Fussball Landesliga

Ohne Kapitän in die Brunnengasse

Fußball-Landesliga Der TSV Weilheim muss im Auswärtsspiel in Waldstetten am Sonntag auf Benjamin Schmitz verzichten, der nach einem Kreuzbandriss mindestens bis zum Herbst ausfallen wird. Von Reimund Elbe

Höhenflug gestoppt: Benjamin Schmitz fehlt dem TSVW im Abstiegskampf. Foto: Genio Silviani
Höhenflug gestoppt: Benjamin Schmitz fehlt dem TSVW im Abstiegskampf. Foto: Genio Silviani

Die Diagnose - ein Schock. Weilheims Kapitän und Defensivakteur Benjamin Schmitz fällt mit einem Kreuzbandriss, erlitten vergangenen Sonntag in der Partie gegen den TV Echterdingen mindestens bis zum Herbst aus. „Bitter, Benjamin war eine unserer ganz wichtigen Stützen im Abstiegskampf“, klagt Weilheims Trainer Benjamin Geiger, der vor dem Auswärtsspiel der Weilheimer Landesligakicker am Sonntag in Waldstetten ein Personalproblem über der Limburg heraufziehen sieht. Schmitz‘ Position in der zentralen Defensive könne zwar Cagatay Ayyildiz übernehmen. Weil jedoch unter anderem auch Simon Kottmann wegen eines mehrwöchigen Auslandsaufenthalts ausfällt, muss Geiger den Kader womöglich mit Kickern aus der U19 sowie der U23 aufstocken.

„Trotz der jüngsten Erfolge bleibt unsere Lage prekär“, verdeutlicht Geiger. Dabei könnte dem TSVW per Sieg in der Waldstettener Brunnengasse der Sprung weg von einem Direktabstiegsplatz glücken. Ausgeschlossen ist das nicht: Waldstetten gilt als nicht übermäßig heimstark, gewann lediglich fünf von zehn Heimpartien - erstaunlich wenig für ein Spitzenteam. Auswärts präsentiert sich das Team von Mirko Doll als eine größere Macht, ist sogar noch unbesiegt. Im Nachholspiel am Mittwoch in Ebersbach schien die Positivserie allerdings zu enden, doch in der 90. Minute glich der Tabellenvierte auf den letzten Drücker aus. Mit dem Nachholspiel in Ebersbach begradigten die Waldstettener zudem die Tabellenspitze. Vom Liga-Ersten TSG Hofherrnweiler (49 Punkte) bis zum TSGV als Tabellenvierten (39) haben nun alle vorderen Teams 21 Partien ausgetragen.

Trotz Schmitz‘ Ausfall - Benjamin Geiger setzt in Waldstetten auf die wieder gewonnene Defensivstärke. „Nur drei Gegentore in den vergangenen fünf Begegnungen zeigen, dass wir in der Abwehr erheblich an Stabilität seit der Winterpause hinzugewonnen haben“, weiß der TSV-Coach.

Die Kellerkollegen des TSV Weilheim haben unterdessen nicht einfachere Jobs: Der Tabellenletzte Bargau bekommt es mit dem SC Geislingen zu tun, der Tabellenvorletzte TSV Blaustein mit dem starken Aufsteiger SV Bonlanden, derzeit Liga-Dritter. Und es geht noch eine Spur schwieriger: Der TSV Bad Boll, aktuell als Tabellenzwölfter auf einem Nichtabstiegsplatz, bekommt es mit Spitzenreiter TSG Hofherrnweiler-Unterrombach zu tun. Der Kampf um den Klassenerhalt dürfte sich am kommenden Wochenende weiter zuspitzen, zumal sich auch der wiedergefährdete TV Echterdingen mit dem aktuellen Relegationsplatz-Inhaber TSV Neu-Ulm duelliert.

In Waldstetten ist Musik drin

Heute Abend können Weilheimer Fußballer und Fans den sonntäglichen Spielort bereits ganz entspannt betrachten. „Waldstetten - da ist Musik drin“ nennt sich ein Fernsehbeitrag, der ab 21 Uhr im SWR zu sehen sein wird. In dem Film werde vor Augen geführt, dass in der Stuifen-Gemeinde die Musik spielt. Wer auf dem Sportplatz in der Brunnengasse beim Duell zwischen dem TSGV Waldstetten und dem TSV Weilheim den Ton angibt, wird sich erst am Sonntag zeigen.rei

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