Fussball Kreisliga A

Offenbarungseid beim AC Catania

Kreisliga A Der Trainer des Tabellenletzten sieht sein Team zu schwach für den Klassenerhalt.

Kirchheim. Null Punkte, 45 Gegentore und drei eigene Treffer - ist der AC Catania Kirchheim zu schwach für die Fußball-Kreisliga A? „Wenn man es realistisch betrachtet, sind wir es“, muss Trainer Isidro Garcia nach neun Spieltagen zugeben. Vom aktuellen 18-Mann-Kader haben 13 Spieler nach jeweils längerer Pause erst wieder mit dem Kicken angefangen. „Die Einstellung ist da, aber mehr ist einfach nicht möglich“, hat Garcia erkannt.

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Immerhin machte die 1:3-Niederlage im letzten Spiel beim TV Bempflingen („Das war unser bestes Spiel in dieser Runde“) etwas Hoffnung. „Wenn es uns gelingt, am Sonntag im Heimspiel gegen Tischardt noch eine Schippe draufzulegen, ist der erste Saisonsieg möglich“, glaubt Garcia.

Beim SV Nabern wird dieser Tage weniger über die sportliche Bilanz als das Auftreten diskutiert. „So kann es nicht weitergehen“, grantelt Spielertrainer Marcel Geismann, nachdem seine Spieler bei den Partien in Grötzingen und Jesingen insgesamt vier Gelb-Rote Karten kassiert hatten. Das anstehende Heimspiel gegen den TSV Ötlingen, in dem mit Ismail Kisa und Hüseyin Kisa zwei Gelb-Rot-Sünder fehlen, hat richtungsweisenden Charakter. „Wenn wir verlieren, rutschen wir hinten rein, wenn wir gewinnen, bleiben wir im vorderen Tabellendrittel.“

SVN-Gegner Ötlingen kommt nach dem überraschenden Punktgewinn gegen Spitzenreiter SPV 05 Nürtingen mit breiter Brust auf den Oberen Wasen. „Der Punkt hat uns gutgetan. Jetzt wollen wir beim SV Nabern nachlegen“, gibt sich Ötlingens Trainer Benedetto Savoca angriffslustig.

Das konnte man vom TV Unterlennigen zuletzt nicht behaupten, im Gegenteil: Die 2:8-Klatsche beim bis dahin noch sieglosen Schlusslicht Tischardt treibt die Verantwortlichen immer noch um. „Das war unser schlechtestes Spiel, seit ich Trainer beim TVU bin. Das grenzte schon an Arbeitsverweigerung“, klagt Coach Klaus Müller, der am Sonntag gegen den TSV Grötzingen auf eine Trendwende hofft. Zumal die Unterlenninger nach fast vier Wochen wieder mal im heimischen Bühl spielen - ein gutes Omen? Beim letzten Heimauftritt am 13. September gab‘s ein 3:1 gegen den AC Catania Kirchheim. Mit Daniel Deusch­le (Müller: „Der kann ein Spiel alleine entscheiden“) und Timo Stümpflen kehren zwei Leistungsstärker zurück in den Kader.

„Die Liga ist verrückt“

Eine denkbar schwierige Aufgabe wartet am Sonntag auf den TSV Jesingen beim TSV Altdorf. Der Tabellenachte ist neben dem TB Neckarhausen die einzige Mannschaft, die die letzten drei Spiele gewinnen konnte. Für Jesingens Coach Danell Stumpe kein Grund zur Panik. „Die Liga ist verrückt. Da kann jeder jeden schlagen“, glaubt der langjährige Weilheimer Landesliga-Co-Trainer, der mit dem bisherigen Auftreten seiner Mannschaft nicht ganz zufrieden ist: „Mit etwas mehr Glück hätten es sechs Punkte mehr sein können.“Klaus-Dieter Leib