Fussball Kreisliga A

Karatailidis zeigt sich selbstbewusst

Kreisliga A Absteiger Nürtingen will mit Jesingen das zweite Teck-Team in Folge schlagen.

Am vergangenen Spieltag brachte der FV 09 Nürtingen um Alessio
Setzu (weiß) die SF Dettingen zu Fall. Nun soll der TSV Jesingen folgen. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Nach 14 Tagen Wettkampflosigkeit geht es für den TSV Jesingen morgen in der Fußball-Kreisliga-A wieder weiter. Der Tabellenzweite ist dann um 14.30 Uhr im Wörth bei Absteiger FV 09 Nürtingen zu Gast. Die Nürtinger haben nicht nur reichlich Tradition, sondern aktuell auch viel Elan. „Das 4:0 in Dettingen müsste uns einen Schub geben“, hofft Georgios Karatailidis, seit Sommer Trainer des FV 09. Zwar tummelt sich der Traditionsklub lediglich auf Tabellenplatz neun, der genauere Blick in die Statistik bringt jedoch einen interessanten Fakt ans Tageslicht: Von den bislang elf Partien verlor der FVN lediglich drei. Kein Wunder, dass Karatailidis dem Match gegen den TSVJ also freudig entgegenblickt. „Selbst bei unseren Niederlagen waren wir stets nah dran am Punktgewinn“, rekapituliert der einstige SGEH-Coach, der zudem betont, dass sein junges Team weiterhin Zeit benötige, sich zu stabilisieren.

Nicht nur die Jesinger pausierten zuletzt, auch Spitzenreiter TSV Oberboihingen hatte frei. Der Spitzenreiter steht morgen vor einer kniffligen Aufgabe. Gegner TSV Grafenberg arbeitete zwar dem Spitzenduo vergangenen Sonntag mit dem 7:1 gegen den Dritten Türk- spor Nürtingen kräftig zu, der Grafenberger Rückenwind birgt für den TSVO aber nun Gefahr. „Wir haben gegen Türkspor ein ganz anderes Gesicht gezeigt“, sagt Grafenbergs Pressebeauftragter Tobias Gugel erleichtert. Ein Sieg könnte die Grafenberger, aktuell Fünfte, sogar wieder ins Geschäft um die Tabellenplätze eins und zwei bringen.

Solche Perspektiven eröffnen sich den SF Dettingen derzeit weniger. Das 0:4 gegen den FV 09 Nürtingen erstickte die zwischenzeitlich bessere Stimmung im Keim. SFD-Abteilungsleiter Christian Renz ist vor der Heimpartie gegen den TV Bempflingen ungeduldig: „Ich möchte sehen, dass das Team alles gibt“. Die Schwäche im Spielaufbau fiel in der vergangenen Partie auch 09-Trainer Georgios Karatailidis auf. „Die Dettinger kamen meist nur bis vor den Strafraum und fanden dann keine Lösungen“, blickt er auf das Match zurück. Renz macht seinen Kickern derweil Mut: „Ich weiß, dass sie es können.“ Zusätzlicher Anreiz: Gewinnen die SFD, überholen sie die Bempflinger in der Tabelle.

Nach Konstanz strebt auch der achtplatzierte SV Nabern. Das 2:1 gegen den TSV Weilheim II war der Sache förderlich, per Sieg in Linsenhofen soll der jüngste Triumph veredelt werden. Der Naberner Gegner stellt eine Bereicherung für die Liga dar: Bester Aufsteiger, zweitbeste Offensive, drei Neunfachtorschützen (Sebastian Buschmann, Daniel Monteiro-Moreira und Alexander Andreae) und Vierter in der Tabelle - so lässt sich‘s leben als Aufsteiger. Dass die Naberner beim Kurztrip in den Egart auf Markus Glück (Gelb-Rot-Sperre) verzichten müssen, macht die Angelegenheit für das Team von Marcel Geismann nicht unproblematischer. Reimund Elbe

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