Fussball Landesliga

Rumpftruppe verabschiedet sich ordentlich

Fußball-Landesliga Absteiger TSV Weilheim verliert das letzte Saisonspiel im heimischen Lindachstadion mit 1:2 gegen die TSV Oberensingen.

Simon Kottmann prüft Oberensingens Keeper Marc Fecher. Mehr als ein Treffer wollte den Weilheimern in ihrem vorerst letzten Land
Simon Kottmann prüft Oberensingens Keeper Marc Fecher. Mehr als ein Treffer wollte den Weilheimern in ihrem vorerst letzten Landesligaspiel allerdings nicht gelingen. Foto: Markus Brändli

Im vorerst letzten Spiel in der Fußball-Landesliga hat der TSV Weilheim gegen die TSV Oberensingen mit 1:2 (0:1) verloren. Obwohl der Abstieg bereits vor der Partie festgestanden hatte, lautete die Devise von TSVW-Trainer Benjamin Geiger, nochmals alles zu geben - diesen Wunsch erfüllten ihm seine Jungs. Dass nicht mehr als ein 1:2 herauskam, lag an der neuerlichen Personalnot, die Weilheimer mussten mit dem letzten Aufgebot antreten. Wie schon eine Woche zuvor standen Geiger nur zehn Spieler aus dem Landesliga-Kader zur Verfügung.

Von Beginn an entwickelte sich trotzdem eine ausgeglichene Partie, in der schnell erkennbar war, dass die Gäste die technisch und spielerisch bessere Mannschaft waren. Mit einem sehenswerten Heber über den Weilheimer Torwart Jonas Schmidt gelang Fatih Özkahraman die Oberensinger Führung (15.) - mit seinem 28. Saisontor holte sich der ehmalige Weilheimer auch die Torjägerkrone in dieser Saison.

Nach diesem Führungstreffer wurden die Gäste dominanter, hätten bei besserer Chancenauswertung bereits in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse sorgen können. „Wir haben es oft zu kompliziert zu Ende gespielt und unsere guten Möglichkeiten nicht genutzt“, befand TSVO-Trainer Andreas Bross. Weilheims Torwart Jonas Schmidt hatte dabei in zwei Szenen entscheidenden Anteil an Bross‘ Ärger. Zunächst konnte der TSVW-Keeper einen Schuss von Fatih Özkahraman abwehren (27.). Nur wenige Minuten später hatte auch Duje Tokic kein Glück, als er ebenfalls am Weilheimer Schlussmann scheiterte (31.). Die wohl beste Chance in der ersten Halbzeit hatte der Weilheimer Dogukan Dogan, als er kurz vor dem Seitenwechsel vor dem Oberensinger Tor mit einem Flachschuss den Ausgleich auf dem Fuße hatte. „Da muss er einfach das Tor machen“, trauerte sein Trainer Geiger der vergebenen Großchance nach.

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich wieder eine ausgeglichene Begegnung mit Höhepunkten auf beiden Seiten. Nur wenige Minuten waren gespielt, da hatte Korcan Sari kein Glück, als sein Schuss nur knapp am Oberensinger Gehäuse vorbei pfiff (53.). Auch eine Direktabnahme von Dogukan Dogan strich nur um Zentimeter über das Tor (73.). Und auch Simon Kottmann setzte das Leder aus spitzen Winkel knapp am Gehäuse vorbei (80.). „In dieser Phase hatten wir Glück, dass wir nicht den Ausgleich kassiert haben“, rekapitulierte TSVO-Coach Bross.

Als dessen Team in den Schlussminuten durch Fatih Gaygusuz (85.) der zweite Treffer gelang, war die Begegnung entschieden. Der Anschlusstreffer von Salih Egrlic in der Nachspielzeit kam zu spät. „Wir haben recht gut dagegen gehalten und hätten mit etwas mehr Glück im Abschluss einen Punkt holen können“, war Benjamin Geiger nicht unzufrieden. me

Anzeige