Fussball Landesliga

Die nächsten Patronen müssen zünden

Fußball-Landesliga Auf Weilheim warten nach dem Sontheim-Frust zwei Kellerkollegen.

Für die Roten aus Weilheim drohen in der Landesliga die Lichter auszugehen. Morgen muss die Geiger-Elf in Blaustein ran.Foto: Ge
Für die Roten aus Weilheim drohen in der Landesliga die Lichter auszugehen. Morgen muss die Geiger-Elf in Blaustein ran.Foto: Genio Silviani

Weilheim. Lieber sechs Richtige im Lotto als sechs Punkte nach 17 Fußballspielen. Für den TSV Weilheim bedeutet die niederschmetternde Bilanz nach fast zwei Dritteln der Saison vor allem eines: Zieht der TSV in den nächsten beiden Partien nicht das große Los mit einem „Sechser“, endet die Saison wohl mit dem Abstieg in die Bezirksliga. Was Hoffnung schürt: Den kommenden beiden Gegnern aus Blaustein und Bad Boll geht es ähnlich.

Das 0:1 gegen Sontheim schlägt unter der Limburg aufs Gemüt. Auch mit dem Abstand von Tagen macht Trainer Benjamin Geiger aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. „Es bringt nichts, um den heißen Brei herumzureden“, sagt der Chefcoach. „Diese Niederlage können wir nur ausbügeln, wenn wir die beiden folgenden Spiele gewinnen.“ 13 Chancen bleiben Geiger und seinem Team noch, um den Abstieg zu verhindern - die nächsten beiden Patronen müssen aber zünden. Kurios: Trotz der schwächsten Weilheimer Zwischenbilanz aller Zeiten in der Landesliga ist die Hoffnung auf den Klassenerhalt nicht unbegründet. Weil es aktuell nicht nach einem Verbandsliga-Absteiger in die Landesliga-Staffel 2 aussieht, bedeutet Platz 13 wohl die Relegation. Acht Punkte beträgt der Weilheimer Rückstand auf diesen Platz.

Der erste Gegner auf dem Weg in womöglich bessere Weilheimer Zeiten wirkt auf den ersten Blick gefährlich. Die Statistik weist jedoch eine massive Heimschwäche des TSV Blaustein aus. Neun Heimspiele, als einziges Team kein Heimsieg, nur drei Unentschieden. Als Tabellenviertzehnter steht die Mannschaft aus dem Alb-Donau-Kreis sieben Punkte und zwei Plätze besser da als Weilheim. Zum Restrundenauftakt setzte es eine 1:3-Niederlage beim Liga-Dritten SC Geislingen. „Wir haben sehr viel Engagement an den Tag gelegt, waren aber vor dem gegnerischen Tor zu harmlos“, blickt Blausteins Trainer Jochen Holl zurück. Ein weiterer Stimmungskiller: Angreifer Markus Erthle zog sich einen Muskelfaserriss zu und fällt für mindestens vier Wochen aus.

Personelle Probleme sind auch im neuen Jahr ein steter Begleiter für Holls Gegenüber Benjamin Geiger. Stürmer Simon Kottmann muss weiter passen, Abwehrspieler Matthias Schaufler wohl ebenso. Zu allem Überfluss zog sich Konstantinos Korbiakis im Training eine Fußprellung zu. Sein Einsatz ist fraglich.

Der Trainer steht in Weilheim offenbar nicht zur Disposition. Vor Saisonstart seien alle möglichen Szenarien offen durchgesprochen worden, sagt Geiger. „Nach dem Umbruch war klar, dass auch ein sportlicher Misserfolg möglich sein würde.“ Der ehemalige Oberligaspieler des Heidenheimer SB rechnet nach den Spielen gegen Blaustein und Boll mit „zügigen Gesprächen mit der Abteilungsführung, wie es für ihn und den Klub weitergehen soll.Reimund Elbe

Oberensingen mischt vorne mit

Der Titelkampf in der Landesliga spitzt sich zu, und neben dem SC Geislingen ist mit der TSV Oberensingen ein weiteres Team aus dem Bezirk mitten drin statt nur dabei. Am Samstag rückte die Mannschaft um Kapitän Fatih Özkahraman durch ein 2:1 beim TSV Buch ganz nah an den Relegationsplatz heran. Am Sonntag könnte sich die Lage für das Team von Andreas Broß sogar noch verbessern. Spitzenreiter TSG Hofherrnweiler-Unterrombach rückt zum Spitzenspiel in den Plätschwiesen an. Gewinnt Oberensingen, fehlen nur noch drei Punkte zu Tabellenplatz eins.

Oberensingen-Trainer Andreas Broß setzt darauf, dass sein Team an den „läuferisch und kämpferisch guten Auftritt“ in Buch anknüpft. Der Tabellenführer von der Ostalb rückt mit der Empfehlung eines 1:0-Jahresauftaktsiegs gegen Nafi Stuttgart an. „In Oberensingen erwartet uns die nächste schwere Aufgabe“, sagt TSG-Trainer Bejamin Bilger. Die Dramaturgie im Meisterschaftsrennen spitzt sich also zu.rei

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