Fussball Kreisliga A

Teckteams sind nur bedingt zum Spaßen aufgelegt

Fußball-Kreisliga A2 Die SF Dettingen und der SV Nabern wollen sich in der Spitzengruppe festsetzen. Der TSV Weilheim II und die TG haben andere Perspektiven. Von Reimund Elbe

Die SF Dettingen um Mazen Hodroj gehen als klarer Favorit ins Derby beim TSV Weilheim II. Foto: Genio Silviani
Die SF Dettingen um Mazen Hodroj gehen als klarer Favorit ins Derby beim TSV Weilheim II. Foto: Genio Silviani

Die Fußball-Kreisliga A durchläuft ihre erste Sortierungsphase: Hervorgebracht hat diese unter anderem ein Spitzenquartett, inklusive zweier Trümpfe aus der Teckregion. Vor allem bei den Dettingern und dem SV Nabern, die beide bereits neun Zähler auf dem Konto haben, herrscht breite Zuversicht. „Am ersten Spieltag waren wir nach dem 0:6 gegen Dettingen Tabellenletzter, drei Spieltage später haben wir nun ein Spitzenspiel vor der Brust“, sagt Axel Maier. Der Sportliche Leiter des SV Nabern muss ob der Schnelllebigkeit im Fußball selbst als routinierter Fahrensmann den Kopf schütteln.

Doch Maier zeigt sich zuversichtlich, dass morgen gegen Tabellenführer TSV Linsenhofen zumindest eine Partie auf Augenhöhe möglich erscheint: „Gegen Spitzenmannschaften wirkt unsere Elf nämlich immer noch einen Tick konzentrierter.“ Gegner TSV Linsenhofen siegte am Donnerstag- abend dank vier Treffern von Patrick Siegert im Nachholspiel gegen den TSV Grafenberg 6:3. Ursprünglich war die Partie für den vergangenen Sonntag geplant, ist aber nach einem Coronafall im Grafenberger Team (wir berichteten) sowie der damals noch nicht ausgewerteten Tests weiterer Spieler kurzfristig abgesetzt worden. Spione aus Nabern streiften übrigens am Donnerstagabend nicht auf dem Linsenhofener Egart herum. „Wir hatten Training und beschäftigen uns sowieso fußballerisch lieber mit uns selbst“, betont Naberns Trainer Marcel Geismann.

Dank des besseren Torverhältnisses stehen die SF Dettingen derzeit als Tabellendritte einen Platz vor dem SV Nabern. Das kickende SFD-Trainerduo könnte in der Partie beim TSV Weilheim II allerdings gesprengt werden. Coach Coskun Isci prüfte unter der Woche des Öfteren jene Wade, die beim Spiel gegen Germania Schlaitdorf bereits in der ersten Halbzeit „zumachte“. „Coskun wird kurzfristig entscheiden, ob es geht oder nicht“, betont Trainerkollege Nebih Kadrija. Dieser betrachtete unter der Woche eigene Erinnerungen an das Spiel gegen Schlaitdorf. „Ein paar blaue Flecken und Schrammen auf dem Rücken sind noch zu sehen“, so die Bilanz. Nachtragend gab sich der Ex-Oberligaspieler ob der robusten Schlaitdorfer Spielweise nicht. „Das ist eben Fußball, außerdem habe ich trotz meines Alters noch eine gut funktionierende Muskulatur“, weiß der 34-Jährige.

2:10-Klatsche verdaut

Nicht zum Spaßen aufgelegt präsentieren sich die Fußballer der Weilheimer „Zweiten“ nach der 2:10-Demontage auf dem Nürtinger Wörth. „Wir müssen die Reset-Taste drücken“, fordert deshalb Weilheims Coach Robert Walter. Das gelte auch für den jungen Keeper Lorenz Hirsch. „Ich habe allerdings den Eindruck, dass Lorenz diese Negativerfahrung relativ gut weggesteckt hat“, ist Walter überzeugt.

Für Aufsteiger TG Kirchheim stellt sich der Weg in der Kreisliga A derweil als steinig dar. Die Bilanz: Drei sieglose Partien, dabei aber immerhin zweimal Remis gespielt. Nun rückt mit dem TSV Grötzingen ein mental frisch gestärkter Gegner an der Jesinger Allee an. Der TSV ging als punktloser Tabellenletzter ins Match gegen den TSV Raidwangen, kehrte daraus mit einem 5:1 zurück und belohnte sich mit einem Sprung auf den viertletzten Tabellenplatz. „Wir kennen die aktuelle TG-Mannschaft kaum“, bekennt Grötzingens Fußballchef Olav Sieber. Er wisse nur, dass es bei der Turngemeinde in den vergangenen Jahren „eine relativ hohe personelle Fluktuation“ gegeben habe.

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