Fussball Kreisliga A

Im Brandfeld könnte es Feuer geben

Kreisliga A2 Der Tabellenführer SF Dettingen steht in Harthausen vor einer schwierigen Aufgabe. Der TG droht unterdessen die Remis-Falle. Von Reimund Elbe

Trifft morgen mit Harthausen-Trainer Alexander Gavranovic auf einen alten Weggefährten aus Kirchheimer Zeiten: Dettingens Coskun
Trifft morgen mit Harthausen-Trainer Alexander Gavranovic auf einen alten Weggefährten aus Kirchheimer Zeiten: Dettingens Coskun Isci. Foto: Carsten Riedl

Die Sportfreunde machen Freude: Zwei Siege haben nicht nur Neu-Spielertrainer Nebih Kadrija einen Mustereinstieg in der Fußball-Kreisliga A verschafft, sondern den Dettingern auch die Tabellenführung. Morgen jedoch könnte Schluss mit lustig sein. „Harthausen hat eine Mannschaft mit erfahrenen und abgezockten Spielern“, zollt der SFD-Coach dem kommenden Gegner Respekt, „unser Team hat aber beim hart erkämpften 4:2 über körperlich überlegene Altdorfer bewiesen, dass es Mentalität besitzt.“ Doch auch der spielerische Aspekt stärkt des Trainers Selbstbewusstsein. Der 3:2-Treffer gegen Altdorf beispielsweise - über neun Stationen technisch fein herausgearbeitet - verzückte nicht nur den Coach, sondern auch die einheimischen Fans. Robin Spranz vollendete den Angriff in der 80. Minute und lieferte damit einen wichtigen Baustein zum zweiten Dreier der Runde.

Doch es gibt auch weniger gute Nachrichten. Stürmer Yannick Frick, neben Spielertrainer Kadrijah mit drei Treffern bislang bester SFD-Torschütze, fällt am Sonntag ebenso aus wie Robert Lukowski und Xhema Avdijaj. Für Mittelfeldakteur Coskun Isci gibt’s derweil im Brandfeld ein Wiedersehen mit Ex-Trainer Alexander Gavranovic, beide Beteiligte beim legendären DFB-Pokalmatch des VfL Kirchheim im Sommer 2003 gegen Hannover 96 (0:3).

SVN will Schwung mitnehmen

Für einen „Aha-Effekt“ in der lokalen Fußballgemeinde sorgte vergangenen Sonntag der SV Nabern mit dem 2:1-Sieg in Oberboihingen. „Diesen Schwung wollen wir mitnehmen“, betont auch Coach Marcel Geismann. Mahnend wirkt allerdings die Naberner Bilanz gegen den TV Bempflingen aus der Vorsaison: 0:2 daheim verloren, 1:2 auswärts. Zur Kategorie Angstgegner zählen die Bempflinger rein statistisch trotzdem noch nicht ganz: In der Runde 2018/19 setzten sich die Naberner zweimal durch (6:2, 3:2). „Ich glaube nicht, dass sie uns vorne anlaufen werden, sondern eher defensiv agieren“, ist Geismann überzeugt.

Zu einer Bank im Team scheint sich derweil Steffen Loser zu entwickeln, der erst kürzlich nach zwei Jahren Studium in Freiburg in die Teckregion zurückgekehrt ist. Der Youngster bearbeitet aus der Naberner Viererkette heraus vornehmlich die rechte Außenbahn. „Angst vor Zweikämpfen kennt er definitiv nicht“, lobt der SVN-Trainer.

Heth steht an der Seitenlinie

Für Neuling TG Kirchheim droht derweil die Remis-Falle zuzuschnappen: Zwei Partien, zwei Unentschieden - für einen Aufsteiger respektabel, dennoch ausbaufähig. Mit dem TSV Linsenhofen wartet nun ein Gegner, der mit dem Nichtabstieg ein ähnlich bescheidendes Rundenziel wie die Kirchheimer verfolgt. Am Donnerstag- abend holte sich der TSV mit einem deutlichen 5:2-Sieg in Neckarhausen allerdings schon den zweiten Dreier.

Auf der Trainerbank des TSV Weilheim II wechselt derzeit jede Woche die Besetzung. Chefcoach Robert Walter hatte sich nach dem ersten Spieltag in den Urlaub verabschiedet, weshalb vergangenen Sonntag Wolfgang Brandner an der Seitenlinie stand. In der morgigen Heimpartie gegen Türkspor Nürtingen gibt nun Uwe Heth den Vertreter. „Wir sind natürlich trotz Urlaub in engem Kontakt“, betont Walter, der erst nach Spielende aus seinem Feriendomizil zurückkehren wird. Der Auftrag fürs Team: Nach zwei hohen Niederlagen gegen den noch nicht stabil wirkenden Aufsteiger zumindest einen Zähler holen.

Umziehen kommt in Mode

Die lokalen Klubs werden bei der Spielterminierung immer flexibler. Ein aktuelles Beispiel fürs Umziehen auf einen eher ungewöhnlichen Termin liefert A-Ligist TSV Altdorf: Das Nachbarschaftsduell gegen den TSV Raidwangen verlegten die Klubverantwortlichen bewusst von Donnerstag auf den gestrigen Freitag, obwohl bereits morgen das nächste, schwere Kreisliga A-Spiel gegen den TSV Oberboihingen ansteht. Heißt konkret: Zwei Partien in weniger als 48 Stunden. „Klar ist das für das Team ein Stück weit brutal und Regeneration nur beschränkt möglich, aber ein Derby an einem Freitagabend hat besonderes Flair“, erläutert Altdorfs Trainer Steffen Schrade die Beweggründe fürs Experiment. Positive Erfahrungen an einem Freitagabend hatte bereits vor acht Tagen der VfL Kirchheim in der Heimpartie gegen den FV Plochingen vor der bemerkenswerten Kulisse von 400 Zuschauern gemacht. Kreisliga B-Klub VfB Neuffen kickte jüngst beim Derby gegen den TSV Beuren sogar samstags um 17 Uhr.rei

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