Fussball Kreisliga A

Per Rotation zum Erfolg

Fußball In der Kreisliga A peilen die SF Dettingen gegen Türkspor Nürtingen den fünften Sieg im sechsten Spiel an. Im Erfolgsfall winkt die Tabellenführung. Von Klaus-Dieter Leib

Abdrehen zum Jubeln: Robin Spranz und die SF Dettingen sind nahezu perfekt in die Saison gestartet. Foto: Genio Silviani
Abdrehen zum Jubeln: Robin Spranz und die SF Dettingen sind nahezu perfekt in die Saison gestartet. Foto: Genio Silviani

Der Saisonstart der vier Teckvertreter in der Fußball-Kreisliga A, Staffel 2 hätte unterschiedlicher kaum verlaufen können. Stehen die SF Dettingen und der dieses Wochenende spielfreie SV Nabern punktgleich mit Tabellenführer TSV Oberboihingen in der Spitzengruppe, kämpfen der TSV Weilheim II und die TG Kirchheim bereits zu Rundenbeginn um den Klassenerhalt.

„Wir können von einem sehr gelungenen Saisonstart reden“, ist der Dettinger Spielertrainer Nebih Kadrija mächtig stolz auf seine Mannschaft. Mit vier Siegen aus den ersten fünf Spielen stehen die Dettinger nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses auf dem zweiten Tabellenplatz. Auch am Sonntag im Heimspiel gegen Türkspor Nürtingen wird der Dettinger Übungsleiter seine Mannschaft wie in den Spielen zuvor auf mindestens drei Positionen verändern: „Ich will keinen Spieler benachteiligen, jeder soll genug Einsatzzeiten bekommen.“ Auch im Tor wird es einen Wechsel geben. Für Karl König wird Emek Ileli zwischen den Pfosten stehen. „Karl ist meine Nummer eins, aber Emek soll auch zum Zug kommen“, sagt Kadrija. Auf den kommenden Gegner hält der SFD-Coach große Stücke: „Die Nürtinger sind eine Mannschaft mit vielen guten Einzelspielern und können jeden in dieser Liga schlagen.“ Verzichten muss der SFD-Trainer auf Benjamin Hubert, der Papa geworden ist. Hinter dem Einsatz von Coskun Isci steht noch ein Fragezeichen.

Hohe Hürde für Weilheim

Vor einer schwierigen Aufgabe steht der TSV Weilheim II bei Tabellenführer TSV Oberboihingen. „Da können wir uns nicht viel ausrechnen“, sagt Weilheims Trainer Robert Walter, der sein Team nicht chancenlos sieht. Beim 2:3 im Bezirkspokal hatten die Weilheimer gegen Oberboihingen bereits gezeigt, wie man mithält. Auch die jüngste 0:3-Heimniederlage gegen Dettingen gibt etwas Hoffnung, um für eine Überraschung sorgen zu können. „Wir haben gegen Dettingen eine perfekte erste Halbzeit gespielt. Das müssen wir jetzt über 90 Minuten hinkriegen“, fordert Walter.

Trotz des durchwachsenen Saisonstarts mit nur zwei Punkten aus vier Spielen könnten Stimmung und Trainingsbeteiligung der TG Kirchheim nach Auskunft der Offiziellen kaum besser sein. Dass es bisher noch zu keinem Sieg reichte, hat für TG-Abteilungsleiter Florian Kretzschmar einen einfachen Grund: „Wir machen zu leichtsinnige Abspielfehler.“ Vor allem die 2:3-Heimniederlage gegen den TSV Linsenhofen ärgert Kretzschmar immer noch. Nach einer 2:0-Führung hatte die TG alles im Griff, ehe ein kapitaler Abspielfehler die Gäste wieder ins Match brachte. „Vor allem dieses Spiel hat gezeigt, dass in dieser Liga jeder Fehler gnadenlos bestraft wird“, so Kretzschmar.

Im Aufsteigerduell beim TSV Raidwangen besteht für die Kirchheimer erneut die Möglichkeit, den ersten Saisonsieg zu feiern. Dabei muss das TG-Trainergespann Israfil Kilic und Mehmet Akkoyuncu mit Serkan Balci auf einen Leistungsträger verzichten. Der Mittelfeldspieler zog sich im letzten Spiel einen Bänderriss zu. Die Gastgeber konnten aus fünf Begegnungen bereits acht Punkte holen und haben bisher erst ein Spiel mit 1:5 beim TSV Grötzingen verloren.

Kostenfalle wegen Corona

Hohe Kosten für Schiedsrichter ärgern TG-Abteilungsleiter Florian Kretzschmar aktuell mehr als die Tatsache, dass sein Team noch kein Spiel gewinnen konnte. Fast 200 Euro musste die Turngemeinde in ihren ersten drei Heimspielen bereits für die Dienste der Unparteiischen bezahlen. Im letzten Heimspiel kam der Unparteiische Stephan Allgöwer aus dem bayerischen Fußball-Verband. „Schiedsrichteraustausch hin oder her, aber es wäre besser, wenn die keine so weiten Anfahrten hätten“, so Kretzschmar. „Da wir aufgrund der Coronakrise gerade einmal nur 30 bis 40 Zuschauer verzeichnen, haben wir so gut wie keine Einnahmen, die die Kosten decken.“ kdl

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