Fussball Kreisliga A

Rund um die Teck dominieren die Sorgen

Fußball-Kreisliga In der A2 ist für die fünf lokalen Vertreter das Thema Abstieg noch immer allgegenwärtig.

Das Hinspiel in den Lehenäckern gewann der TSV Jesingen mit 3:1. Am Sonntag will Nabern den Spieß umdrehen.Foto: Markus Brändli
Das Hinspiel in den Lehenäckern gewann der TSV Jesingen mit 3:1. Am Sonntag will Nabern den Spieß umdrehen.Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Saisonendspurt in der Fußball-Kreisliga A2: Vor den letzten sieben Spielen geht der bange Blick der fünf Teck-Vertreter in Richtung Abstiegszone. Neben dem abgeschlagenen Schlusslicht AC Catania Kirchheim hat derzeit der TSV Ötlingen mit die schlechtesten Karten im Abstiegskampf. Ein mickriges Pünktchen aus sechs Spielen in diesem Jahr sind eine schwache Bilanz. Am Sonntag wartet der noch ungeschlagene Tabellenführer SPV 05 Nürtingen. „Jeder erwartet, dass wir untergehen“, sagt Ötlingens Trainer Benedetto Savoca. „Deshalb haben wir keinerlei Druck.“ Mut dürfte den Ötlingern das 1:1 im Hinspiel im Rübholz machen. Druck hat freilich auch der Gegner nicht: Bei 14 Punkten Vorsprung kann die Nürtinger Waldheim-Elf den Meistersekt schon kaltstellen. Was Savoca angeht, stehen die Zeichen zwischen ihm und der Vereinsführung auf Vertragsverlängerung. Ligaunabhängig hat auch das Gros des Kaders bereits seine Zusage für die kommende Saison gegeben.

Im Mittelpunkt aus lokaler Sicht steht das Stadtderby zwischen dem SV Nabern und dem TSV Jesingen. Beide Teams stehen mit einer fast ausgeglichenen Bilanz im vermeintlich sicheren Mittelfeld. Doch der Schein trügt. Eine schlechte Serie könnte gepaart mit dem verschärften Abstieg in dieser Saison schnell für Katzenjammer sorgen. Logisch, dass sich beide Clubs mit einem Erfolgserlebnis Luft nach hinten verschaffen wollen. „Für uns ist jedes Spiel ein Endspiel - vor allem zu Hause“, sagt Naberns Spielertrainer Marcel Geismann. Nach langer Zeit steht ihm am Sonntag wieder der komplette Kader zur Verfügung. Sein Jesinger Pendant Gaetano Caruana schlägt selbstbewusste Töne an: „Wir wollen so schnell wie möglich den Klassenerhalt fix machen. Wenn wir die gleiche Leistung zeigen, wie bei der knappen Niederlage gegen Nürtingen, werden wir als Sieger den Platz verlassen.

In der Pflicht steht am Sonntag auch der TV Unterlenningen. Gegen den Drittletzten TV Tischardt gilt es, die peinliche 2:8-Niederlage aus der Vorrunde auszubügeln. „Das Hinspiel sollte uns Warnung genug sein, den Gegner nicht zu unterschätzen“, meint TVU-Abteilungsleiter Marc Schmohl. Mit sechs Siegen in der Rückrunde hat die Müller-Elf immerhin den Anschluss an die Nichtabstiegszone hergestellt. Mit zwei sieglosen Spielen ist der Motor zuletzt jedoch ins Stottern geraten. „Obwohl wir nicht in Bestbesetzung antreten und das nur schwer kompensieren können, müssen wir am Ball bleiben und voll auf Angriff spielen“, fordert Schmohl drei Zähler gegen Tischardt, die so wichtig wären.

ACC auf Abschiedstour

Sich anständig aus der Liga verabschieden lautet das Motto beim AC Catania Kirchheim. Mit einem möglichen zweiten Saisonsieg gegen Bempflingen könnte der ACC immerhin Nachbarschaftshilfe im Abstiegskampf für Nabern, Ötlingen und Unterlenningen leisten. Doch darauf schaut AC-Spielertrainer Cosimo Attorre nicht. „Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen“, sagt der Coach, der gegen Bempflingen auf seinen gelb-rot-gesperrten Bruder Daniele und den erkrankten Alessio Setzu verzichten muss. Die Ergebnisse sprechen für eine Steigerung beim ACC. Es fallen vorne mehr Tore, auch wenn die Defensive oftmals erheblich wackelt. Attorre kann mit Blick auf die neue Saison mit der Situation leben: „Alle ziehen mit. Wir werden im Sommer eine gute Truppe haben.“

Kuriose Spielpaarungen gibt es an diesem Spieltag im Kampf um die Top-Platzierungen. Hinter dem unangefochtenen Primus 05 Nürtingen stehen sich die vier Anwärter auf den Relegationsplatz in direkten Duellen gegenüber. Grafenberg empfängt als Zweiter den Dritten Neckarhausen, und am Neckar steht das Derby Unterboihingen (4.) gegen Oberboihingen (5.) auf dem Programm. Mit Altdorf (7.) und den sechstplatzierten Schlaitdorfern duellieren sich zudem die nächstplatzierten Teams.Walter Rau

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