Fussball Kreisliga A

„Wir müssen das jetzt ausbaden“

Kreisliga A Der Fokus des TVU liegt schon vor dem letzten Spieltag auf der Relegation.

Brust raus: Der TV Unterlenningen will in der Relegation seinen Platz in der Kreisliga A untermauern.Foto: Carsten Riedl
Brust raus: Der TV Unterlenningen will in der Relegation seinen Platz in der Kreisliga A untermauern.Foto: Carsten Riedl

Lenningen. Gerade einmal sechs Monate ist es her, da hat in der Fußball-Kreisliga A, Staffel 2 kaum einer mehr einen Pfifferling auf den TV Unterlenningen gesetzt. Die magere Bilanz zum damaligen Zeitpunkt: zehn Punkte nach 15 Partien, und zum rettenden Ufer klaffte bereits eine riesige Lücke von neun Punkten.

Was die Lenninger dann aber aus dem Ärmel schüttelten, war eine Aufholjagd, die nicht nur bei der Konkurrenz für Aufsehen sorgte. Neun Siege und nur drei Niederlagen folgten seitdem. Diese Bilanz bringt dem Team von Trainer Klaus Müller in der Rückrundentabelle sogar Rang drei ein. Gereicht hat das am Ende aber trotzdem nicht - zumindest nicht zum direkten Klassenerhalt, was sich die Lenninger zwischenzeitlich schon hoffnungsvoll ausgemalt hatten. Denn bereits vor dem morgigen Spiel gegen den SV Nabern steht fest, dass der TVU in die Relegation muss. „Die Bürde mit der schwachen Hinrunde war letztlich eben doch zu groß, und das müssen wir jetzt ausbaden“, bedauert Unterlenningens Abteilungsleiter Marc Schmohl.

Am Mittwoch ist es so weit. Dann wartet in Grafenberg die TSV Oberensingen II (Zweiter der Kreisliga B4) im Relegationshalbfinale auf den TVU. Der Sieger trifft am Donnerstag, 20. Juni, in Schlaitdorf auf den Gewinner des anderen Halbfinales. In diesem stehen sich am Donnerstag der Zweite der Kreisliga B5 (Stand jetzt Raidwangen) und der B6-Vizemeister (TG Kirchheim) gegenüber. Trotz des Ärgers über den „Umweg“ freut sich Schmohl auf spannende Partien vor großer Kulisse: „Das sind immer Fifty-fifty-Spiele, bei denen die Tagesform entscheidet. Wir müssen einfach den Schwung aus den vergangenen Monaten mitnehmen und zeigen, dass wir der höherklassige Verein sind.“

Als Generalprobe sei das morgige Spiel gegen Nabern allerdings nicht geplant. „Wir werden den ein oder anderen Spieler schonen. Für uns zählt jetzt nur noch die Relegation.“ Einer der Leistungsträger, der vermutlich auch geschont werden würde, fehlt sowieso: Daniel Deuschle sitzt seine Gelb-Rot-Sperre ab.

Während der „untere“ Relegationsplatz bereits fix an den TVU vergeben ist, sind im Kampf um den „oberen“ mit dem TSV Grafenberg und dem TV Unterboihingen noch zwei Teams im Rennen. Die Grafenberger haben dabei alles selbst in der Hand: Mit einem Sieg gegen Jesingen qualifiziert sich der TSV das zweite Mal hintereinander für die Aufstiegsspiele zur Bezirksliga. Sollte der Tabellenzweite jedoch Punkte liegen lassen, könnten die Unterboihinger mit einem Sieg gegen Ötlingen im allerletzten Moment doch noch der große Nutznießer werden.

Offenes Rennen in A1 und A3

Zum Showdown kommt es in der Kreisliga A3: Dort ist Tabellenführer 1. FC Eislingen (72 Punkte) am letzten Spieltag beim direkten Verfolger FV Faurndau (71) zu Gast.

In der A1 muss der Zweite TSV Harthausen auf einen Patzer des FV Plochingen hoffen, dem in Wendlingen ein Remis zur Meisterschaft genügt. Max Pradler

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