Fussball Landesliga

Weilheimer verlieren ihren Kapitän

Fußball Tim Roos wechselt vom Landesligaletzten nach Heiningen und soll durch Eigengewächse ersetzt werden.

Abflug: Tim Roos hat den TSV Weilheim Richtung Heiningen verlassen. Foto: Günter Bergmann
Abflug: Tim Roos hat den TSV Weilheim Richtung Heiningen verlassen. Foto: Günter Bergmann

Weilheim. Fußballlandesligist TSV Weilheim muss sich einen neuen Kapitän suchen: Tim Roos hat den Tabellenletzten zum Verbandsligisten FC Heiningen verlassen, wo er unter anderem auf seine ehemaligen Teamkollegen Mike Tausch, Lennart Zaglauer und Samuel Lopes Silva trifft. „Das ist in unser aktuellen Situation natürlich nicht erfreulich, kommt aber auch nicht überraschend“, ordnet Weilheims Abteilungsleiter Paul Schrievers die Personalie ein - Roos hatte vom TSVW vor der Saison als einziger Spieler das Einverständnis bekommen, in der Winterpause bei Anfragen höherklassiger Vereine wechseln zu dürfen. Beim Verbandsligasiebten aus Heiningen soll der Defensivspezialist aus Hochdorf auf der Vier oder Sechs zum Einsatz kommen.

Wer Roos in Weilheim ersetzen soll, ist noch unklar. Laut Paul Schrievers kommen mehrere Eigengewächse für die Position des 24-Jährigen infrage. Eines davon ist Marc Djorovic, der vom Ligarivalen SV Ebersbach unter die Limburg zurückkehrt. Der 21-Jährige hatte bis zur U18 in Weilheim gespielt, war danach über die A-Junioren des VfL Kirchheim zum Oberligisten SV Göppingen gekommen, den er vor zwei Jahren im Winter Richtung TSV Bad Boll verließ - sein Trainer dort wird nun sein neuer: Benjamin Geiger, der seine Mannschaft am übernächsten Montag (21. Januar) zur ersten Trainingseinheit bittet.Spätestens dann sollen auch weitere Neuzugänge nach Geigers Pfeife tanzen: Laut Paul Schrievers wird momentan noch mit zwei Kandidaten verhandelt. Namen wollte der TSVW-Fußballboss allerdings nicht verraten.

Unabhängig vom endgültigen Kader: Die Kicker von der Limburg stehen in den restlichen 14 Spielen bis zum Saisonende vor einer Mammutaufgabe. Sieben Punkte Rückstand hat das Schlusslicht auf den mutmaßlich zur Relegation berechtigenden 13. Tabellenplatz. „Darum sehen wir auch keinen Anlass, die Hoffnung aufzugeben“, betont Paul Schrievers, der gleichwohl um die Bedeutung eines erfolgreichen Starts nach der Winterpause weiß. „Wenn wir die ersten drei Spiele verlieren, wird es wohl unmöglich, die Klasse zu halten.“

Soll heißen: Gegen Sontheim (3. März), Blaustein (9. März) und Bad Boll (15. März) sollten zwischen drei und neun Punkte her. Wer die Rothemden dabei als Kapitän aufs Feld führt, ist offen - ein Nachfolger von Tim Roos wird noch gesucht. Peter Eidemüller

Anzeige