Fussball

5:1 - doch für „Ce“ gehts noch besser

Kreisligafußball Der TSV Schlierbach gewinnt das Duell gegen Croatia Geislingen 5:1 und festigt den dritten Tabellplatz. In Nabern stand mit Coach Marco Kunze der vierte Keeper in dieser Saison im Tor. Von Helge Waider

Unwiderstehlich: Der Schlierbacher Nicolo Incorvaia glänzte gegen die staunenden Geislinger mit zwei Treffern.Foto: Genio Silvia
Unwiderstehlich: Der Schlierbacher Nicolo Incorvaia glänzte gegen die staunenden Geislinger mit zwei Treffern.Foto: Genio Silviani

Cesare D‘Agostino könnte eigenlich zufrieden sein. Der Coach des B7-Kreisligisten TSV Schlierbach hat mit seinem Team die gestrige Partie gegen Croatia 2012 Geislingen 5:1 gewonnen. Doch der einstige Verbandsligaspieler, den alle nur kurz „Ce“ nennen, will mehr: „Erst wenn wir in anderthalb Wochen das Spiel gegen den TV Eybach gewinnen, wissen wir, wo wir wirklich stehen.“ Tatsächlich werden die derzeit viertplatzierten Eybacher das Schlierbacher Team mehr fordern, als die Geislinger, die das Tempo des TSVS nur 30 Minuten mitgehen und aus dem Spiel heraus keine Torchance generieren konnten. Folgerichtig fiel der Ehrentreffer der Gäste dann auch per Strafstoß. Ein bisschen stolz war „Ce“ aber doch auf seine Truppe, die er im Vergleich zum letzten Spiel auf vier Positionen ändern musste. Zudem fiel Schwager und Ex-Regionalligaspieler Carmelo „Cali“ Scaffidi (41) krankheitsbedingt aus. Der gleichaltrige Trainer wechselte sich kurz vor Schluss aus taktischen Gründen noch ein, will dies aber künftig immer seltener tun: „Wir haben mit dem früheren Heininger Michael Neumann und Nicolo Incorvaia zwei echte Führungsspieler auf dem Platz.“

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Mit einem Gerücht räumte Christian Renz noch am gestrigen Nachmittag aufgenzwinkernd auf. Der Fußball-Boss der SF Dettingen dementierte eine etwaige Demission von SFDII-Coach Marc Kretschmer, die der ein oder andere Zuschauer bereits in die Tatsache hineininterpretiert hatte, dass Renz selbst anstelle des Trainers auf der Bank saß: „Marc Kretschmer befindet sich auf einem dreieinhalbwöchigen Urlaub in Thailand. Wenn ich Marc rauswerfen würde, müsste ich sein Geschäft ja auch noch mitmachen.“ Die 0:2-Niederlage gegen die stark aufspielende Jesinger „Zweite“ konnte freilich auch Renz nicht verhindern. Dennoch ist der Abteilungsleiter, der auch hin und wieder noch selbst mitkickt, mit seiner Reserve zufrieden: „Wir haben knapp 20 Akteure im Training. Für eine zweite Mannschaft ist das ausgesprochen gut.“

Zufrieden war gestern auch Tim Lämmle. Der Spielertrainer des B6-Tabellenzweiten TG Kirchheim freute sich nicht nur über den Sechs-Tore-Schnitt seit Saisonbeginn, sondern auch über den 3:0-Erfolg über den TV Neidlingen II: „Vielleicht hätten wir noch zwei Tore mehr erzielen können. Die Neidlinger haben aber auch sehr gut verteidigt.“ Und so ein bisschen spukt sicher auch schon das Gipfeltreffen der Staffel sechs in den Hinterköpfen der Spieler herum: in anderthalb Wochen kreuzt Tabellenführer TSV Weilheim II an der Jesinger Allee auf.

SV Nabern wieder in der Spur

„Wir haben heute nicht einen Torschuss zugelassen - und das gegen einen Gegner, der von der Spielstärke her dem ersten Tabellen- drittel zuzuordnen ist“, freute sich Axel Maier nach dem 2:0 über Germania Schlaitdorf. Der Sportliche Leiter des SV Nabern lobte vor allem die Disziplin, mit der das Team gestern zu Werke ging und ist sicher, das beste Saisonspiel der Grün-Weißen gesehen zu haben. Zwischen den Pfosten des Naberner Gehäuses stand mit Marco Kunze, zusammen mit Marcel Geismann Trainer des SVN und nebenbei Neffe von Sportchef Maier, bereits der vierte Keeper in dieser Saison.

Benny Savoca hatte derweil kein gutes Wort für den TB Neckarhausen übrig. Der Mitaufsteiger in die Kreisliga A habe nicht wirklich Fußball gspielt, polterte der Coach nach Spielschluss: „Die haben die Bälle einfach nur nach vorne gebolzt.“ Freilich schwang auch ein gewisses Maß an Selbstkritik mit: „Wir sind selbst schuld an der 0:1-Niederlage, die wir durch einen dummen Fehler selbst eingeleitet haben.“

Allerdings war nicht nur der genannte Fauxpas ausschlaggebend für die Niederlage. Auch die Ideen und Torchancen, eigentlich eine Stärke der Rübholzer, die am vergangenen Sonntag noch Garant für den Sieg in den Jesinger Lehenäckern war, fehlten gestern gänzlich.