Fussball Landesliga

Ohne Fracksausen nach Frickenhausen

Fußball-Landesliga Der TSV Weilheim will am Sonntag im Neuffener Tal den zarten Aufwärtstrend bestätigen und Tabellenplatz drei verteidigen. Von Klaus Schlütter

Ausgetanzt: Ob Tobias Heim und die TSVW-Kicker in Frickenhausen ähnlich überzeugen können wie beim 4:0 im Hinspiel daheim?  Foto
Ausgetanzt: Ob Tobias Heim und die TSVW-Kicker in Frickenhausen ähnlich überzeugen können wie beim 4:0 im Hinspiel daheim? Foto: Markus Brändli

Es geht langsam wieder aufwärts beim TSV Weilheim. Nach dem verpatzten Vorrundenabschluss gegen Nafi Stuttgart und dem misslungenen Rückrundenstart in Echterdingen wendete sich gegen Bettringen (4:2) das Blatt wieder. Nun soll am Sonntag beim Tabellensiebten 1. FC Frickenhausen das nächste Erfolgserlebnis her.

Denn der dritte Platz, den Weilheim seit dem zehnten Spieltag erfolgreich verteidigt, ist bedroht. Von hinten drängt starke Konkurrenz. Vor allem der SV Ebersbach, der bei drei Spielen Rückstand nur drei Punkte weniger (25) aufweist. Mit einem Heimsieg gegen den TSV Weilimdorf würden die Fils­täler schon gleichziehen, sollte Weilheim diesmal leer ausgehen. Auch Nafi Stuttgart (25) würde in diesem Fall zu den Limburgstädtern aufrücken, wenn sie zu Hause gegen den Tabellenzweiten TSGV Waldstetten gewinnen.

Höchste Eisenbahn also für die Elf von Trainer Chris Eisenhardt, wieder eine Serie zu starten. Die Voraussetzungen dafür haben sich gebessert nach all den verletzungsbedingten Tiefschlägen der vergangenen Monate. „So schlimm wie diesmal war es noch nie. Dazu die vielen Ab- und Zugänge. Wir konnten nie mit derselben Mannschaft spielen“, sagt Co-Trainer Danell Stumpe. So hat der TSVW nicht weniger als 18 neue Spieler integriert - absoluter Topwert der Liga.

Viele von ihnen sind sehr jung und müssen noch Erfahrung sammeln, während ein Routinier wie Daniel Heisig aus beruflichen Gründen seinen Rücktritt erklärte und nur noch im äußersten Notfall zur Verfügung steht. Da tat es gut, dass in der Winterpause mit Michael Heilemann und Emrah Polat zwei gestandene Kräfte reaktiviert werden konnten. „Mit ihrer Erfahrung sind sie für die Entwicklung der jungen Spieler ungemein wichtig, auf und neben dem Platz“, betont Eisenhardt.

In Frickenhausen muss er weiter auf Roberto Forzano und Tim Roos verzichten. Beide haben ihre Verletzungen noch nicht auskuriert. Nicht zu vergessen Saison-Pechvogel Marc-Kevin Theimer (Kreuzbandriss). Ungewiss, ob der Coach auf Samuel Lopes-Silva zurückgreifen kann. Der 20-Jährige hatte in Echterdingen die Rote Karte gesehen. Wegen Schlagens, so die erste Bewertung des Schiedsrichters. Das hätte zwei Spiele Sperre zur Folge gehabt. Später korrigierte er seinen Bericht, stellte den Sachverhalt als „Reflexbewegung“ dar, wonach Lopes nur für ein Spiel pausieren müsste. Das Urteil lässt noch auf sich warten. Vom Strafmaß hängt die Aufstellung ab. Darf Lopes spielen, dann hinten links, und Christoph Bauer würde auf die „Sechs“ vorrücken.

Frickenhausen scheint dem TSVW zu liegen. Das glatte 4:0 in der Vorrunde passte in den Trend der vergangenen Jahre. In den letzten sechs Duellen gab es fünf Weilheimer Siege mit einem Gesamt-Torverhältnis von 18:6. Doch Bange machen gilt für den Gegner nicht. „Im Hinspiel wurden wir unter Wert geschlagen“, meint FC-Spielleiter Gerhard Bauer und fügt hinzu: „Die Partie am Sonntag ist total offen. In dieser verrückten Liga ist doch alles möglich. Ab Platz drei beginnt der Abstiegskampf.“

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