Fussball Kreisliga A

Unterlenninger setzen auf den Willen

Kreisliga A Der TVU steht gegen Schlaitdorf unter Druck. Altdorf stellt neuen Trainer vor.

Voller Einsatz: Der TVU (grau) kann mit einem Sieg gegen Schlaitdorf ordentlich Boden gutmachen.Foto: Markus Brändli
Voller Einsatz: Der TVU (grau) kann mit einem Sieg gegen Schlaitdorf ordentlich Boden gutmachen.Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Seit Sonntag ist es fix: Die SPV 05 Nürtingen steigt als Meister der Fußball-Kreisliga A, Staffel 2, in die Bezirksliga auf. Fünf Spieltage vor Ende dominiert die Elf um Trainer Ignace Didavi mit 17 Punkten Vorsprung auf Platz zwei die Liga und ist als einziges Team noch ungeschlagen. Dabei hatte vor der Saison kaum einer den Klub vom Waldheim als Aufstiegsaspiranten auf der Rechnung. Auch SPV-Betreuer Andreas Maisch gibt zu, dass ihn der Rundenverlauf überrascht hat: „Intern hat man natürlich auf die oberen Ränge geschielt. Aber so wie es jetzt gelaufen ist, das hätte ganz sicher niemand gedacht.“

Obwohl sich einige Nürtinger Leistungsträger in den Fokus höherklassiger Vereine gespielt haben, muss der Aufsteiger nun keine Abwerbeversuche befürchten. „Ein, zwei Spieler werden uns verlassen, aber der Stamm der Mannschaft bleibt erhalten. Die Jungs fühlen sich hier wohl“, bestätigt Maisch. Die restlichen fünf Begegnungen wollen die Nürtinger trotz der Meisterschaft aber keineswegs abschenken. Man wolle, so Maisch, ohne Niederlage durch die Saison kommen und darüber hinaus auch den Spitzenplatz in der Fair-Play-Wertung verteidigen.

Ein in der Staffel A2 noch recht unbekanntes Gesicht wird kommende Saison den TSV Altdorf leiten. Sascha Strähle kommt vom TSV Wendlingen und wird in Altdorf seinen ersten Trainerjob übernehmen. Bisher war der 35-Jährige in seinen zuletzt acht Jahren im „Speck“ als Spieler und Abteilungsleiter lediglich kurzfristig als Interimslösung an der Seitenlinie eingesprungen. „Dass es jetzt so schnell ging mit meiner ersten Station, freut mich wahnsinnig. Die Gespräche mit den Verantwortlichen haben mich sofort überzeugt und mit dem Konzept konnte ich mich direkt identifizieren“, sagt Strähle.

Der TV Unterlenningen hat am Sonntag die Spvgg Germania Schlaitdorf vor der Brust. Dort steht seit Januar ein Mann an der Seitenlinie, den der neue Altdorfer Coach Sascha Strähle noch vor drei Jahren nach Wendlingen gelotst hat - Björn Kluger. Für die abstiegsbedrohten Lenninger ist die Devise klar: Ein Sieg muss her. Mit drei Punkten nämlich könnte das Team um Trainer Klaus Müller in der Tabelle einen riesigen Sprung machen, da die vorderen Mannschaften aus Nabern (gegen Meister Nürtingen) und Bempflingen (beim Dritten Grafenberg) vor jeweils schweren Hürden stehen.

TVU-Abteilungsleiter Marc Schmohl ist sich sicher, dass die Partie über den Willen entschieden wird: „Wir müssen uns wieder steigern. Wenn wir mehr tun als der Gegner, dann wird es reichen, auch wenn Schlaitdorf ein unangenehmer Gegner ist.“ Verzichten muss die Bühl-Elf neben den langzeitverletzten Adrian Maidl, Patrick Deuschle und Benny Holder am Sonntag auch auf Niklas Allgaier (Urlaub) sowie Robin Bach (beruflich verhindert).

Ähnliche Sorgen plagen auf der Gegenseite auch Björn Kluger. „Wir bekommen zurzeit gerade noch so eine Mannschaft aufs Feld, dafür schlagen wir uns aber ziemlich gut“, resümiert der Coach der Spielvereinigung. Kommende Woche entscheidet der Klub darüber, wie es mit Kluger weitergeht. Eine Verlängerung ist nach der guten Rückrunde jedoch naheliegend. Auch kadertechnisch scheinen sich die Schlaitdorfer zu stabilisieren: Nachdem im Winter zahlreiche Akteure im Clinch den Verein verlassen haben, weiß Kluger: „Gehen wird diesmal keiner.“

Während der abstiegsbedrohte TSV Ötlingen in Altdorf dringend punkten sollte, kann es der TSV Jesingen beim Absteiger TSV Neckartailfingen II entspannt angehen. Im Topspiel stehen sich die Verfolger Oberboihingen und Neckarhausen gegenüber.Max Pradler

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