielerisch war das eine Katastrophe. Jeder zweite Ball war ein Fehlpass. Wir haben nur gewonnen, weil der Gegner noch schlechter war als wir.“ Dabei spielte der Bezirksliga-Absteiger zum ersten Mal komplett - bis auf Torwart Tim Koch, der von Emak Ileli vertreten wurde. Am Sonntag geht‘s nach Weilheim zum Tabellenletzten. „Hoffentlich wird unser Spiel dort ansehnlicher. Drei Punkte sind Pflicht“, fordert Renz.

Auf ein gutes Spiel am Sonntag hofft auch Robert Walter. Der Trainer der Weilheimer „Zweiten“ ist trotz der 1:3-Pleite in Grötzingen allerdings deutlich positiver gestimmt. „Wir haben dennoch einen Schritt in die richtige Richtung gemacht und in der ersten Halbzeit gut mitgehalten. Wir sind in Führung gegangen und hatten Chancen auf ein zweites oder drittes Tor“, resümierte er. Allerdings ging nach der Pause der Faden verloren und die Platzherren entschieden die Partie mit zwei Weitschüssen in den Winkel zum 3:1. „Zwei Sonntagsschüsse am Feiertag, beide nicht haltbar“, resümiert Walter.

Im Derby gegen Dettingen steht ihm dann immerhin wieder Paul Schrievers zur Verfügung. Der am Knöchel lädierte Abteilungsleiter spielte in Grötzingen seine erste halbe Stunde in dieser Saison, doch auch er konnte das Blatt nicht mehr wenden.

Das gelang hingegen einmal mehr Frieder Geiger, der einen 0:1-Rückstand in Schlaitdorf mit drei blitzsauberen Toren zum 4:2-Erfolg seiner Grafenberger drehte. Zwei Treffer zum 5:2-Auswärtssieg von Türk­spor Nürtingen in Altdorf steuerte der ehemalige SGEH- und Weilheim-Stürmer Biran Darboe bei.

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