Fussball Kreisliga A

TVU stimmt sich auf die Relegation ein

Kreisliga A Die Unterlenninger haben den Klassenerhalt nicht mehr in der eigenen Hand.

Kirchheim. Showdown im Kampf um die Relegation: Am vorletzten Spieltag der Fußball-Kreisliga A, Staffel 2, könnten oben wie unten die letzten Entscheidungen fallen. Um Rang zwei streiten sich mit Grafenberg, Unter- und Oberboihingen noch drei Klubs aus dem Nürtinger Raum. Im Tabellenkeller müssen hingegen mit Unterlenningen und Nabern noch zwei Teck-Klubs um die Relegation zittern.

Die schlechtesten Karten dabei hat die Bühl-Elf, die noch bei Meister SPV 05 Nürtingen antreten muss. „Die Vorzeichen stehen nicht gut. Wir müssen auf Sieg spielen. Wenn es dumm läuft, ist ein Punkt ja schon zu wenig. Wir haben es mit dem schlechtesten Torverhältnis ja leider nicht mehr selbst in der Hand“, erklärt TVU-Abteilungsleiter Marc Schmohl. Kurios: Mit 37 Zählern, zwei weniger als zum jetzigen Zeitpunkt, beendete Unterlenningen die Vorsaison im sicheren Mittelfeld auf Rang acht. „Wir haben eine ausgeglichene Bilanz und müssen realistisch gesehen trotzdem von der Relegation ausgehen. Das ist bitter. Wir werden alle Kräfte mobilisieren, um das kleine Wunder noch zu schaffen“, so Schmohl weiter.

Dass die Hoffnungen beim TVU auf Ausrutscher der Konkurrenten nicht allzu groß sind, liegt an deren überschaubaren Aufgaben. Bempflingen tritt bei der Schießbude der Liga (154 Gegentreffer), Tischardt, an und der SV Nabern empfängt Neckartailfingen II. „Unser Ziel ist klar: Wir wollen den Klassenerhalt klar machen und einem Endspiel am letzten Spieltag in Unterlenningen aus dem Weg gehen“, gibt Naberns Spielleiter Axel Maier die Marschrichtung vor. Vom Team fordert er deshalb die notwendige Ernsthaftigkeit, wie zuletzt beim Erfolg in Altdorf. „Es wäre ja Wahnsinn, wenn das bei uns noch in die Hose geht. Wobei wir immer Phasen haben, wo auf gute dann schlechte Spiele folgten“, mahnt Maier.

Im Absteigerduell kommt es für Ötlingens Trainer Benedetto Savoca zum Wiedersehen mit Bekannten, wenn seine Elf auf den AC Catania trifft. Der 40-Jährige schnürte einst selbst jahrelang die Kickstiefel für die Catanesi. Zudem ist AC-Abteilungsleiter Christian Köhler mit Savocas Cousine verheiratet. „Ich freue mich, die Jungs wiederzusehen. Auf dem Platz gibt es dann für 90 Minuten aber keine Freundschaften“, konstatiert der Ötlinger Übungsleiter. Nach der Enttäuschung über den Abstieg gelte es jetzt, sich ordentlich aus der Liga zu verabschieden. Beide Teams treffen sich ja schließlich in der neuen Saison in der B-Liga wieder. Der TSVÖ jedenfalls wird nicht auseinanderfallen. Stand jetzt gibt es nur einen Abgang. „Wir integrieren weiter fleißig Eigengewächse, wir haben Vertrauen in unsere Jugend“, betont Savoca, der in sein viertes Jahr im Rübholz gehen wird.

Ordentlich verabschieden vom Heimpublikum will sich auch der TSV Jesingen, der neben Catania als einziges Team noch ohne Remis in dieser Saison dasteht. Mit einem Sieg könnten die „Gerstenklopfer“ dem TV Unterboihingen in deren „Relegationssuppe“ spucken und selbst noch Rang fünf zum Saisonabschluss ins Visier nehmen. Walter Rau

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