Fussball Kreisliga A

Sportfreunde erwarten Leidensgenossen

Fußball Die SF Dettingen wollen gegen Harthausen in die Erfolgsspur zurückfinden.

Die Dettinger um Co-Trainer Coskun isci hinken den Erwartungen bislang noch hinterher. Foto: Carsten Riedl
Die Dettinger um Co-Trainer Coskun isci hinken den Erwartungen bislang noch hinterher. Foto: Carsten Riedl

Dettingen. Für positive Nachrichten haben die Kreisliga-A-Kicker der Sportfreunde Dettingen während dieser Saison bislang nicht gerade im Überfluss gesorgt. Zumindest in einer aktuellen Angelegenheit flatterte den SFD nun eine frohe Botschaft auf den Tisch: Die am 10. November in Altdorf abgebrochene Begegnung wird mit dem Spielstand zum Zeitpunkt des Abbruchs gewertet. Soll heißen: Den damals in der 86. Minute 3:0 führenden Dettingern werden drei Punkte und drei Treffer gutgeschrieben. „Alles andere hätte mich überrascht“, sagt SFD-Abteilungsleiter Christian Renz. Schiedsrichter Ayhan Keser hatte sich damals bedroht gefühlt, nachdem ihn der Altdorfer Luca Gleiß angerempelt hatte. Das erwartete Drei-Punkte-Päckchen beförderte die SFD auf Platz neun.

Am Sonntag ab 14 Uhr bekommen es die Dettinger mit echten Leidensgenossen zu tun. Die Fußballer des TSV Harthausen hecheln ihren eigenen Erwartungen ebenso deutlich hinterher wie die Akteure aus der Schlossberggemeinde. „Wir haben gute Spieler geholt, aber es irgendwie nicht geschafft, eine Mannschaft zu formen“, klagt TSVH-Abteilungsleiter Wolfram Bunz. Bereits jetzt steht eine Verstärkung für das Team des einstigen VfL-Trainers Sascha Gavranovic fest. Srdjan Savic, derzeit Edelreservist bei Landesligist SV Bonlanden, hat sein Kommen für Januar signalisiert.

Zudem kehrte jüngst Slobodan Markovic ins Team zurück. Beim 0:0 des TSVH in Grötzingen vor rund zwei Wochen feierte der Abwehrakteur in der 46.Minute ein Comeback als Einwechselspieler. Der Harthausener war im Sommer für rund ein halbes Jahr gesperrt worden, nachdem er sich im Relegationsspiel gegen den TSV Denkendorf zu einer Spuckattacke gegen Schiedsrichter Soner Celkin (TSV Jesingen) hatte hinreißen lassen. Die SFD (19 Punkte) könnten bei einem Heimsieg zum Gegner aufschließen.

In einer etwas komfortableren Lage als der Nachbar befindet sich der SV Nabern. Mit 23 Zählern startet das Team von Marcel Geismann übermorgen in die Rückrunde. Gegner TV Bempflingen kassierte am vergangenen Spieltag eine 0:1-Derbypleite gegen den TSV Altdorf. Das Vorhaben, sich vor der Winterpause aus dem Tabellenkeller zu befreien, misslang. „Wir waren die bessere Mannschaft“, rekapituliert TVB-Sprecher Harry Altenhof.

Die Naberner rücken unterdessen in dem Wissen an, mit 23 Punkten drei Zähler mehr in der Hinrunde gesammelt zu haben, als vor der Saison anvisiert. Beim Rückblick aufs Hinspiel kommt bei den Naberner Kickern derweil keine Freude auf. Am 25. August unterlag der SVN am ersten Spieltag den Bempflingern 0:2.

Wundenlecken in Jesingen

Beim Tabellenzweiten TSV Jesingen stand in den vergangenen Tagen das Verarbeiten der 1:5-Klatsche in Oberboihingen im Mittelpunkt. Trainer Danell Stumpe will allerdings Nektar aus dem Negativerlebnis saugen und gibt den Motivator. „Die Saison ist deshalb nicht vorbei“, verweist Stumpe auf den trotz Pleite nur zwei Punkte betragenden Rückstand auf Spitzenreiter Oberboihingen. Er und sein Team würden daran arbeiten, dass es keinen Knacks nach einer durchaus vorzeigbaren Hinrunde gebe.

Nächster Halt für den TSVJ: Neckarhausen. Der einstige Zweitamateurligist aus dem Beutwang kommt aus einer dreiwöchigen Spielpause. Eine Empfehlung stellt das 2:6 gegen den TSV Grafenberg am 10. November nicht dar. Interessanter Fakt: Alle seine vier Saisonpunkte holte der Tabellenvorletzte aus Neckarhausen bislang gegen Mannschaften aus der Teckregion. Drei beim 2:1 über den SV Nabern am 20. Oktober, einen Zähler beim 1:1-Remis gegen den TSV Weilheim II Mitte September. Reimund Elbe

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