Fussball Landesliga

Schweizers „Minijob“ im Eybacher Tal

Fußball Der ehemalige Spielertrainer des VfL soll beim Landesligisten SC Geislingen den Übergang gestalten.

Geislingen. „Drah‘ die net um, schau, schau, der Kommissar geht um.“ Der einstige Hit von Falco feiert im Sinne der Geislinger Landesliga-Kicker ein spätes Comeback. Ihr neuer Chef an der Seitenlinie ist Kommissar bei der Bereitschaftspolizei Göppingen: Markus Schweizer hat in Geislingens Vereinsboss Andreas Stehle einen alten Freund und Mentor aus Gussenstadt. Er hat den 33-Jährigen für den Rest der Saison als „Feuerwehrmann“ ins Eybacher Tal geholt. Und damit als Nachfolger für Jasko Sulavic, der acht Spieltage vor Schluss überraschend das Handtuch warf.

Schweizer konnte das Angebot nur annehmen, weil ihn sein Arbeitgeber für diese Zeit freistellt. Eine dauerhafte Anstellung ist wegen der „momentan chaotischen Arbeitszeit mit kurzfristigen Einsätzen bei Demonstrationen, Fußballspielen und Ähnlichem, vor allem an Wochenenden nicht möglich“, sagt der neue Interimstrainer. Fest steht bereits, wer danach kommt: Der SC geht mit Daniel Avgustinovic als Trainer in die nächste Saison. Der ehemalige Spieler und Co-Trainer ist bereits mit der Kaderplanung beschäftigt.

Schweizer führte seine erste Dienstreise am vergangenen Wochenende zum TSV Weilheim, wohin er 2014 als Spieler des SC Geislingen gewechselt war. Der Einstand misslang (0:2). Für die restlichen sieben Spiele will er „schauen, was geht“ und meint: „Vielleicht sind Platz zwei und die Relegation noch drin, aber das wird ganz schwer.“ Danach will er sich mit der Trainer-B-Lizenz des WFV und der Jugend-Lizenz des DFB beim Sportclub mannschaftsübergreifend vom Nachwuchs bis zu den Aktiven einbringen. Ein Name für diesen Job ist allerdings erst noch zu finden.

Schweizer stammt aus Deggingen. Von 2011 bis 2014 spielte er für zwei Runden beim Sportclub, der viele große Spieler und Trainer wie Jürgen Klinsmann oder Markus Gisdol hervorgebracht hat. Er wechselte danach für ein Jahr nach Weilheim und war von 2015 bis 2018 Spielertrainer beim VfL Kirchheim, zuletzt in der Bezirksliga als Vorgänger von Michel Forzano. Zuletzt war er Spielertrainer bei der TSG Salach in der Kreisliga A. Wegen des Polizeistudiums in Villingen hörte er nach der Vorrunde als Spieler auf.

Klaus Schlütter

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