Fussball Kreisliga A

Oben dran bleiben lautet die Devise

Fußball-Kreisliga A2 Verfolger SV Nabern bekommt es mit dem TSV Grafenberg zu tun.

Die SF Dettingen (rot) stehen gegen Aufsteiger Türkspor Nürtingen vor einer kniffligen Aufgabe. Foto: Markus Brändli
Die SF Dettingen (rot) stehen gegen Aufsteiger Türkspor Nürtingen vor einer kniffligen Aufgabe. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Die Hochform des TSV Oberboihingen, Spitzenreiter in der Fußball-Kreisliga A2, entwickelt sich für die ambitionierten Teck-Teams zum Problem. Oben dran bleiben lautet folglich aktuell die Devise. Für die Jäger ist das aber gar nicht so einfach. Der Zweite SV Nabern steht gegen den TSV Grafenberg vor einer heiklen Hatz. Ein Kernproblem dabei: Der gegnerische Goalgetter Frieder Geiger kommt nach Anlaufschwierigkeiten immer besser auf Touren. Treffer Nummer vier und fünf lieferte der in Kohlberg lebende Angreifer beim 3:2 gegen den TSV Altdorf ab, darunter das spielentscheidende Tor in der vierten Minute der Nachspielzeit. Zur Partie gegen Grafenberg wieder mit an Bord ist derweil Naberns Spielleiter Axel Maier, der rechtzeitig aus der Toskana zurückkommt. „Das dramatische 3:3 in Schlaitdorf habe ich im Liveticker verfolgt“, berichtet er. Hinsichtlich Leidenschaft und Kampfgeist des SVN plagen Maier keine großen Bedenken. „Unser Team ist gut drauf und kann an einem guten Tag jeden Gegner in der Liga schlagen - auch Grafenberg“, betont der Bruder des ehemaligen VfL-Regionalligakickers Claus Maier.

Verletzungspech plagt die SFD

Gleich vier punktgleiche Teams drängeln sich auf den Plätzen zwei bis fünf, darunter Naberns Gegner Grafenberg sowie der kommende Dettingen-Gegner Türkspor Nürtingen, bei dem derzeit beste Laune herrscht. Dazu trägt vor allem Biran Darboe bei, der einst das Trikot des TSV Weilheim und der SGEH trug. Der Angreifer mischt mit sechs Treffern oben mit in der Torjägerliste. „Wir waren beim 4:1 gegen Grötzingen endlich wieder komplett und haben gezeigt, was wir dann zu leisten imstande sind“, schwärmt Türkspor-Coach Ferhat Ayhan.

Die Dettinger, aktuell Tabellenzehnte, stehen somit gegen die aufstrebenden Nürtinger vor einer kniffligen Aufgabe. „Türkspor hat viele gute Einzelspieler“, sagt SFD-Abteilungsleiter Christian Renz. Der 2:1-Erfolg in Jesingen habe jedoch gezeigt, dass auch die Sportfreunde immer besser in Fahrt kämen - obwohl den Klub mit der Verletzung von Yannick Frick der siebte Kreuzbandriss binnen eines Jahres getroffen hat. Wie problematisch diese Verletzung sein kann, zeigt das zähe Herantasten von Dettingens Spielertrainer Robin Jaksche, beim Teckbotenpokal 2018 am Kreuzband verletzt. „Robin kann immer nur wenige Minuten spielen, so lange es eben geht“, berichtet Renz.

Bempflingen mit breiter Brust

Hart landete der TSV Jesingen nach seinem Turbostart mit drei Siegen in drei Spielen. Zwei Pleiten ließen den guten Einstieg in die Runde verblassen. Vom kommenden Gegner kommen zudem forsche Töne. „Wir sind immer selbstbewusst, wenn wir auf den Platz gehen“, sagt Bempflingens Abteilungsleiter Vladimir Plesa. Auch gegen Jesingen werde das „nicht anders“ sein. Gründe für die breite Brust lieferten die Bempflinger bisher durchaus ab: Aus vier Partien holten sie sieben Punkte. „Doch der TSV Jesingen wird ein unangenehmer Gegner“, prophezeit TVB-Ikone Plesa, der Klub habe sich „schließlich gut verstärkt“.

Für den TSV Weilheim II gibt es für die Heimpartie gegen Ex-Landesligist FV 09 Nürtingen gleich zwei Ziele - den ersten Saisonsieg sowie das Verlassen des letzten Tabellenplatzes. Reimund Elbe

Brändle macht den Fischer

Der TSV Oberboihingen: Von Insidern angesichts der Neuzugänge zum Geheimfavoriten gekürt, befindet sich nun auf dem besten Weg zum Kreisliga-A-Taktgeber. Fährt der Spitzenreiter heute Abend in Grötzingen drei Zähler ein, ließe das den Vorsprung bis Sonntag auf sechs Punkte anwachsen. Spielleiter Stefan Hein, einst Stadionsprecher beim TSV Weilheim, macht aus dem Wunsch des TSVO („vorne mitspielen“) weiterhin kein Geheimnis. Zur Wirklichkeit wird der Anspruch aktuell auch deshalb, weil Neuzugang Marc Brändle die Sorgenmienen der gegnerischen Defensivakteure forciert. Der Ex-Tischardter und Nummer eins der Torjägerliste, sorgt zudem für akrobatische Elemente - wie jüngst mit dem Treffer zum 3:0 gegen den TSV Linsenhofen. „Ein Fallrückzieher wie einst von Klaus Fischer“, schwärmte Stefan Hein über das elfte Saisontor Brändles in Erinnerung an die wundervollen Glanztaten des heute 69-jährigen Ex-Profis aus dem niederbayerischen Regen.rei

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