Fussball Kreisliga A

Jesinger sorgen zum Abschluss für Feuerwerk

Kreisliga A Nach einem 8:1-Kantersieg über Aufsteiger TSV Weilheim II geht der TSVJ als Tabellenführer in die dreimonatige Winterpause. Von Reimund Elbe

Den Ball vom Gegner abgeschirmt, die Konkurrenz in Schach gehalten: Visar Vehapi und die Jesinger ­Kicker klopfen zur Saisonhalb
Den Ball vom Gegner abgeschirmt, die Konkurrenz in Schach gehalten: Visar Vehapi und die Jesinger ­Kicker klopfen zur Saisonhalbzeit an die Tür zur Bezirksliga. Foto: Markus Brändli

Oben bleiben: Die Jesinger Kreisliga A-Fußballer haben ab sofort für die Rest­runde eine neue Aufgabe. Was gestern Nachmittag geschah, passte den Kickern aus den Lehenäckern nämlich wunderbar in den Kram. 8:1 siegte das Team von Trainer Danell Stumpe gegen den Tabellenletzten TSV Weilheim II. Im zwei Stunden später beginnenden Match in Nürtingen ließ dann der TSV Oberboihingen beim 3:3 zwei Zähler liegen. Folge: Der TSV Jesingen überholte den TSVO, geht als Spitzenreiter sowie mit Zwei-Punkte-Polster in die am 8. März beginnende Restspielzeit.

Eine ganz besondere Show lieferte der ehemalige Landesligakicker Kevin Sen ab. Vier Treffer waren das eine, die Antreiberrolle des erfahrenen Ex-Frickenhauseners das andere. Zu Beginn der Saison hatte sich der robuste Stürmer noch mit muskulärem Problem herumgeplagt. „Kevin ist ein positiver Mensch, der dem gesamten Team guttut“, zeigte sich Kapitän Davor Messerschmidt vom Auftreten des Torjägers begeistert.

Der Spielführer und der weitere Jesinger Kickerkreis findet offenbar Gefallen an der neuen Rolle der Gejagten. „Wir werden auch nach der Winterpause weiter in jedem Match auf Sieg spielen“, betont der Messerschmidt selbstbewusst. Für ihn war der 8. Dezember 2019 übrigens nicht nur wegen der Übernahme der Tabellenspitze ein besonderer Tag. Mit seinem Treffer zum 8:1 in der 83. Minute markierte er den letzten Punktspieltreffer der Jesinger im zu Ende gehenden Jahrzehnt, inklusive Schlusspunkt unter das Jesinger Fußball-Feuerwerk.

Für den TSV Weilheim II gab es gestern nur ganz minimalen Trost. Sowohl der punktgleiche Tabellenvorletzte TB Neckarhausen (3:5 bei Türkspor Nürtingen) als auch der TSV Altdorf (1:4 in Nabern) floppten ebenfalls.

Glück jetzt zweistellig

Die Naberner verschafften sich gegen den TSV Altdorf nicht nur drei Punkte, sondern auch eine besonders geruhsame Winterpause. „Mit 26 Punkten aus 16 Partien haben wir unsere gute Leistung als Zweiter beim Teckbotenpokal bislang in der Punktrunde bestätigt“, sagt Spielertrainer Marcel Geismann auf die vergangenen rund fünf Monate blickend.

Ganz entscheidend zum weitgehend positiven Naberner Wirken trug Markus Glück bei. Jener erlebte zudem binnen weniger Tage Sonnen- und Schattenseiten der Kickerei. Vergangene Woche verschoss er in Bempflingen einen Elfmeter, agierte dort tendenziell sowieso unglücklich, gestern präsentierte sich der Mittelfeldakteur wie entfesselt. „Ich habe ihm während der Woche gesagt, dass er solche Tiefschläge wie im Bempflingen mit seiner Erfahrung wegstecken kann“, erinnert sich Geismann an das persönliche Gespräch. Der Spielertrainer ließ sich zudem einen taktischen Schachzug einfallen. Glück rückte von der „Sechser“-Positionen auf die „Zehner“-Stelle. Die Freiheiten gefielen dem Naberner Kapitän offenbar ausgezeichnet, er schoss drei Treffer. „Er konnte sich richtig austoben“, kommentierte Geismann schmunzelnd das erfolgreiche Wirbeln des Spielführers. Markus Glück landete in Sachen Toren nun im zweistelligen Bereich. Mit elf Treffern ist er nicht nur Achter der Liga-Hitliste, sondern erfolgreichster Naberner Kicker im internen Ranking.

Grafenberger Klatsche hilft

Für die größte Überraschung des gestrigen Spieltags sorgte der TSV Grötzingen per 6:2-Sieg über den Jesingen-Verfolger TSV Grafenberg. „Wir haben den Gegner nach der Pause klassisch ausgekontert“, jubelte Grötzingens Abteilungsleiter Olav Sieber. Die Schützenhilfe für den TSV Jesingen - immens. Der Grafenberger Rückstand auf den neuen Tabellenführer ist auf sieben Zähler gewachsen.

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